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Made in GSA Competition 2021: Das waren die zehn Finalist:innen und ihre Drinks

Ende September fand das Finale unserer Made in GSA Competition 2021 auf Schloss Elmau in den Bayerischen Alpen statt. Wir werfen einen Blick zurück auf die zehn Finalistinnen und Finalisten – und stellen jeden einzelnen ihrer Drinks vor.

Es war ein besonderes Finale der diesjährigen Made in GSA Competition. Der Finalort war nämlich keine urbane Bar-Metropole, vielmehr konnten wir als Austragungsstätte das Schloss Elmau Luxury Spa Retreat in den Bayerischen Alpen gewinnen. In der dortigen Bar von Bar-Manager Keven McFarland versammelten sich die zehn Bartender:innen zu einem Finale, das in diesem Jahr coronabedingt ohne Zuschauer stattfinden musste.

So konnten wir jedoch nicht nur eine Durchführung des Wettbewerbs gewährleisten, sondern den Finalistinnen und Finalisten einen Aufenthalt an einem speziellen Ort bieten, dessen Ambiente auch ein für viele mental herausforderndes Jahr in den Hintergrund rücken sollte. An dieser Stelle präsentieren wir nochmal die zehn Finalist:innen und ihre Kreationen.

Die zehn Finaldrinks der Made in GSA Competition 2021

Mixology Podcast
Gesamtsieger Tobias Lindner
Gesamtsieger Tobias Lindner
Platz 2: Robin Lühert
Platz 2: Robin Lühert

Der Goldene Apfel

Zutaten

2 cl Humbel No.12 Quittenbrand 2018
2 cl Gilka Kaiserkümmel
2 cl Companion Aperitivo Amalfi Lemon
1,5 cl The Seventh Sense Falernum
2,5 cl Verjus Koegler

Tobias Lindner aus dem Jigger & Spoon in Stuttgart ist ein wettbewerbserfahrener Bartender. So war er bereits zuvor Finalist der Made in GSA-Competition oder Deutschland-Gewinner 2019 des prestigeträchtigen Wettbewerbes von Patrón Tequila, den Patrón Perfectionists. Sein Drink Der Goldene Apfel spielt namentlich auf die Quitte an, die hier zu tragen kommt. Als Brand von Humbel wird sie kombiniert mit Gilka Kaiserkümmel, dem Companion Aperitivo sowie Falernum und Verjus, was dem gebürtigen Bonner samt einer souveränen Performance den 1. Platz der Made in GSA Competition 2021 einbrachte.

D-A-CH

Zutaten

4 cl Hardenberg Dreikorn
3 cl Burschik’s Dry Vermouth
1 cl Humbel Nr. 22 Brenzer Kirsch
1 cl Mozart Dark Chocalate
1cl Schwarzwald Maraschino

Erstmals überhaupt ging Robin Lühert bei der Made in GSA Competition 2021 bei einem Cocktail-Wettbewerb an den Start. Und es sollte gleich für den 2. Platz reichen, denn der Göttinger aus dem Café Esprit überzeugte mit einem gelassenen Vortrag und einem perfekt ausbalanciertem Getränk. Sein D-A-CH war dabei aromatisch einer Schwarzwälder Kirschtorte nachempfunden, ein Versuch, den die Jury eindeutig als gelungen bezeichnete. Für seine „Übersetzung ins Glas“ verwendete Robin Lühert Hardenberg Dreikorn, Burschik’s Dry Vermouth, Humbel Kirsche, Mozart Dark Chocolate sowie Schwarzwald Marschino von Schladerer.

