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Affenpfleger der Monkey Bar, Marco Weinhold

Über den Dächern des Berliner Zoos befindet sich die Monkey Bar, die zum 25 Hours Berlin gehört. Dort ist Marco Weinhold Barchef und leitet die flüssige Welt mit Schwerpunkt auf Rum und Gin.
Wenn King Kong nach Berlin kommen würde, stünde wahrscheinlich auf seiner To-do-Liste eine Frau aus dem Fenster des Waldorf Astoria zu entführen, schließlich kommt es dem Empire State Building ansatzweise nahe und danach einen Drink in der Monkey Bar, im 10. Stock des 25 Hours Berlin zu bestellen. Was gäbe es besseres als sich über den Häuptern Artgenossen feiern zu lassen, die aufgrund ihrer unmittelbaren Nähe zum Hotel und der Bar für die Namensgebung verantwortlich sind? Dort arbeitet Marco Weinhold mit seinem Team und serviert Drinks mit Fokus auf Tiki-Cocktails.
Über Hamburger in die Monkey Bar
An den Job ist der gelernte Hotelfachmann über den Inhaber des Burger-de-Ville Grill Jürgen Klimpel gekommen, der auch F&B-Manager im 25 Hours ist. Zu diesem Zeitpunkt war Marco im Waldorf Astoria beschäftigt und kam über einen Feierabend-Burger mit Jürgen Klimpel ins Gespräch, was dann über Umwege schließlich zum Posten des Barchefs der Monkey Bar führte. Dort stellte er mit Roger Breitenegger das Tiki-Konzept zusammen, was seit der Eröffnung am 31. Januar 2014 auf regen Zuspruch trifft: „Leider mussten wir einen Doorman engagieren, der für den Einlass zuständig ist. Dabei geht es nicht um die Auswahl eines bestimmten Publikums, sondern vielmehr darum, dass die Bar nicht zu überladen ist. Wir möchten trotz einer hohen Auslastung eine gute Qualität sichern und guten Service bieten. Die Bar soll aufgrund ihrer Fülle nicht zu einem Club mutieren.“
Seinen Arbeitsplatz würde er weder als klassische Hotelbar noch als Konzeptbar bezeichnen, dabei würde beides zutreffen. „Hotelbars können manchmal eine gewisse Hemmschwelle mit sich bringen“, sagt er, „nicht nur wegen ihres hohen Preisniveaus. Als solche werden wir aber gar nicht wahrgenommen, was uns natürlich freut.“ Im Sommer, wenn die Terrasse wahrscheinlich stark besucht sein wird, soll sich eine Outsetbar speziell um die Gäste im Außenbereich kümmern.


Die Schweiz und Schlägersportarten
Mit dem Barwesen ist er über eine klassische Hotelfachmann-Ausbildung in Kontakt gekommen, die er in der holländischen Hotelkette Van der Valk in Berlin-Brandenburg begonnen hat. Von dort aus ist er über verschiedene Stationen, wie zum Beispiel dem Radisson Blu oder der Aqua Lounge, in die Schweiz gekommen, wo er zu seinem Wohlwollen in einen Ferienbetrieb gearbeitet und dort zwei Jahre lang die Bar geleitet hat. In die Monkey Bar ist er dann Ende des letzten Jahres gekommen, nachdem er in der Widder Bar in Zürich und für die Neueröffnung des Waldorf Astoria in Berlin gearbeitet hat.
Durch die jetzige Auslastung ist er fünf bis sechs Tage in der Bar eingespannt, freut sich aber auch wenn er mal ein paar Tage abschalten kann und Zeit für Privates findet. Neben seinem Interesse für Filme ist es vor allem der Sport, den er nicht nur gerne passiv verfolgt, sondern auch sehr gerne aktiv betreibt. Badminton, Squash oder Tischtennis, was er Jahre lang im Verein gespielt hat, liebt er immer noch. So ganz kann er sich dann aber doch nicht von seiner Branche trennen, da viele seiner Freunde in der Berlin Clubszene aktiv sind. Da macht es ihm dann auch mal nichts aus durch die ganze Stadt zu fahren, um in das Sisyphos in Rummelsburg zu gelangen.
Daiquiris und Sonne
Wenn er bei sich in der Nähe ausgeht, geht er gerne in die neu eröffnete Bar am Steinplatz. Vielleicht würde er sich dort einen Daiquiri bestellen, der neben dem Gin & Tonic sein Lieblingsdrink ist. „Für mich muss ein Drink einfach sein, je einfacher umso besser. Dabei würde ich mich aber auch nicht konkret festlegen, wo oder was ich trinke. Für mich kommt es auf das Feeling an. Ich würde sogar eine grottenschlechte Pina Colada trinken, solange ich  am Strand sitze, die Sonne genieße und Urlaub habe“, lacht Marco. Das, und die Tatsache, dass auf der Visitenkarte „Bar Manager//Affenpfleger“ steht, würden King Kong bestimmt überzeugen bei ihm vorbeizuschauen.

Credits

Foto: Alexander Agarius

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