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Munich Mule Cocktail

Gin Gin Mule. Ein Maulesel vom Big Apple.

Der Gin Gin Mule Cocktail vereint die beiden Trendprodukte Gin und Ginger Beer. Dieser Publikumsliebling stammt aus der New Yorker Pegu Club Bar und eroberte innerhalb weniger Jahre die Tresen der Welt. Wir erklären Entstehung und Zubereitung.

Was Audrey Saunders in den Shaker gibt, wird zu Gold. Die Barfrau lernte ihr Handwerk beim legendären US-Barmann Dale DeGroff. In ihrer 2005 eröffneten Bar Pegu Club werden Cocktailklassiker und Neukreationen in Perfektion zelebriert. Aus ihrem Rührglas entspringt auch der Erfolgs-Cocktail Gin Gin Mule.

Und wie so häufig bei erfolgreichen Werken, hat Audrey Saunders für den Gin Gin Mule nicht die Welt neu erfunden. Denn, wie der Name schon sagt, veränderte sie einfach das Grundrezept eines Gin Mules um eine weitere populäre Zutat: Minze.

Ein Gin Mule um Minze ergänzt

Minze, Zuckersirup und frischer Limettensaft werden für den Gin Gin Mule nach Art eines Smash vermischt. Danach kommt wie bei einem Moscow Mule oder eben Gin Mule das Ginger Beer zum Einsatz. Und das etwas dosierter als es beim simplen Longdrink der Fall ist. Entsprechend wählte Saunders ein Highball-Glas, eine Art kleines Longdrink-Glas.

Und wie kommt der Cocktail zu seinem Namen?

Das doppelte „Gin“ im Namen leitet sich aus der Kombination von Gin und Ginger Beer ab. Der erfrischende Cocktail wird somit zur idealen Alternative für Barflys, die zwar einen Moscow Mule mögen, anstelle des Vodkas aber Gin bevorzugen. Der Allzeitliebling Minze sorgt dabei zusätzlich für angenehme frische Noten und der Schuss Limettensaft unterstützt die angenehme Würze des Ingwerlimonade.

Saunders arbeitet übrigens mit selbst gemachter Ingwerlimonade. Wer bei der Komposition des Cocktails ebenfalls auf selbst gemachtes Ginger Beer vertraut, sollte die Zubereitung ein wenig abwandeln.

So werden zwar trotzdem Minzeblätter, Limettensaft und Sirup zuerst gemuddelt und mit Eis und Gin geschüttelt, aufgefüllt wird in diesem Fall zum Schluss aber nicht mit Ginger Beer. Stattdessen wird selbst hergestellte scharfe Limonade bereits mit den anderen Zutaten im Shaker vermischt und der Drink nach dem Abseihen ins Glas mit einem Schuss Soda abgerundet.

Diese Adaption des Moscow Mule diente zudem als Vorlage für einen noch ingwerbetonteren Drink, den Gin Gin Gin Mule. Für das zusätzliche, dritte „Gin“, im Namen ist hier der Austausch von normalem Zuckersirup durch einen ingwerinfusionierten Zuckersirup verantwortlich. Sicherlich ein Hochgenuss für Ingwerenthusiasten.

 

Gin Gin Mule nach Audrey Saunders

1 ½ ounce (ca. 4,4 cl) Gin

3/4 ounce (ca. 2,2 cl) frisch gepresster Limettensaft

1 ounce (ca. 3 cl) Zuckersirup

1 ounce (ca. 3 cl) Ginger Beer

6-8 Blätter Minze

Glas: Highball

Garnitur: Minzzweig

Zubereitung:

  1. Minzeblätter, Limettensaft und Zuckersirup muddeln,
  2. Eiswürfel und Gin hinzugeben
  3. Shaker schliessen und rund 15 Sekunden (15 mal) kräftig shaken.
  4. Das vogekühlte Highball-Glas mit Eiswürfeln befüllen.
  5. Den Inhalt des Shakers doppelt durch ein Teesieb in Glas abseihen.
  6. Mit Ginger Beer auffüllen.
  7. Mit einem Minzzweig dekorieren.

Comments (3)

  • peter

    Gibts das nicht eigentlich schon und nennt sich „Munich-Mule“?

    reply
  • Hallo Peter,

    die Bar Pegu Club öffnete im Jahr 2005, der Gin Gin Mule wurde nur wenig später kreiert.

    Das „Mule-Revival“ im deutschsprachigen Raum ist hingegen noch recht jung. So richtig in Fahrt kam er es mit der um sich greifenden Popularität von Ginger Beer vor ca. zwei Jahren. Der von Dir genannte Munich Mule ist (soweit ich das nach denen im Internet kursierenden Rezepturen beurteilen kann) eine Pseudo-Innovation, wenn auch mit der doppelten „M“-Namensgebung eine recht charmante.

    Der Moscow Mule, der Drink, auf dem alle heutigen Mule-Rezepturen aufsetzen, wurde schon mit Gurke serviert, als die Münchner noch Swimming Pool tranken. Überspitzt formuliert.

    Darüber hinaus hat der Gin Gin Mule im Gegensatz zum Moscow Mule oder „Munich Mule“ von der Zubereitungsart her eindeutig Cocktail-Charakter. Der Original-Mule hingegen war eine intelligente Longdrink-Innovation.

    Siehe auch bereits erschienene Artikel hier auf MIXOLOGY ONLINE:

    https://mixology.eu/spirituosen/vodka/von-bartendern-fur-bartender-moscow-mule/

    https://mixology.eu/cocktails/klassik/moscow-mule-berlin/

    Prosit! HA

    reply

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