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FÜNF! Mittel gegen den Kater

Na, gestern nach der Schicht noch feiern gewesen? Der feuchtfröhliche Abend mit Freunden ist ein ziemlich zweischneidiges Schwert. Einerseits wahnsinnig lustig, laut und mit Hilfe jeder Menge Drinks auch dazu geeignet, bis in die frühen Morgenstunden verlängert zu werden.
Aber dann kommt er eben doch: der Kater, Katzenjammer, Hangover oder wie man das Leid nach der Freude eben bezeichnen will. Ein Lügner, wer von sich behauptet, noch nie einen saftigen Kater erlebt zu haben, zumal unter Bartendern. Um das Übel nach dem Gelage ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden, die allesamt Linderung verheißen wollen. Hilft aber irgendetwas unter Garantie? Das kann wohl niemand sagen, aber unsere FÜNF! dieser Woche versammelt die redaktionsinternen Lieblinge der Hangover-Kur. Im wahrsten Sinne des Wortes: zum Wohl!
1) Wasser Trinken
Alkohol, oder besser gesagt dessen Abbau, entzieht dem Körper große Mengen Wasser. Noch präziser ausgedrückt, entzieht er ihm sogar mehr Flüssigkeit, als dem Organismus in Form von Drinks zugeführt wird. Die folglich damit einhergehende Dehydration des Körpers ist in erster Linie verantwortlich für den manchmal grässlichen Kopfschmerz nach einem wilden Abend. Wer dran denkt, trinkt bereits während der Sauftour gelegentlich mal ein Glas Wasser. Spätestens vor dem Schlafengehen sollte noch eine möglichst große Menge Mineralwasser getrunken werden (wenn der Magen nichts dagegen hat!). Vergisst man auch das, heißt es am nächsten Morgen: Wasser marsch! Und zwar in kleinen Schlucken, aber rauhen Mengen. Auf alles andere kann der geschundene Leib erst einmal verzichten. Aber nicht auf Wasser. Übrigens wirken auch die meisten Schmerzmittel, vor allem Aspirin, nur bei ausreichender Hydration des Körpers. Das simple Glas Wasser ist also allererste Katerpriorität.
2) Kein übertriebenes Leid
Zuviel, viel zu viel getrunken und jetzt geht es Ihnen hundeelend? Ganz im Ernst: selbst Schuld! Sie sind (im Idealfall) erwachsen und wissen von vornherein, worauf sie sich da einlassen. Also stellen Sie sich bitte nicht so an, ja? Machen Sie nicht den Fehler, sich den ganzen Tag einzuigeln und sich in Ihrem Leid zu suhlen. Wenn Sie ausreichend Wasser und möglicherweise sogar etwas feste Nahrung zu sich genommen haben, sollten Sie ihrem Körper Gelegenheit geben, in Wallung zu kommen und diese Stoffe zu verwerten. Bleiben Sie also geistig oder körperlich irgendwie in Bewegung. Keiner wird jetzt von Ihnen verlangen, ihre Steuererklärung zu machen oder einen Marathon zu laufen, aber ein kleiner Spaziergang (und dabei bloß nicht rauchen!) kann Wunder wirken. Das Zusammenwirken aus frischer Luft und Bewegung ist keine Bauernweisheit, es hilft garantiert. Oh, es ist ein Werktag und sie müssen um 9 Uhr im Büro sein? Na, dann viel Spaß!
3) Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben: die Bloody Mary
Der vielleicht beste Teil des Katerfrühstücks. Wer sich nicht mit starkem Kaffee, Eiern und Speck begnügen mag und außerdem zu den mutigeren Gesellen gehört, der macht sich eine Bloody Mary. Sicher, das ist etwas für Fortgeschrittene, aber manche schwören auf die pikante alte Dame.
Bloody Mary (FÜNF!-Version)
4-5 cl Vodka oder Gin (mehr muss wirklich nicht sein)
1-2 cl frischer Zitronen- oder Limettensaft (nicht da? Dann müssen sie es mit Balsamico versuchen)