Platz 3: Laura Driftmann
Gewinner der Kategorie „Brände & Geiste“: Wladimir Reichert

Kümmelgetümmel

Zutaten

3 cl Gilka Kaiserkümmel
2 cl Humboldt Gin
2 cl Bauer Quittennektar
1 cl Avaa Verjus
0,125 cl Roner Quittenbrand

Ihre aktuelle Wahlheimat Berlin mit ihrer ostwestfälischen Herkunft verband die Barchefin des Orania Berlin, Laura Driftmann. Die Basis ihres Drinks Kümmelgetümmel bildete dabei, wie der Name des Drinks schon verrät, Gilka Kaiserkümmel. Ihn verband sie mit dem knackigen Humboldt Gin sowie Quitte in Form von Brand als auch Nektar. Abgerundet wurde der Drink vom heimlichen „Bartender’s Liebling“ der diesjährigen Made in GSA Competition: Verjus. In Summe ein aromatischer, harmonischer Shortdrink, mit dem sich Laura Driftmann den dritten Gesamtplatz sicherte.

Der Flaneur

Zutaten

4 cl Humbel Nr.12 Quittenbrand 2018
1 cl Genepi de Provence
0.75 cl Honigessig 4 %
9 cl Schweizer Schaumwein (Méthode traditionelle) Stadtkelter Basel

Ein weiterer Akteur, der Obstbrand in den Fokus seines Drinks stellte, war der Schweizer Wladimir Reichert aus dem Werk 8 in Basel. Auch er entschied sich für Humbel Quittenbrand, den er mit dem speziellen Kräuterlikör Genepi de Provence sowie Honigessig kombinierte. Für die erfrischende Perlage des Drinks sorgte Schweizer Schaumwein der Stadtkelter Basel. In Summe ein komplexer, raffinierter Drink, mit dem Wladimir Reichert auf das Siegerpodest der Kategorie „Brände & Geiste“ flanierte.

Gewinner der Kategorie „Limonade, Saft & Filler“: David „Dave“ Saremba
Lucrezia Mascheri (Square Bar, Düsseldorf)

Leiwand is

Zutaten

3 cl Burschik’s Red Vermouth
2 cl Nordcraft Bete & Beere
1 cl Königin der Hanse Marzipanlikör
12 cl Fritz Rhabarberschorle

Erst vor Kurzem ist David „Dave“ Saremba aus dem Innsbrucker Liquid Diary nach Wien gewechselt. Nun steht der österreichische World Class Sieger 2019 (Saremba selbst wiederum ist gebürtiger Bayer) in der Josef Bar am Brett. Von dort brachte er seinen Leiwand is mit, einen komplexen wie süffigen Highball, der Nord und Süd kombinieren sollte: Nordcraft Bete & Beere, Königin der Hanse Marzipanlikör sowie fritz Rhabarberschorle stehen für den Norden, der Wiener Wermut Burschik’s für den Süden. Das bedeutete den Sieg in der Sonderkategorie „Limonade, Saft & Filler“.

Casa Nova

Zutaten

6 cl Beverbach Single Malt German Whiskey
3 cl Verjus
1 cl Löwenzahnhonig
1 BL Feigensenf (Löwensenf)
5 cl Soda Libre Elderflower

Die gebürtige Italienerin Lucrezia Mascheri steht seit Längerem an der Seite von David Rippen in dessen Square Bar in Düsseldorf. Von dort brachte sie ihren Drink Casa Nova mit ins Finale der Made in GSA 2021 Competition, eine Kombination des deutschen Single Malt von Beverbach mit Verjus, Honig sowie Soda Libre Elderflower – in Summe ein charakterstarker Drink, der von frischer Leichtigkeit und dennoch genügend Biss begleitet wurde, wofür nicht zuletzt der Senf sorgt, der ebenfalls zur Anwendung kommt. Ein Drink, der laut Jury-Meinung das „Zeug zum Bestseller“ hat.

