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Drambuie: ein Klassiker im modernen Look

Der schottische Whiskylikör Drambuie blickt auf eine lange und facettenreiche Historie zurück, in der auch ein britischer Thronanwärter eine Rolle spielt. In der Bar hat er vor allem im Rusty Nail Geschichte geschrieben. Dabei ist der alte Schotte eine wandelbare Zutat, die weitaus mehr kann.


Eine Kombination von Kräutern und Gewürzen, schottischem Heidehonig und ein Blend aus ausgewählten Scotch Whiskys – Drambuie gibt sich als wandelbarer Klassiker mit einer langen Tradition. Schon vor 260 Jahren nahm der Whiskylikör seinen Ursprung in den schottischen Highlands, genauer auf der Isle of Skye im Jahre 1746.

DER SCHÖNE PRINZ

Dort teilte der schottische Thronanwärter Prinz Charles Edward III. Stuart, der Nachwelt besser bekannt als „Bonnie Prince Charlie“, mit einem Mitglied eines Highland Clans die geheime Rezeptur für den königlichen Whiskylikör. Innerhalb des Clans wurde das Rezept von Generation zu Generation weitergetragen – dieses Elixier ist das, was später als Drambuie bekannt werden sollte. Somit schrieb der hübsche Prinz das erste Kapitel einer Erfolgsgeschichte, die später in den Bars weltweit fortgeschrieben werden sollte.

Wir springen ein paar Jahrhunderte nach vorne, wo sich der Whiskylikör bereits größter Beliebtheit erfreut. In den Roaring Sixties war der Drambuie zusammen mit Scotch als Rusty Nail fester Bestandteil des Nachtlebens, seitdem hat der Cocktail-Klassiker aus dem Tumbler an Beliebtheit nicht verloren – sondern nur dazugewonnen. Erfunden wurde dieser sehr elegante und reduzierte Drink im New York der 1950er Jahre, von wo er sich rasch aufmachte, zum festen Bestandteil der Cocktailkarten weltweit zu werden. Seine minimalistische Rezeptur lässt den komplexen Nuancen des kongenialen Tandems Drambuie und Scotch genug Spielraum.

DRAMBUIE IN VIELEN GEWÄNDERN

„A dram buidheach“, ein Trank der glücklich macht – dem wird Drambuie aber auch in anderen Drinks gerecht, denn der Whiskylikör kann weitaus mehr als nur Rusty Nail, vereint er doch immer einen klassischen Anspruch mit einem modernen Twist. Es geht auch bittersweet – zum Beispiel im Underdog. Das ist eine Negroni-Variante mit Drambuie, trockenem Wermut, Amaro und Gin. Auch mit Bier kann der Schotte gut. Beim Hootenanny trifft Drambuie auf Grapefruitsaft, Minzblätter und Weißbier. Etwas weiter unten finden sich insgesamt fünf Cocktails, in denen Drambuie die Hauptrolle spielt und die aufzeigen, wie variabel der Whiskylikör sein kann. Und hier gibt es ein Bewegtbild zum Rusty Nail.

Bonnie Prince Charlie hätte sicher seine Freude daran.

Credits

Foto: Alle Bilder via Drambuie.

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