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Maultier mit Kraft und Kräutern – der Muli68

Kreuzt man ein Pferd mit einem Esel, bekommt man ein geduldiges Arbeitstier. Kreuzt man Alkohol mit Kräutern und ein wenig Zucker, erhält man im besten Fall einen schmackhaften Kräuterlikör.Was Beides miteinander zu tun hat, will ein Start-Up aus Berlin nun erklären.
Die Gründer von Muli68 sind drei kreative Köpfe mit unterschiedlichem Hintergrund. Alexander Roloff ist einer der Geschäftsführer vom Lebensmittelgroßhandel Roloff in Berlin, Hendrik Kröger betreibt mehrere Hotels in Berlin. Der dritte schließlich, Daniel Fehlow, könnte so manchem schon einmal im Fernsehen begegnet sein.
Den Digestif im Blick
Im Gespräch mit Alexander Roloff wird schnell deutlich, dass alle drei einen ausgeprägten Bezug zur Gastronomie, besonders zu gutem Essen haben. Dabei erkannten sie irgendwann, dass dem Abschluss eines Essens oft geringe Aufmerksamkeit geschenkt wird. Vom Service bekommt man meist die üblichen Verdächtigen in Form von Amaro oder Obstdestillaten vorgeschlagen, oder es gibt den obligatorischen Espresso.
Roloff führt die Idee aus: „Wir wollten einen tollen Abschluss für ein tolles Essen. Einen Genuss, der sowohl dem Gast Spaß macht als auch dem Servicemitarbeiter ein Werkzeug an die Hand gibt, dem Abend einen positiven Abschluss zu geben.“
Ein Kräuterlikör sollte es werden. „Unsere Basisidee war ein altes Familienrezept für einen Kräuterlikör. Allerdings mussten wir sehr schnell feststellen, dass das Ergebnis uns nicht glücklich machte, auch nicht mit kleinen Änderungen.“
Vom Groben ins Feine
Also wurde von Grund auf neu begonnen. In Kooperation mit einem privaten Abfüller im Sauerland, der das finale Produkt nun auch produziert, wurden Muster erstellt, die man dann im Bekanntenkreis präsentierte und sich Meinungen einholte. „Wir wollten nicht nur auf unseren Geschmack hören, sondern auch auf die Meinung von Profis, zum Beispiel von Köchen und Bartendern.“
Als dann das Produkt endlich feststand, ging es ans Packaging und die Namensfindung. Der primären Zielgruppe – besseren Restaurants – entsprechend, entschied man sich für eine elegante, matt lackierte Flasche. Sehr schick, aber der Inhalt ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen.
Auch der Name hilft bezüglich der Identifikation nicht sonderlich.
Und das Maultier?
Die Namensfindung gestaltete sich nicht viel einfacher als die Entwicklung des Produkts. Mehrere Ideen wurden durchgespielt und wieder verworfen. Wie man auf das Muli kam, ist nicht mehr zu erklären. Als man das Thema dann aber weiter durchspielte, fielen einige Gemeinsamkeiten auf.
„Das Muli gilt als sehr gutmütiges Arbeitstier. All die positiven Eigenschaften von Pferd und Esel kommen zusammen, und diese Eigenschaften von Gutmütigkeit und Belastbarkeit haben wir in anderer Art und Weise auch in unserem Kräuterlikör wiedergefunden: Gefällig, unkompliziert und mit vielen Dingen kombinierbar“, so die Erklärung von Alex Roloff.
Wie schmecken nun diese Eigenschaften im Glas? Für einen Kräuterlikör ist der Muli sehr hell. Ein leichtes rot-braun schimmert im Glas, verströmt aber ein deutlich kräftigeres Aroma, als die Farbe vermuten lässt. Eine leichte Schärfe von Ingwer und typische Kräuteraromen sind deutlich zu erkennen.
Zimt und Nelke sowie der angesprochene Ingwer machen sich dann auch auf der Zunge sofort bemerkbar. Mit einer sehr dichten Textur erscheint der Likör angenehm ölig, ohne dabei klebrig oder übersüßt zu wirken. Laut Herstellerangabe sind es lediglich 105g Zucker pro Kilogramm Endprodukt, weshalb sich jenes auch gerade so eben Kräuterlikör nennen darf.
Der Muli hat Temperament, braucht aber kein Zaumzeug
Ein sehr eingängiges Produkt. Zugänglich und mit einem angenehmen Abgang. Kräuter und Schärfe harmonieren gut, und durch die dezente Süße ist der Muli68 ein sehr rundes Arbeitstier. Sicherlich ein leckerer Abschluss für ein gutes Essen und in den Händen von Bartendern bestimmt auch eine veritable Zutat verschiedenster Cocktails.

Credits

Foto: Esel via Shutterstock

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