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Essen und Trinken als Event

Street Food Events bahnen sich ihren Weg durch die Republik und zelebrieren das gemeinsame Schlemmen als Pop-Event. Egal ob als Pop-up Restaurant, Kitchen-Surfing oder Craft-Beer-Event inmitten von antiker Industrie: Essen und Trinken ist ein angesagtes Lifestylethema.
„Soll es Amaro, X-Pro II oder Lo-Fi sein?“ Was sich anhört wie eine Bestellung in einer Craft- Beer-Bar, ist eine Entscheidung, die allzu oft in Verbindung mit Essen und Trinken steht: Dem Auswählen des perfekten Instagramm-Filters, um das Erlebnis „Food- und Drinkporn“ digital erlebbar zu machen. Realer erleben kann man dies auf den boomenden Street-Food-Partys, die für viele eine nächste Entwicklungsstufe des Feierns sehen, vor allem in der Party-Hochburg Berlin. Wie der nomyblog bereits berichtete, kann man sich aufgrund des Angebotes theoretisch von Donnerstag bis Sonntag durchessen. Sei es der Street-Food- Thursday, der Village Market oder bei der im Oktober stattfindenden Berlin Food Week.
Der Esstisch und Bartresen als soziales Lagerfeuer
Essen und Trinken zu einer Eventveranstaltung zu kreieren, hat seine Ursprünge in der boomenden DJ-Szene der späten Neunziger, in der die Partys ihren Einfluss auf Off-Locations erweiterten und somit Einzug in die Gastronomie nahmen. Inzwischen erobert sich diese solche Räume zurück, wie zum Beispiel beim nicht mehr existenten Cookies, das zwar schon vor Jahren das vegetarische Cookies Cream eröffnete, jedoch seinen 20 Jahre alten Club zu Gunsten eines neuen Restaurantkonzeptes schließt. Essen und DJs passen jedoch nach wie vor gut zusammen, sei es auf kultischen Veranstaltungen wie Burgers & Hip Hop im Prince Charles oder dem gemeinsamen Verstampfen von 500 Kilo Sauerkraut zu Beats in der Markthalle Neun.
Schön zu sehen ist dabei, dass auch im flüssigen Bereich eine Verschiebung zu Events stattfindet, die den Kreis von eingeweihten Kennern verlässt und einer breiteren Masse zugänglich wird. Sei es durch die Veranstaltungspremieren wie Braufesten in Friedrichshain oder der globalen Huldigung an einen Aperitifklassiker, gemeinsam schlemmt es sich besser. Was in Ländern wie Frankreich, Italien oder der Türkei schon gängig ist, hält nun auch in Deutschland wieder Einkehr, der Esstisch oder der Bartresen als soziales Lagerfeuer. Wer sich dem Thema Streetfoodpartys, Schnippeldiskos und anderen Esstivitäten näher widmen möchte, dem sei der Onlineartikel von Jan-Peter Wulf und Ji-Hun Kim auf dem Lifestyle Blog „Das Filter“ nahe gelegt.
 

Credits

Foto: Mann und Frau via Shutterstock

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