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Die Bacardi Legacy Cocktail Competition 2015

Vor wenigen Tagen noch im Gespräch mit Karim Fadl, haben wir schon die Spannung der anstehenden Bacardi Legacy Cocktail Competition mitbekommen. Nun ist es soweit. Anfang dieser Woche wurden die Final-Teilnehmer aus GSA-Land enthüllt. Aber wie geht es jetzt weiter?
Die Auswahlphase zu Beginn des Wettbewerbs war die erste Neuerung in der Bewertung. Jeder der 40 „most promising“ Teilnehmer wurde persönlich von Karim Fadl, Brand Ambassador für Bacardi, entweder in Begleitung von Frank Thelen, Bacardi Legacy Deutschland Gewinner 2014 oder Phillip Bischoff, ehemals Barmanager der Berliner Amano Bar, besucht und geprüft.
Am Ende waren es noch 15. Aus den vorangegangenen „most promising Bartenders“ aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden in den vergangenen Wochen die endgültigen Finalisten ausgewählt. Mit dabei sind:
Für die Schweiz:
Jason Knüsel / Widder Bar, Zürich
Romulo dos Santos / Kronenhalle Bar, Zürich
Simon Brandmayer / ONYX Bar, Zürich
Christof Reichert / Les Trois Rois, Basel
Aus Österreich:
Markus Winzer / Bar im Hotel Winzer, St.Georgen-Attergau
Gerold Fryd / Barfly’s Club, Vienna
Michael Rauchwarter / Motto am Fluss, Wien
Bernhard Müller-Fembeck / Sky Bar, Wien
Kenny Klein / Maniac Bar Artists, Bad Ischl
Aus Deutschland:
Paola Labansat / Clockers Bar, Hamburg
Oliver Pawlowski / Good Old Days Bar, Hamburg
Giorgio Kosmidis / Edelchic, Hannover
Dominik Hau / Falk’s Bar, München
Jürgen Wiese / Goldene Bar, München
Miguel Fernandez-Fernandez / Roomers Bar, Frankfurt am Main
Frederik Knüll / Spirits Bar, Köln
Tatjana Friedrich / Pepe’s Bar & Restaurant, Köln
Der eingereichte Drink
Wie im Jahr zuvor war von den Finalisten ein Drink mit höchstens fünf Zutaten gefragt. Dabei durften die Teilnehmer, anders als in den vergangenen Auflagen der Competition, als Basiszutat nicht nur den klassischen weißen Bacardi Superior, sondern ebenso Bacardi Gold verwenden.
Die Hauptanforderung an die Kreation ist es seit jeher, ganz im Sinne einer „Legacy“, also eines „Erbes“, einen Drink zu kreieren, welcher sich ohne weiteres auf den Barkarten der Welt eine Platz sichern kann, der aber gleichzeitig das Potential hat ein traditionsreicher Drink wie der Daiquiri oder El Presidente zu werden.
Einzige Einschränkung: der Drink sollte überall mit einfachen Mitteln reproduzierbar sein. Christof Reichert aus dem „Les Trois Rois“ beispielsweise arbeitete bereits regionale Zutaten aus dem finalen Austragungsort in seine Kreation mit ein.

In der Finalrunde
Die Finalisten stehen nun vor der Aufgabe, während einer dreimonatigen Promotion-Phase von November bis Januar möglichst viel Aufmerksamkeit für sich und Ihren Drink zu generieren. Dabei steht vor allem die Kreativität im Vordergrund. Was, wann, wo und mit wem? Erlaubt ist prinzipiell alles.
Ob im Fernsehen, im Radio, auf der Straße, in der eigenen Bar oder auf speziellen Veranstaltungen: Der Drink soll getrunken werden und, fast noch wichtiger, gesehen werden. Bewertet wird am Ende der Gesamteindruck des Teilnehmers. „Einen sehr guten Ratschlag habe ich von zwei guten Freunden und Bartenderkollegen bekommen: von Anfang bis zum Ende muss sich ein roter Fanden durchziehen“ so Tatjana Friedrich. Sie stand bereits 2013 in der deutschen Endrunde und war dieses Jahr als Zuschauer beim globalen Finale in Moskau anwesend.
Die Vorbereitung
Alle Teilnehmer bereiten sich unterschiedlich auf die speziellen Hürden der Bacardi Legacy vor. Oliver Pawlowski aus der Good Old Days Bar in Hamburg etwa legt bereits mit seinem Konzept für die  Promotion vor. Passend zu seinem Drink gibt es spezielle Pokerchips mit dem Rezept seiner Kreation zum Selbermixen.
Wer ein Freund des Foodpairing ist, dürfte sich etwa für die Ideen von Kenny Klein interessieren. Mit seinem Aroma-Pairing-Konzept schafft er einen „balancierten Drink, der enorm aromatisch ist, aber durch seine Einfachheit besticht.“ Dabei werden aus diversen Zutaten die Aromen extrahiert, dann mittels Stickstoff versetzt, um die Komponenten in der Kombination mit der Spirituose zur Geltung zu bringen.
Der Gewinner schließlich darf sich freuen. Zum Beispiel über ein Finale in Sidney und über die Gelegenheit, sich mit 37 der weltbesten Bartender zu messen zu können. Auch der letztjährige Gewinner des globalen Finales, Tom Walker (damals American Bar im Londoner Savoy Hotel; heute Attaboy, New York), und sein Cocktail „Maid in Cuba“ werden kommenden Frühling in Australiens Metropole Sydney mit von der Partie sein.

Maid in Cuba (Siegerdrink Bacardi Legacy Global Cocktail Competition 2014)

Zutaten

6 cl Bacardi Superior Rum
6 Blätter frischea Minze
3 dünne Scheiben frische Gurke
4,5 cl hausgemachter Süß-Sauer-Mix*
1 Absinth-Spray
5cl Soda Water

Zubereitung

Gurke und Minze im Shaker vorsichtig mit dem Muddler zerdrücken. Rum und Süß-Sauer-Mix dazugeben, mit Eis auffüllen und alles kräftig ca. 15 Sekunden schütteln.
Das vorgekühlte Glas mit Absinth aussprühen und den Drink doppelt darauf abseihen. Das Soda aufgießen.
*Süß-Sauer-Mix
15ml Zucker 2:1, 30ml frischer Limettensaft. Einen halben Tag ziehen lassen.

Glas

Coupette

Garnitur

Spieß mit Minze & Gurkenschale

Credits

Foto: Tom Walker via Bacardi Legacy 2014

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