FÜNF! Dinge, die Sie betrunken lieber bleiben lassen

Bars 19.10.2014

Wer kennt das nicht: nach ein paar Gläsern zu viel steigen gute Laune, Ärger und gerne auch das Selbstbewusstsein in ungeahnte Höhen. Alkohol ist und bleibt ein Betäubungsmittel, das unweigerlich irgendwann zu einem leichten Nebel führt. Wenn die Stimmung schließlich überkocht, ist es nicht selten der letzte Drink, der zu unüberlegten Handlungen verleitet. Wir schauen uns FÜNF! davon genauer an.

1) Dem Chef mal die Meinung sagen

Oh je! Da hat man die Gelegenheit, sich gemeinsam mit dem Vorgesetzten ein Schlückchen genehmigen zu können, und dann ufert das Ganze derart aus? Aus einem höflichen Plausch wird im Laufe des Abends mit jedem Drink mehr und mehr unangebrachtes Gepöbel. Und dabei fing der Abend so gut an!

Der routinierte Chef wird, je nach Typ, das Ganze mit Nichtbeachtung oder einer verspäteten Retourkutsche strafen. Wer also zu temperamentvollen Aufwallungen neigt, sollte Chef und Schnaps lieber in homöopathischen Dosen kombinieren.

2) Skateboard fahren

Es gibt ein paar Dinge, die mittels Stimulation des menschlichen Spieltriebes ohnehin eine magische Anziehung auf viele Personen ausüben. Zu diesen Dingen gehört – jenseits allen Zweifels – das Skateboard! Obwohl seit Langem im Mainstream angekommen, verkörpert das kleine Rollbrett noch immer Coolness und steht für einen gekonnten Umgang mit der Gravitation.

Doch wehe, wenn das gute Stück nicht beherrscht wird. Die Gesetze der Trägheit und Beschleunigung sind bereits im nüchternen Zustand kompliziert zu regulieren. Der Rausch tut da sein Übriges. Ein kleiner Moment der Unachtsamkeit reicht, und das blöde Ding rutscht mit Lichtgeschwindigkeit weg. Der Möchtegern-Skater wiederum schlägt unsanft auf dem harten Boden auf. Tut vielleicht im Moment des Geschehens gar nicht so sehr weh. Aber am nächsten Morgen. Versprochen.

3) Die Außenwelt per Facebook belästigen

Es gibt Menschen, die soziale Netzwerke aus ernsthaften Gründen nutzen: etwa um in Kontakt mit entfernten Freunden zu bleiben, kulturell am Ball zu sein oder um Nachrichtenströme zu verfolgen. Und es gibt Personen, die darin ihre narzisstischen Triebe ausleben. Der übermäßige Alkoholkonsum kehrt ebenjene Seite dieser Menschen umso stärker hervor.

Und nur wenige Dinge nerven so sehr, wie besoffene Selbstdarsteller – sogar, wenn Sie nur im digitalen Äther ihr Unwesen treiben.

Im Viertelstundentakt wird die Außenwelt in Kenntnis gehalten über Ort und Art des Trinkens. Am Anfang vielleicht noch amüsant, ist dieses Gebaren ab dem vierten oder fünften Posting, Drink, Bar nur noch belästigend. Dann lieber das alte Diktum vom Genießen & Schweigen.

4) Hindernisse überwinden

Kommen wir noch einmal zum Spieltrieb. Diesmal gepaart mit dem zumeist männlichen Hang nach Angeberei. Da wird, nach dem achten oder neunten Gin & Tonic, aus dem Abstand zwischen zwei Parkbänken oder aus der Höhe einer Hecke schnell eine implizit aufgefasste Herausforderung an die Trinkgemeinschaft, diese Hindernisse mannhaft elegant zu überwinden.

Selbst dann, wenn sie gar nicht im „eigentlichen“ Wege sind. Aus dem edlen Vorsatz „höher, schneller, weiter“ wird in der Realität dann allerdings rasch ein „blutiger, geschwollener, zerkratzter“. Der vernebelte Geist schätzt den Abstand oder die Höhe falsch ein, schon schlagen Bank, Hecke oder das metallene Denkmal mit entschlossener Härte zurück.

Einziger Grund, der für derartigen Blödsinn spricht, ist die unfassbar stoische Lockerheit des Unfallchirurgie-Personals, die jeder einmal erlebt haben sollte.

5) Dem Bartender auf die Nerven gehen

Lieblingstätigkeit betrunkener Herren fortgeschrittenen Alters: den Bartender mit ungebetenen Fachvorträgen über Warenkunde zur Weißglut treiben. Die armen Teufel meinen das ja überhaupt nicht böse, aber der Suff macht sie alle zu Fachleuten, die ihr Halbwissen teilen müssen.

Wie war das noch mit den 80 Millionen Bundestrainern? Es gibt – zumindest wenn Deutschland betrunken ist – fast ebenso viele Spirituosenexperten.

Also denken Sie vielleicht beim nächsten Barbesuch rechtzeitig daran, das heißt, bevor Sie sich das letzte Licht ausknipsen: der Bartender weiß auch ohne Sie, was Scotch ist. Und, ja, er ist sich der Tatsache bewusst, dass eine Margarita nur mit Salzrand klassisch ist. Im Gegensatz zu Ihnen weiß er das auch morgen früh noch.

Photo credit: Foto via Shutterstock

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