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Starke Post: Diese zehn Bars versenden ihre Cocktails deutschlandweit

Cocktails-to-go, Außer-Haus-Verkauf und Lieferdienste sind aktuell die Lebensader der Gastronomie. Manche Bars aber drehen das Rad weiter und beschränken ihr Angebot nicht nur auf den regionalen Raum. Diese zehn Bars versenden ihre Cocktails deutschlandweit. 

Bottled Cocktails gab es als Angebot natürlich bereits vor der Corona-Pandemie, aber die Schließungen und Lockdowns haben Bars gezwungen, diesen Zweig ihres Portfolios zu etablieren oder auszubauen, um ihre Kunden zu erreichen. Manche belassen es bei einem Abholangebot, Ausgabefenstern oder lokaler Zustellung, manche Bars setzen aber auch auf überregionalen Versand ihrer Bottled Cocktails. Das aromatische Portfolio, das man sich mittlerweile ins Haus liefern lassen kann, ist jedenfalls beeindruckend.  Wir haben zehn Bars zusammen gestellt, die ihren Cocktail-Versand deutschlandweit betreiben – natürlich unter Berücksichtigung gängiger Regularien.

The Grid Bar (Köln)

Die The Grid Bar von Marian Krause versendet Bottled Cocktails, Spirituosen sowie auch Zigarren. Im Moment umfasst die Range an Bottled Cocktails neun Kreationen: Club Land, Windsor Punk, Martini, Don Lockwood, Old Fashioned, Negroni, Bobby Burns, Rum Old Fashioned und eine Eigenkreation mit dem schönen Namen Tough guys can’t dance. Sie werden in 0,5-Liter-Glasflaschen geliefert und haben einen Einheitspreis von € 39,90 (zuzüglich Versandkosten). Auch der Alkoholgehalt der Drinks wird angegeben, so steht der Martini mit 25,2% Vol. zu Buche oder der Don Lockwood (ursprünglich eine Erfindung aus der Bar Dutch Kills) mit 28,1% Vol. Zu bestellen sind die Drinks über eine sehr übersichtliche und einfach zu bedienende Maske via der Website.

Velvet (Berlin)

Bereits mit dem ersten Corona-Lockdown hat man sich in der Velvet Bar an die Umsetzung von Lieferdrinks gemacht und das preisgekrönte Portfolio auf diese Weise zugänglich gemacht. Die Quarantini Box von Ruben Neideck & Co. umfasst fünf Pre-Batched-Drinks, die in einem kleinen Beutel geliefert werden und bereits auf Trinkstärke eingestellt sind. Sprich: Beutel 15 Minuten in das Gefrierfach legen, öffnen und servieren. Bei den Drinks wird dabei kein Kompromiss gemacht, das saisonale, auf Foraging basierende Konzept des Velvet wird kompromisslos weiter verfolgt. Bestellung erfolgt über die Website bzw. die eigens eingerichtete Domain des Quarantini Cocktail Delivery Service. Ursprünglich liefert die Bar nur innerhalb des S-Bahn-Rings in Berlin, aber wer per E-Mail ([email protected]) anfragt, bekommt die Box auch geschickt.

Hunky Dory (Frankfurt)

Mit einem ziemlich beeindruckender Auswahl an Bottled Cocktails besticht auch das Hunky Dory in Frankfurt. Ganze 22 Drinks umfasst die aktuelle Range an Lieferdrinks, die meisten davon Eigenkreationen wie ein Five Birds oder ein Garçon (siehe Bild: Patron Silver, Grüne Paprika, Mezcal, Kokos Horchata). Auch Armin Azadpour und sein Team setzen auf Einheitlichkeit und Übersichtlichkeit, um den potentiellen Kunden nicht zu verwirren: Die 0,5-Liter-Flaschen kommen zum Einheitspreis von € 50, der Versand ist innerhalb Deutschlands kostenlos. Bezahlt wird per PayPal, Debit- oder Kreditkarte. Bestellung über den Online-Shop der Website.

Lemon Lounge (Bremen)

Die Lemon Lounge war der Gewinner unserer diesjährigen, alternativen Mixology Bar Awards 2021 in der Kategorie „Das Konzept in Flaschen“. Mario Ippen orientiert sich in Bremen an klassischen Drinks, die er in Flaschen abfüllt, wie Singapore Sling, Mai Tai, Whisky Sour, Tommy’s Margarita oder French 75. Sehr früh hat er sein Liefer-Konzept entwickelt und sukzessive augebaut. Bestellt werden kann in Einzelflaschen á 20 cl, die preislich zwischen € 8,90 und € 9,90 liegen. (Da der Versand € 9,90 kostet, lohnt es sich natürlich, gleich mehrere zu bestellen). Der Versand erfolgt deutschlandweit, bestellt werden kann im Online-Shop. Bezahlung ist in allen gängigen Online-Zahlmethoden möglich.

