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FÜNF! Drinks für einen Abend

Wir sprachen bereits über FÜNF! Negroni Variationen, FÜNF! neue deutsche Gins und nun haben wir uns nichts Geringeres vorgenommen als einen gesamten Abend zu gestalten. Wir leiten ein mit einem Aperitiv und lassen vom Martinez und Boulevadier den Abend moderieren. Unsere Empfehlung für die besten Begleiter in der heutigen FÜNF!.

Der Abend beginnt. Vielleicht eine Verabredung, man geht in ein Restaurant. Das Gegenüber mag ein Vielversprechendes sein und begleitet wird der Abend von verschiedenen Drinks für die unterschiedlichen Phasen. Ein leichter Beginn, ein würziges Ende. Wir haben uns die Freiheit genommen, eine Karte zusammen zu stellen und geben Anhaltspunkte für die flüssige Navigation durch die Nacht.

Das Folgende sei natürlich mit dem Hinweis versehen, dass viel Wasser viel hilft und mit fortgeschrittener Stunde die Cocktails klar und von nur einer Spirituose definiert sein sollten. Je später desto reduzierter ist das Motto.

Aber zurück zum Anfang. Den ersten Schritt in den Abend tun wir mit dem klassischen

1) Aperitif.

In Nord-Italien ist mit dem Begriff Aperitivo umfassender ein von Essen und Getränken begleitetes Treffen mit Freunden gemeint. Laut Stevan Paul war die Aperitif- und Digestifkultur bis vor einigen Jahren in Deutschland und Österreich noch nicht verbreitet und Spirituosen zum Essen leider eher nebensächlich. Das wandelt sich jedoch, sei gesagt.
Als leichten und klassischen Beginn um einzustimmen und aufzutauen raten wir zu einem Martinez.

Martinez (adaptiert nach Jerry Thomas, Bar-Tenders Guide, 1887)

3 cl Gin oder Oude Genever
6 cl roter Wermut
1 BL Maraschino
2 Dash Angostura Bitter
Glas: Cocktailglas
Garnitur: Zitronenzeste
Zubereitung: Alle Zutaten auf Eiswürfeln verrühren und in vorgekühltes Gästeglas abseihen. Mit Zitronenzeste abspritzen.

Es wird aufgetischt und so geht es weiter mit den

2) Dinner Cocktails.

Wem das nicht zusagt, dem sei zu einem Barley Wine geraten. Eine starke Alesorte mit rund 7% bis 13 % Vol. Alkoholgehalt. Kräftig. Der Klassiker zum Hauptgang ist Wein, aber  es geht auch anders. Im The Guardian ignoriert man die Wein-Karte zugunsten der Cocktailauswahl. Im Gillray’s in London rät man zum Steak einen Gin-basierenden Drink. “Wacholder und Rind passen geschmacklich vorzüglich zusammen”, gibt die Barmanagerin Karina Elias an.

Das Dessert wird abgetragen, wir machen weiter mit dem

3) Digestif.

Klassisch und bitter klingt der Abend im Restaurant aus. Wir empfehlen einen Boulevadier oder ein Vieux Carré.

Boulevardier
2 cl Bourbon (oder Rye)
2 cl Campari
2 cl süßer Wermut
Glas: Tumbler
Garnitur: Orangen- und Zitronenzeste
Zubereitung: Alle Zutaten ins Gästeglas auf Eiswürfel geben und gut umrühren.

Wir verlassen den Tisch und bewegen uns gen Bar. Und damit zum

4) Hauptdrink des Abends.

Die Spirituose ist nun im Zentrum und es darf stärker werden. Für ihn einen Rum Old Fashioned mit Chocolate Bitters und für sie einen Dark and Stormy.

Der letzte und damit fünfte des Abends ist der

5) Absacker.

Der letzte Drink des Abends sollte entweder ein Cocktail mit möglichst wenigen Bestandteilen sein oder aber die Spirituose pur genossen. Wir entscheiden uns für den Mezcal. Naren Young rät zum Elote von Vago, dieser wird mit geröstetem Mais (span.: Elote) destilliert oder einem von Del Maguey. Wer noch eine Erinnerung an den Abend behalten möchte, kann sich aber auch mit einem Bier, vorzugsweise einem India Pale Ale, begnügen. Hopfig, kräftig, deftig.

Credits

Foto: Dominostein via Shutterstock

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