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Der B&B Cocktail. Verstaubter After Dinner Drink oder vergessener Klassiker?

Geordnetes Mix-Chaos

Worüber sich bei dem Drink vortrefflich streiten lässt, ist zum einen das Mischungsverhältnis und zum anderen die Art, wie er serviert wird. Je nachdem wie süß man seinen Drink mag und welchen Brandy man verwendet, ist das Mischungsverhältnis natürlich Geschmackssache. Während das ursprüngliche Rezept von jeweils gleichen Teilen ausgeht, findet man in modernen Büchern immer wieder B&Bs, die mit mehr Brandy als Bénédictine arbeiten.

Was aber in den meisten Büchern gleich ist, alle Rezepturen rühren den Cocktail auf Eis im Gästeglas. Dabei gibt es mehrere Arten, den Drink zuzubereiten. Ausführlich damit auseinandergesetzt hat sich der Blog Cocktailmusings. Glaubt man dem Autor, so wurde der Drink ursprünglich in Form eines Pousse-Café serviert. Die beiden Komponenten also in einem eher schmalen Glas übereinandergeschichtet. So getrunken, ist der Cocktail deutlich süßer und aromatischer.

Während die beliebteste Methode den Drink zu servieren, also auf Eiswürfeln, den B&B zunehmend verwässert, präferiert Autor Erich Empey eine Technik aus dem „Japanese Bartending“. Er präsentiert die Herangehensweise die Kazuo Uyeda in seinem Buch „Cocktail Techniques“ vorschlägt. Hier wird zuerst der Tumbler mit einem großen Stück Eis und etwa Wasser gefüllt, um das Glas zu kühlen. Alternativ kann man sich auch eines Gefrierschranks bedienen.

Im gekühlten Tumbler sollen dann beide Zutaten mit einem möglichst großen Stück Eis (etwa einem Iceball oder einem sehr großen Würfel) verrührt werden. Allerdings nur sehr kurz, um den Drink möglichst wenig zu verwässern. Im völlig selbstlosen Test wurden die verschiedenen Zubereitungsarten nachgestellt und zuletzt beschriebene Methode ergab tatsächlich den leckersten B&B. Vorausgesetzt, der Drink landet schnell beim Gast.

 

B&B Cocktail

4 cl Brandy

2 cl DOM Bénédictine

 

Glas: Tumbler

Garnitur: keine

Zubereitung: Im möglichst tiefgefrorenen Tumbler die beiden Zutaten mit einem Iceball oder einem großen Eiswürfel kurz verrühren und möglichst schnell servieren.

 

Bildquelle: Mysterious monk by Brian A Jackson via shutterstock

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