Guilherme Kilpp Gonzatti (Stairs Bar, Berlin)
Kai Kind (Monkey Bar, Köln)

Abendbrot Martini

Zutaten

3 cl Gilka Kaiserkümmel 2,5 cl Stork Club Rye Korn
2,5 cl Spree Gin
1 cl Galander Mustard Liqueur

Ein kräftiger Shortdrink brachte Guilherme Kilpp Gonzatti ins Finale der Made in GSA Competiton 2021. Sein Abendbrot Martini besteht aus Gilka Kaiserkümmel, Stork Club Rye Korn, Spree Gin sowie Galander Mustard Liqueur. „Ein cleaner Twist des Dirty Martini mit der Seele Berlins: stark, lokal und mit einem Hauch hochwertiger Hipstergastro. Ein fancy Aperitif zum Abendbrot”, wie ihn der gebürtige Brasilianer und Barchef der Stairs Bar beschreibt. Natürlich muss man auch etwas Übung im Umgang mit kräftigen Aperitifs haben, denn dieser Drink mit drei umdrehungsstarken Basisspirituosen hat es definitiv in sich …

Wilde Hilde

Zutaten

2 cl Humbel XT eXtra Traube
2 cl Artwerk Brandy
2 cl Hugo Asbach Aperitif Rosé
2 cl Verjus Koegler
0,75 c Bio Mandelsirup Agava

Die Wiederentdeckung natürlicher Zutaten und ihrer Verarbeitung hat seit einigen Jahren auch Hildegard von Bingen und ihrer Kräuterheilkunde zu einem „Comeback“ verholfen. Ein Umstand, dem auch Kai Kind aus Köln Respekt gezollt hat, der seinen Drink der Made in GSA Competition 2021 Wilde Hilde taufte. Der Bartender aus der Monkey Bar in Köln versammelte darin Humbel XT eXtra Traube, Artwerk Bio-Brandy, Hugo Asbach Aperitif Rosé sowie Verjus und Mandelsirup zu einem aromatischen Shortdrink, der Traube in ihrer mehrfachen Verarbeitung in Szene setzte.

Fabian Roßberger
Matthias Keiser (The Dock, Solothurn)

Ceres

Zutaten

4 cl Artwerk Bio Brandy
1 cl Freimeisterkollektiv Speckbirne
2 cl Verjus Gustavshof
2 Dash Fee Brothers Black Walnut Bitters
8 cl Organics by Red Bull Viva Mate

Von Berlin nach Bayern verschlagen hat es Fabian Roßberger, der mittlerweile nicht aktiv an der Bar steht, sondern bei der Destillerie Lantenhammer angeheuert hat. Dass er nichts von seinem Barhandwerk verlernt hat, bewies sein Drink Ceres, benannt nach der römischen Göttin der Fruchtbarkeit. „Ein harmonisches Mischgetränk, das ländliche Weinbauregionen und urbanes Lebensgefühl verbindet“, beschreibt Fabian Roßberger. Verantwortlich dafür sind der neue deutsche Artwerk Bio-Brandy, Speckbirne des Freimeisterkollektiv, Verjus, Black Walnut Bitters sowie Organics by Red Bull Viva Mate.

Litha

Zutaten

2,5 cl Humbel XT eXtra Traube
1,5 cl Caliber 1844 Kräuterlikör
1,5 cl Gin Boar
1.5 cl Salzlake Wasserbüffelmozzarella (Familie Villiger-Kneubühler, Sins)
0.5 cl Sirup Lobsiger Schwarze Nüsse, Luzern
7 cl Mandel-Pink Grapefruit Limonade, DBU e.V. Solidarität im Glas

Bereits mehrfach ins Finale der Made in GSA Competition geschafft hat es Matthias Keiser, aktuell im The Dock in Schweizer Solothurn tätig. Zu einem Preis auf dem Siegertreppchen sollte es diesmal nicht reichen, nichtsdestotrotz war sein Litha wohl die eigenwilligste Kreation, die neben Humbel XT eXtra Traube und Boar Caliber Kräuterlikör auch Salzlake vom Wasserbüffelmozzarella sowie Sirup von Schwarzen Nüssen beinhaltet. Getoppt wurde der Drink mit der Mandel Pink-Grapefruit-Limonade, einem Gemeinschaftsprojekt der Hardenberg Distillery und der DBU e.V., der Deutschen Barkeeper-Union, die diese Solidaritäts-Limo ihren Mitgliedern gratis zum Verkauf zur Verfügung stellte.

Credits

Foto: Lukas Müller

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