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FÜNF! Made in GSA-Drinks 2015

Wer sagt, dass nur der Siegerdrink fantastisch ist? Am Montag gewann Alexander Mayer mit seinem Drink „Cowbell“ die diesjährige Made in GSA Competition.Doch auch die Drinks der Plätze hinter ihm müssen sich wahrlich nicht verstecken. Vorhang auf für die FÜNF! Made in GSA-Cocktails 2015 auf den Plätzen zwei bis sechs.

 

Warum sich nur auf den Sieger oder die Top Drei beschränken? Wer sich mit Cocktail-Competitions etwas auskennt, der weiß, dass die punktemäßigen Unterschiede zwischen Siegertreppchen und Mittelfeld häufig alles andere als deutlich sind. Oft liegen nur wenige Punkte oder gar deren Bruchteile zwischen einzelnen Teilnehmern. Was der Formel 1 die Tausendstelsekunde ist, dem Fußball das Tor in der Nachspielzeit — in Cocktailwettbewerben ist es vielleicht der geringe Punktabzug bei der Technik oder der Sauberkeit, der das Endergebnis schmälert. Und da wir die vielen wunderbaren Rezepte der Made in GSA Competition zumindest nicht komplett verschweigen möchten, gibt es heute die Drinks der Plätze zwei bis sechs. Shaker und Rührglas zur Hand? Dann los!
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Jan Jehli Stephan Körner Erwin Bröker Markus Weller Torsten Spuhn

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1) Quitten Salbei Smash (Erwin Bröker / Steigenberger Hotel, Bad Pyrmont)

Der Drink von Erwin Bröker zeigt, wie einfach es sein kann: nur vier Zutaten — keine davon schwierig zu bekommen — braucht er für seinen sommerlichen Smash auf Basis von Quittenbrand. Das Fruchtgelée unterstreicht die Steinobstnoten mit etwas Süße, während der Salbei für Frische und würzige Tiefe sorgt. Auch der Verjus verleiht zusätzliche Komplexität.

50 ml Humbel Quittenbrand No. 12
3 BL Quittengelée
25 ml Verjus
4 Salbeiblätter

Glas: Tumbler
Garnitur: Salbeiblatt, Weintrauben & Jasminblüte
Zubereitung: Den Salbei im Shaker zerdrücken und die restlichen Zutaten hinzufügen. Kräftig auf Eis schütteln und doppelt auf eine Eiskugel ins vorgekühlte Glas abseihen.

2) Green Heart (Markus Weller / The Westin, Leipzig)

Als Ausdruck seiner Thüringischen Herkunft stellt Markus Weller seinen Contest-Cocktail dar: die geklaute Birne vom Nachbarn, herbwürziger Rauke aus Großmutters Garten, hausgemachte Butterkekse und der Geschmack unreifer Weinbeeren — denn auch Weller verarbeitet Verjus. Das Ergebnis — ein weiterer Smash — ist ein komplexer Cocktail mit aufregender Farbgebung und aromatischer Vielfalt. Ganz sicher auch jenseits von Thüringen!

40 ml Lantenhammer Roter Williams Christ-Brand
20 ml Riesling-Verjus vom Weingut Kögler
10 Tropfen KSR Sexy Bitters
10 ml gesalzener Butter-Karamellsirup von Les Temps des Mets
8 Blatt Rauke

Glas: Tumbler
Garnitur: Zitronenzeste
Zubereitung: den Rauke im Shaker zerdrücken und die restlichen Zutaten hinzufügen. Kräftig auf Eis schütteln und doppelt auf Eiswürfel ins vorgekühlte Glas abseihen. Mit den Ölen der Zitronenzeste parfümieren.

3) Treasure Hunter (Flush) (Torsten Spuhn / Modern Masters, Erfurt)

Für Torsten Spuhn, den mit allen Wassern gewaschenen deutschen Wettbewerbs-Titan und Made in GSA-Sieger von 2013, hieß es in diesem Jahr leider: knapp am Treppchen vorüber geschrammt. Dennoch liefert der „Modern Master“ Spuhn erneut einen formidablen Drink mit den von ihm so geliebten Tee- und Sherry-Aromen ab. Als einziger Teilnehmer verwendet Spuhn übrigens gleich zwei Obstdestillate, die er mit Verbena-Tee eine vielschichtige Liaison eingehen lässt.

