Zwei Sieger im Mixology Taste Forum Blended Scotch

Drinks 20.6.2015

Es muss nicht immer Single Malt sein. Johnnie Walker Black Label und Whyte & Mackay Special sind die Sieger dieser Ausgabe.  Das MIXOLOGY TASTE FORUM stellt fest, dass auch unter den Blends wahrliche Schätze warten.

Zum ersten Mal teilen sich in einem MIXOLOGY TASTE FORUM zwei Produkte gemeinsam den ersten Platz. So unwahrscheinliche es auch wirken mang, haben doch zwei Marken mit exakt der selben Punktzahl abgeschlossen: mit Johnny Walker Black Label und dem Whyte & Mackay Special Blend präsentiert sich erstmals eine Doppelspitze — aber was für eine!

Eine deutliche Doppelspitze

Auf stolze 95 Punkte kommen die beiden schottischen Blends in der Blindverkostung durch unsere Expertenrunde, womit ganz klar das Prädikat „Excellent“ erreicht wird. Und während zwei Whiskies sich die Spitze teilen, liegt mit ganzen neun Punkten ein solch großer Unterschied zwischen den beiden führenden und dem Nächstplatzierten wie noch in keiner Auflage des MTF zuvor.

Blended Scotch steht unter Kennern stets ein wenig im Schatten seines „erwachseneren“ Bruders, dem Single Malt — doch völlig zu Unrecht. Denn gleichzeitig ist Blended Scotch die mit Abstand meist verkaufte Whisky-Sorte weltweit, außerdem ist sie nach wie vor das Mittel der Wahl, wenn an der Bar mit schottischem Whisky gemixt werden muss. Mit den beiden prämierten Abfüllungen gehen nicht nur zwei hochwertige und verdiente, sondern gleichfalls sehr unterschiedliche Sieger aus dem vierten großen MIXOLOGY TASTE FORUM hervor, die durch ihre Verschiedenheit sehr anschaulich die Vielfalt und Weite der Kategorie illustrieren.

Klassik & Moderne nebeneinander

Johnny Walker Black Label, bereits seit Längerem Teil des britischen Diageo-Konzerns, gehört zu den großen Klassikern des Segments. Der junge John Walker war es gar einst, der sich als erster am Blending von Malt Whisky mit einfachem Grain Whisky versuchte, um so den schweren schottischen Bränden etwas mehr Leichtigkeit einzuhauchen. Etwas ausgereifter und feiner als der Red Label — das eigentliche Flaggschiff des Hauses — kommt der Black Label mit mindestens 12 Jahre lang gelagerten Einzeldestillaten in die Flasche und ins Glas. Er besticht mit typischen Noten: balancierte, elegante Rauchnote in der Nase, leichte Süße von Karamell und Malz sowie ein trockenes, würziges Finish.

Der Whyte & Mackay hingegen, in Deutschland vertrieben durch der Hamburger Borco Marken-Import, zeigt eindrucksvoll die versierte Arbeit mit verschiedenen Fässern. Im „Double Marriage“-Verfahren durchlaufen die Destillate ein mehrstufiges System aus Eichenfässern und solchen, in denen vormals Sherry gereift wurde. Das Resultat ist eine frischer, zugänglicher, aber komplexer Blend mit Tönen von Toffee, Honig und reifen Zitrusfrüchten, untermalt von einer guten Portion Dörrobst.

Viel Leistung, wenig Preis

Besonders der Whyte & Mackay punktet überdies durch einen geradezu niedrigen Preis von ca. 15 € für die 0,7l-Standardflasche. Aber auch der „schwarze“ Johnny Walker liegt mit rund 25 € im durchaus durchschnittlichen Bereich — beide Blends empfehlen sich somit auch preislich als lupenreine Allrounder. Darauf vielleicht einen Rob Roy oder Blood & Sand?

Den kompletten Artikel von Peter Eichhorn sowie die gesamte Rangliste des MIXOLOGY TASTE FORUM Blended Scotch finden Sie in der aktuellen Ausgabe 3/2015 des MIXOLOGY MAGAZIN. Informationen zum Abonnement gibt es hier.

Photo credit: Schottland und Whisky via Shutterstock. Postproduktion: Tim Klöcker.

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