Becketts Kopf (Berlin)

Oliver Ebert und Cristina Neves sind nicht sofort ins Liefergeschäft eingestiegen, sondern haben sich Zeit gelassen, ihre Produkte mit Akribie zu entwickeln; so, wie man es gewohnt ist von dem zweifachen Mixologen des Jahres Ebert und seiner Bar in Berlin-Prenzlauer Berg. Deswegen umfasst die Range der Bottled Cocktails, die versendet werden, auch nur fünf Stück, in einer gewohnten Kombination aus regionalen Ausnahmeprodukten und poetischer Beschreibung. (Die aktuelle Karte findet sich hier) Die Preise liegen bei einheitlichen € 12 für für 10 cl und € 23 für 20 cl, bestellt werden kann über die Website bzw. per E-Mail unter [email protected]. Die Versanddauer beträgt ca. 2-3 Tage.

Becketts Kopf Berlin Prenzlauer Bergg

ChinChin Shop – One Trick Pony (Freiburg)

Ein weiterer Gewinner unserer alternativen Mixology Bar Awards war das One Trick Pony in Freiburg. Dort hat man neben der mehrfach prämierten Bar mit dem ChinChin-Shop ein alternatives Konzept ins Leben gerufen, zu dessem Angebot auch Bottled Cocktails gehören. Ein nicht nur deutschlandweiter, sondern auch europaweiter Versand war etwas, das Boris Gröner und Andreas Schöler dabei von Anfang an im Auge hatten. Aktuell umfasst die Range vier hochwertige Bottled Cocktails, von Himbeer Mojito über Negroni bis zum One-Trick-Pony-Bestseller Ginsus Christ. Die eleganten Flaschen sind wachsversiegelt, umfassen 0,7 Liter und liegen preislich zwischen 29 – 39 Euro. Der Versand kostet € 6,9, ab fünf Flaschen erfolgt er kostenlos, Lieferdauer ist 3-5 Werkstage. Bezahlt werden kann per Kreditkarte oder Paypal. Die Bestellung erfolgt auch hier unter dem professionell eingerichteten Online-Shop.

Mudita Bar (Ulm)

Mitte 2019 hat Nihat Ciftci in Ulm seine Mudita Bar eröffnet, eine Bar, die nicht nur Cocktails, sondern auch Live-Musik stark in den Fokus rückt. Mit letzterer ist es erstmals vorübergehend vorbei, aber in Sachen Cocktails hat Nihat Ciftci auch in Zeiten von Corona weiterhin eine starke Handschrift etabliert, die der 32-jährige Ulmer nun auch in Bottled Cockails abfüllt. Für den lokalen Lieferdienst gibt es zusätzlich ein Angebot von hausgemachtem, türkischem Soulfood, eininge Drinks versendet er allerdings auch deutschlandweit. Aktuell ist dies Negroni, Beet Root Basil Smash und ein Tonka Apfel Punch. Der Mindest-Bestellwert für den Versand liegt bei € 50, die Bezahlung erfolgt ausschließlich per PayPal, Bestellung erfolgt über Instagram oder per Email an [email protected].

Nighthawks / The Tiny Cup (Frankfurt)

The Tiny Cup, die Bar im kleinsten Haus Frankfurts, besticht immer durch große Ideen. Man denke an das humorvoll (aber ernsthaft verfolgte) angelegte Kugeleis-Projekt Tiny Balls, mit dem Sven Riebel den Corona-Sommer überbrückt hat. Bottled Cocktails hatte er bereits vor der Corona-Pandemie angeboten, schon 2019 gründete er gemeinsam mit Jens Seidl das Projekt NighthawksFFM, das ein hochwertiges Liefer-Portfolio anbietet. 23 Drinks umfasst das Sortiment im Augenblick, darunter zwei alkoholfreie Varianten. Der letzte Neuzugang trägt den augenzwinkernden Titel Gin Basil Cash. Ausgewählt werden kann zwischen 0,5l und 1l-Flaschen, der Versand kostet € 5,9 bezahlt werden kann per PayPal. Bestellung erfolgt wie Website nighthawksffm.de.

