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Himbeeren aus Süddeutschland, Faudes feinster Sirup

Ein Clover Club mit frischen Himbeeren, ein Drink mit Geschichte der sowohl versierte Bargänger, als auch den gelegentlichen Gast begeistern dürfte. Leider ist die Zeit der frischen Himbeeren aus der Region für dieses Jahr vorbei und damit auch die Zeit des Clover Club.
Denn eine Alternative zu frischen Produkten lässt der moderne Barmann nicht gelten. Klassische Cocktails, saisonale und frische Früchte aus der Region und Sirups kommen, wenn überhaupt, nur vereinzelt und natürlich hausgemacht an den Mixposten. Oder geht das auch anders?
Der feine Unterschied
Florian Faude hat sich in den letzten Jahren mit einer Vielzahl an Produkten einen Namen gemacht. Brände und Obstgeiste sind mehrfach ausgezeichnet und zur Made in GSA-Competition 2014 waren Himbeergeist und Rhabarberlikör bei den Bewerbern ausgesprochen beliebt.
Neben den Bränden und Likören wird das Portfolio im Familienbetrieb derzeit um Faudes feinste Säfte erweitert. Unter dieser Überschrift versammelt man sowohl Säfte als auch die produzierten Sirups.
Bisher waren es der Rhabarbersaft und der Holunderblütensirup. Im Sommer 2013 wurde dann das Projekt Himbeersirup gestartet.
Wie bei den anderen Produkten aus dem Hause Faude, wird auch beim Himbeersirup sehr viel Wert darauf gelegt, dass die Rohstoffe aus der möglichst nahen Umgebung stammen. Alexander Faude, Bruder des Produzenten Florian Faude, und ebenfalls im Betrieb involviert, fasst die Prinzipien in klare Worte: „Wir verwenden ausschließlich frische Früchte. Handverlesene Himbeeren, die gepresst werden und deren frischen Saft wir zu unserem Sirup verarbeiten. Keine Konzentrate, keine aromatischen Zusätze, nur der Geschmack der Frucht.“
Für den Sirup wird der gewonnene Saft mit Zucker versetzt und im nächsten Schritt der Geschmack mittels Zitronensäure eingestellt. „Wir wollten nicht nur Himbeergeschmack mit einer überbordenden Süße, sondern auch die Säure, die die eigentliche Frucht ja auch hat, mit einbringen. Ein minimaler Anteil an Ascorbinsäure sorgt für die Stabilität des Produkts.“
Der anstrengendste Teil der Produktion ist dabei die Pressung der Früchte. Wer ansonsten mit frischen Früchten arbeitet, kennt das Problem mit Himbeeren. Spätestens beim Finestrain ist Geduld gefragt. Die gleiche Problematik stellt sich bei der Verarbeitung zu Sirup, auch im größeren Stil. „Das Abpressen der Himbeeren ist sehr arbeitsintensiv, um nicht zu sagen, eine elende Sauerei“, so die ehrliche Beschreibung von Alexander Faude.
Und der Geschmack
Im Ergebnis steht dann ein Sirup, dem man die frische Frucht deutlich anmerkt. Als naturtrüb deklariert, hat der Sirup dennoch eine sehr klare Farbe. Laut Information von Alexander Faude wird der Sirup natürlich filtriert: „Da aber durch den Feinfilter immer noch kleinere Schwebstoffe gelangen können, haben wir diesen Hinweis mit auf die Flasche gegeben.“
Im Geschmack ist der Sirup die volle Himbeere. Angenehm süß, volles Fruchtaroma und eine feine Säure. Ein Sirup prädestiniert dafür, dem Clover Club Cocktail durch die kalte Jahreszeit zu helfen. Der Preis ist sicherlich kein Sonderangebot, aber neben dem Sirup bekommt man die Sicherheit die Essenz der Frucht zu erhalten, ohne künstliche Zusätze.

Credits

Foto: Himbeere via Shutterstock

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