40 ml Ferdinand’s Saar Quince Gin
20 ml Jägermeister Winterkräuter
10 ml Faude Feine Brände Mirabelle
20 ml Lustau East India Solera Sherry
25 ml Ronnefeldt Verbena-Tee (sehr stark, 2 Beutel auf eine Tasse)
1 Stück Zitronenschale

Glas: Tumbler
Garnitur: Zitronenspirale & Rotes Shiso-Blatt
Zubereitung: Alle Zutaten ins Rührglas geben und mit viel Eiswürfeln gründlich kaltrühren. Auf eine Eiskugel ins vorgekühlte Glas abseihen und mit den Ölen aus der Zitronenschale parfümieren. Diese danach wegwerfen und den Drink garnieren.

2) Nachtkönig (Stephan Körner / Breidenbacher Hof, Düsseldorf)

Obwohl sein Drink durch den Namen einen geradezu „dunklen“ Anstrich erhält, dürfte sich die Competition für den Düsseldorfer Bartender alles andere als nächtlich-trist angefühlt haben. Und auch der Cocktail selbst spricht eine frische, wenn man so will „helle“ Sprache: Waldhimbeerlikör und frische Himbeeren, krautiger roter Wermut und etwas Zucker — all das auf der komplexen Basis eines gereiften, charaktervollen Weinbrands, der die nötige Tiefe einbringt. Und als wäre das noch nicht genug, auch noch präsentiert mit einem alles andere als holprigen Gedicht über den Drink. Zum Wohl!

40 ml Asbach Privatbrand 8 Jahre
20 ml Belsazar Vermouth Red
15 ml Lantenhammer Waldhimbeerlikör
5 frische, reife Himbeeren
2 BL feiner weißer Zucker

Glas: Tumbler
Garnitur: 2 Himbeeren, gefüllt mit Peta Crispy
Zubereitung: die Himbeeren mit dem Zucker im Shaker zerdrücken und die restlichen Zutaten hinzugeben. Kräftig auf Eis schütteln und doppelt auf Eiswürfel ins vorgekühlte Glas abseihen. Die gefüllten Himbeeren auf einer kleinen Schieferplatte anrichten und diese auf das Glas legen.

1) Schwarzwald Säuerling (Jan Jehli / The Parlour, Frankfurt am Main)

Der trotz seiner jungen Jahre schon erfahrene Bartender und Wettbewerbs-Teilnehmer aus dem Schwarzwald ist mittlerweile nach Stationen u.a. in der Schweiz in der Frankfurter Spitzenbar The Parlour angekommen. Für seinen Drink bei der Made in GSA Competition 2015 ging Jehli aber wieder auf die Suche nach den Aromen seiner Heimat: heimischer Gin, ätherischer Fichtensprossengeist, die scheinbare Trendzutat Verjus und Apfeldicksaft als Süßungsmittel. Alles aufgefizzt mit einem Spritzer Schwarzwälder Mineralwasser, serviert auf Steinen. Ein fulminanter Drink!

40 ml Monkey 47
10 ml Faude Feine Brände Fichtensprossengeist
20 ml Verjus Royal
10 ml Beutelsbacher Apfeldicksaft
30 ml Griesbacher First Class Mineralwasser Classic

Glas: Tumbler
Garnitur: Geflämmter Fichtenspan & Sauerampferblatt
Zubereitung: Alle Zutaten außer dem Mineralwasser in den Shaker geben und auf Eiswürfeln kräftig schütteln. Das vorgekühlte Glas mit gekühlten Kieselsteinen füllen und das Mineralwasser dazugeben. Den fertigen Drink doppelt darauf abseihen und vorsichtig umrühren. Das Sauerampferblatt über den Glasrand reiben und den Drink garnieren.

Credits

Foto: Alle Fotos via Katja Hiendlmayer

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