The Door (Karlsruhe)

Claudia Álamo Masanet und Lennart Geist haben das Konzept ihres The Door in Karlsruhe ebenfalls um Bottled Cocktails erweitert. Acht Drinks umfasst ihr aktuelles Versand-Portfolio, dessen Namen wie Pelikan, Nashornvogel Felshüpfer oder Flamingo das beflügelte Kartenkonzept deutschlandweit zugänglich macht. Die Ready-to-Drink-Flaschen kommen in Gebinden von 0,5 Liter und bewegen sich zwischen € 35 – 40. Bestellungen erfolgen direkt über den Online-Shop. Zahlungen sind per PayPal, Lastschrift & Kreditkarte möglich, die Versandkosten betragen € 4,95.

Bar Barock (Regensburg)

Acht Bottled Drinks – großteils schön gestaltete Klassiker wie Negroni oder Martini, aber auch Twists wie die Espresso-Martini Variante Choco-Tini – umfasst die Range der Bottled Cocktails der Barock Bar in Regensburg, die man sich in 10 cl und teilweise in 0,5 Liter-Flaschen schicken lassen kann. Preislich bewegt man sich in der sympathischen Gewölbebar zwischen € 10 – € 55. Darüber hinaus bietet Betreiber Thomas Schackmann ein Cocktail-Abonnement. Dieses liegt bei € 150 und umfasst 4 Drinks á 100ml für jede Woche im Monat, in Summe also 16 Drinks. Bezahlt werden kann per Kreditkarte, Paypal, per Lastschrift, aber auch per Rechnung und auf Nachnahme. Der Versand schlägt deutschlandweit ab € 4,5 zu Buche. Das gesamte Angebot ist über den Online-Shop der Barock Bar zu bestellen.

Credits

Foto: Sarah Swantje Fischer

Comments (6)

  • Markus

    Interessant wäre ein Bericht der Nachfrage.
    50€ für eine 0,5 Liter Flasche ( ja, es ist die Füllmenge von 5 Cocktails) ist ambitioniert, in direkten Vergleich zu einer 0,7 Liter Flasche Weiß/ Rotwein im selben Preissegment.
    Also ich würde mir lieber 2 Flaschen Bordeaux bestellen als mir 10 Whisky Sour reinzustellen….
    Alles nur subjektiv!
    Ein Drink lebt von der Atmosphäre, dem Zusammenspiel von Gastgeber/Gast, dem Ort, der Begleitung.
    Ein toller Rotwein ist mit einer Käseselektion auch zuhause ein perfekter Begleiter.

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    • Mario Ippen

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      5 Paletten – nach 10 Tagen war die Hälfte weg.

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  • Uwe Kohlstetter

    Die Idee ist super aber eure Preise viel zu hoch wenn man rechnet das 1 Cocktail 10,00 € kostet und ein Wareneinsatz von circa 1,20€ ist. Das alles ohne zusatzkosten 1 Cocktail zum Preis von 5,00 € wäre ausreichend denn masse macht Kasse .

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    • Ruben Neideck

      Lieber Uwe, dein Wareneinsatz ist viel zu niedrig. Im Velvet bewegen wir uns um die 2,50€ bis 3€. Hinzu kommt Verpackung. Für’s Ausliefern berechnen wir ebenfalls nichts. Der losgistische Aufwand ist zusätzlich nicht zu verachten. Kasse machen ist gerade nicht. Es geht darum, das Team beisammenzuhalten, für Bewusstsein und Bindung bei den Gästen zu sorgen und zu überleben. Vielen Dank für deinen Input.

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  • David

    Wenn man rechnet, dass ein Barbesitzer weiterhin alle Kosten seiner Bar hat, ohne sie seinem Publikum zeigen zu können, finde ich es eine tolle Möglichkeit so die Arbeit unserer Lieblingsbarkeeper zu unterstützen. Es wäre schön, wenn viele Bars auch im kommenden Sommer da sind.

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  • Martin

    Ich finde diese Konzepte durch die Bank weg super.
    Was meine Vorkommentatoren leider zu vergessen scheinen ist, dass es bei diesen Konzepten nicht darum geht „Kasse“ zu machen, sondern ZU ÜBERLEBEN!
    Ich glaube jede einzelne Barkeeperin und jeder einzelne Barkeeper würde gerne die versendeten Drinks am Tresen oder am Tisch servieren und dazu noch einen netten Plausch mit den Gästen führen, so dass die dann auch gerne 10-15€ pro Drink bezahlen. Aber sie dürfen es nicht!
    Wer sich heute über Preise für qualitativ hochwertige Drinks beschwert, brauch sich im nächsten Jahr nicht wundern, wenn man nur noch zu Hause mit Bordeaux und Käseplatte sitzt, weil es keine Alternative mehr gibt!

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