etwas frisch gemahlener Pfeffer
Meersalzflocken oder Selleriesalz
3 Dashes Worcestershire Sauce
viel Tabasco, Cayennepfeffer, Chiliflocken, geriebener Meerrettich, Wasabi, oder irgendetwas anderes Scharfes, das dazu führt, das Sie ordentlich wach werden
15 cl Tomatensaft (gibt es auch im gutsortierten Späti oder an vernünftigen Tankstellen)
In irgendeinem Glas mischen, mit Eiswürfeln auffüllen und gründlich kaltrühren.
Garnitur: keine, der Drink soll jetzt nur helfen, nicht gut aussehen. Oder wollen Sie in Ihrem Zustand ernsthaft versuchen, eine Selleriestange zuzuschneiden oder einen Rauchsalzrand ans Glas zu bekommen?
Durch die erneute Zufuhr von Alkohol wird angeblich der so schmerzende Abbauprozess im Körper unterbunden. Zitrone und Tomatensaft führen Vitamine zu. Trotzdem sollte auch die Bloody Mary stets von einem großen Glas Wasser begleitet werden. Das Salz wiederum gleicht mineralische Defizite im Blutkreislauf aus und die restlichen Gewürze geben einfach das Gefühl, dem Körper etwas Deftiges zuzuführen. Das ist Ihnen noch nicht hartgesotten genug? Dann machen Sie sich eben eine Prarie Oyster. Aber auf eigene Gefahr…
4) Hilft alles nicht? Also doch Aspirin
Wenn Katerfrühstück, Unmengen Wasser, Spaziergänge, Ablenkung, erneuter Alkoholgenuss und rohe Eier mit Essig nicht geholfen haben, greifen Sie lieber doch auf eine Aspirin zurück. Schließlich liegt noch ein ganzer Tag vor Ihnen. Der kleine weiße Helfer rühmt sich, seit Jahrzehnten für „etwas weniger Schmerz auf dieser Welt“ zu sorgen. Vielleicht waren seine Erfinder ja doch Bartender? Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) wirkt blutverdünnend, schmerzlindernd und entzündungshemmend. Aufgrund der verdünnenden, gerinnungshemmenden Wirkung sollte die Aspirin aber nur dann genommen werden, wenn keine offenen Wunden zu beklagen sind (wer weiß, was Sie letzte Nacht alles angestellt haben?).
Die Tablette hilft auch nicht? Hm…
5) Schlafen
Okay, pfeifen Sie auf den ganzen Quatsch mit der Bewegung, der frischen Luft und den Rühreiern. Vergessen Sie auch die Aspirin, Mineralstoffe, Vitamine und die Bloody Mary. Hat also alles nicht zu einer Besserung geführt? Sie haben es gestern Abend offenbar echt hart übertrieben, gell? Dann der letzte Tipp, falls Sie denn das Glück haben sollten, heute keine Termine wahrnehmen zu müssen: trinken Sie wenigstens ein Glas Wasser. Auf Ex! Die angebrochene Flasche nehmen Sie mit ins Schlafzimmer. Dort öffnen Sie das Fenster und ziehen die Vorhänge zu. Dann legen Sie sich wieder ins Bett, das mit Ihnen kann sich ja niemand ernstlich mit ansehen. Wenn Sie noch ein paar Stunden schlafen, hat Ihr Körper vielleicht die Möglichkeit, sich ein wenig zu regenerieren, ohne sein bisschen Kraft für ihr ostentatives Leid verschwenden zu müssen. Vielleicht haben sie dann ja wenigstens noch was vom Abend. Aber vergessen Sie bloß das Wasser nicht!!

Credits

Foto: Kater via Shutterstock

Comments (2)

  • Tom

    Vor dem Schlafen gehen ein großes Glas Wasser und eine Frubiase Sport darin auflösen und trinken. Das hat sich bewährt!

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  • Voda

    Klasse Beitrag!
    Was sehr gut hilft in dieser Reihenfolge:
    Mineralwasser
    Colabier (noch besser Bananenweizen)
    Tomatensalat mit ordentlich Pfeffer und Salz
    Orangentee
    Schlaf

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