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Klassiker mit Kirschbier, der Blood and Sand

Immer wieder gern diskutiert ist die Frage ob man mit Single Malt Scotch mixen sollte, oder ob er einzig für den puren Genuss geeignet ist. Unter Bartendern wird über die Frage meist gelächelt. So lang das Ergebnis schmeckt, kann man dies ganz hervorragend machen. Und was ist mit Bier?
Die Frage, die in der mixenden Zunft heißer diskutiert wird, ist die Verwendung von Bier in Cocktails. Während einige Bier nicht einmal in purer Form in ihrer Bar möchten, sind andere durchaus offen gegenüber den speziellen Aromen, die der Gerstensaft mit sich bringt.
Ja zum Bier
An dieser Stelle wollen wir Position beziehen und uns für die Verwendung von Bier in Cocktails aussprechen. Die Aromenvielfalt ist so groß und unterschiedlich, dass sie förmlich dazu einlädt, damit zu spielen. Gerade seitdem auch ungewöhnliche Braustile durch die Craft Beer Revolution wieder in den Fokus rücken. Biere lassen sich sowohl als spritziger Filler verwenden, als auch reduziert als Sirup oder Bitter. Oder es ersetzt wie in diesem Beispiel eine Komponente eines klassischen Drinks und verleiht diesem somit einen modernen Twist.
Der vorzustellende Cocktail ist der Blood and Sand, der in seiner ursprünglichen Form schon tiefschürfend besprochen wurde. Seine Vielfältigkeit macht den Blood and Sand zu einem Allrounder, der, je nach verwendeten Zutaten, ein geschmacklich leichter Genuss sein kann oder den Connaisseur vor aromatische Herausforderungen stellt. Der ursprünglich aus Scotch, süßem Wermut, Kirschlikör und Orangensaft bestehende Cocktail wird leicht variiert. Scotch und Wermut bleiben erhalten während der Orangensaft durch ein cremiges Espuma ersetzt wird und ein Kirschbier die Stelle des Likörs einnimmt.
Allein durch die Wahl des Bieres lässt sich der Cocktail maßgeblich beeinflussen. Kirschbier ist in Belgien traditionell zu Hause. Es gibt sowohl Biere, die nach dem Brauen zusammen mit frischen Kirschen in Fässern gelagert werden, als auch die Variante, in der das Bier vor der Abfüllung mit Kirschlikör vermischt wird. Während die erste Methode eine sehr leichte und dezente Fruchtnote ergibt, findet man in der Zweiten durchaus eine Süße, die dem Kirschlikör sehr nahe kommt.
Die kräftige Variante aus Berlin
Christian Gentemann, Bar Manager im Hotel am Steinplatz in Berlin hat sich an einem Rezept von Eben Freeman aus New York orientiert, diese aber leicht abgeändert und dem Espuma etwas mehr Schliff und Frucht verliehen. Außerdem nutzt er einen Whisky mit Fassstärke, um dem Cocktail nie nötige Kraft zu geben. Seine Meinung: „Das für mich persönlich so Spannende, ist das veränderte Mundgefühl durch die Kohlensäure im Bier. Außerdem macht das Cherry Ale den Drink etwas leichter. Das Zusammenspiel aus Kohlensäure und den fruchtigen Whiskynoten sorgt für eine prickelnde Überraschung.“ Wer also ein Kirschbier zur Hand hat und damit spielen möchte, dem sei dieses Rezept ans Herz gelegt.

Cherry Ale Blood and Sand

Zutaten

5 cl Finlaggan Cask Strength 58% Vol.
2,5 cl Carpano Antica Formula
1 Dash Cherry Bitter
1 Dash Orange Bitter
7 cl Kirschbier (Cherry Ale Kasteel Rouge)
Orangenespuma*
*Orangenespuma
150 ml Orangensaft, 150 ml Blutorangensaft, 100 ml Cointreau, 10 Dash Orangebitters und zwei Barlöffel Pro Espuma von Sosa in einen isi-Siphon geben und mit zwei Patronen laden. Gut schütteln und kühl lagern.

Zubereitung

Whisky, Wermut und Bitters in einem Rührglas auf Eiswürfeln ca. 20 Sekunden (20 mal) kalt rühren. In Coupette abseihen, 5 cl Kirschbier unterrühren, Espuma aufbringen und noch einmal 2 cl Kirschbier in den Schaum geben.

Glas

Coupette

Garnitur

keine

Credits

Foto: Blut via Shutterstock; Sand via Shutterstock; Cocktail via Shutterstock; Bier via Shutterstock; Post-Production: Tim Klöcker

Comments (1)

  • Paul

    Sicher das der Finlaggan Cask Strength gemeint ist? Der ist doch ein bisschen sehr … rauchig? 😉

    reply

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