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Was wir wieder trinken wollen: Blue Light on the Street aus dem Imperii

Eigentlich heißt unsere Rubrik „Fünf Signatures von der Barkarte“. Die Barkarten verstauben jedoch momentan in geschlossenen Bars. Und mit ihnen Drinks, die wir hoffentlich bald wieder trinken werden. Wie der „Blue Light on the Street“ aus dem Imperii in Leipzig. Hier vereinen sich Gin, Chartreuse und – tatsächlich – Blue Curaçao zu einem ausbalancierten Crusta.

„Wir haben auf jeder Karte einen Drink, der aussieht, als passe er gar nicht zu unserem Stil. Der aber aromatisch ein absolutes Brett ist“, eröffnet André Pintz die Erklärung, warum er sich bei der Vorstellung eines Signature Drinks von der Barkarte für den Blue Light on the Street entschieden hat.

Bisschen sperriger Name, bisschen sperrige Farbe. Aber genau das soll es auch sein. Der Blue Light on the Street soll und darf gerne etwas polarisieren.

Pokern mit dem blauen Cocktail

Im Moment sitzt André Pintz wie der Rest der deutschen Gastronomie auf Kohlen. Zu Hause. Als Bar-Restaurant – und solange es keine einheitliche Regelung gab – hatten der ehemalige Made-in-GSA-Sieger und sein Team auch teilweise noch länger geöffnet. Nach dem Shutdown hat man sich im Imperii aber gegen einen Cocktail-Lieferservice entschieden. Man nutzt die verordnete Corona-Schließung stattdessen vor allem dafür, um das führende Bar-Restaurant der sächsischen Metropole nach mittlerweile knapp fünf Jahren Bestehen zu renovieren und auf Vordermann zu bringen.

Auch die Frühlingskarte musste schon kurz nach ihrem Start wieder in den Schubladen verschwinden. „Auf unserer Karte gibt es immer jeweils vier Kategorien mit jeweils fünf Drinks, sowie drei alkoholfreie Cocktails. Der Blue Light on the Street ist ein Cocktail vom Pokerdeck-Menü“, so Pintz.

Blue Light on the Street

Zutaten

5 cl Gin (Sipsmith)
0,5 cl Chartreuse verte
0,5 cl Blue Curaçao
0,5 cl Zuckersirup
2,5 cl Soda

Gin, Chartreuse und Blue Curaçao

Da ist es stimmig, dass der Drink auf der Karte den Zusatz „Las Vegas bei Nacht“ trägt, als Anspielung auf die Zocker-Metropole. In seiner DNA ist der Blue Light on the Street die Abwandlung eines klassischen Crusta Cocktails. Seine Zutaten: Gin, grüne Chartreuse, Zucker, Blue Curaçao, Soda.

„Das Glas sieht dabei ein wenig aus, als sei es mit dem Zucker lediglich beworfen.“ Die Süßquellen wiederum werden dabei mit jeweils 0,5 cl nur sehr dezent eingesetzt und schubsen die 5 cl des kräftigen, klassischen Gins (in diesem Fall Sipsmith) nur dezent in eine herbal-süßliche Richtung. Das Soda-Topping sorgt für die entscheidende Frische.

„Der Cocktail ist einfach gehalten und geht zurück zu den Basics“, definiert André Pintz. „Durch den Hauch Blue Curaçao und dem Orangenaroma ist der Drink aromatisch aber absolut auf den Punkt.“

Eine Frage der Täuschung

Bleibt die Frage zur Farbe. Schließlich könnte es auch gewöhnliches Curaçao sein, warum denn die blaue Variante? Auch das kommt nicht von ungefähr. „Blaue Drinks sind etwas verpönt, aber das hat uns dazu veranlasst, auf jede Karte einen blauen Drink zu setzen. Das Motto dahinter: Man sollte sich nicht täuschen lassen und einen Drink nicht auf das Aussehen reduzieren. Die Balance steht im Vordergrund.“

Und wir hoffen, dass sich auch bald wieder Gäste vor Ort im Imperii von dieser optischen Täuschung überzeugen lassen können.

Credits

Foto: Imperii

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