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Munich Mule Cocktail

Gin Gin Mule. Ein Maulesel vom Big Apple.

Was Audrey Saunders in den Shaker gibt, wird zu Gold. Die blonde Barfrau und Besitzerin des New Yorker Pegu Clubs lernte ihr Handwerk bei Dale DeGroff und gilt seit Jahren als Barkoryphäe. Aus ihrem Rührglas entspringt auch der Gin Gin Mule.

Die Temperaturen, dort wo wir Leben und Geld in Cocktails tauschen, schreiten unaufhörlich in Richtung Frühling und Sommer. Aus kleinen dunklen Kneipen zieht es die Geschöpfe der Nacht nun in Bars mit Terrassen und sommerlicher Atmosphäre. Und auch die Drinks dürfen erfrischender und etwas fruchtiger werden. Zeit für den Auftritt von Minze, Limetten, Gin und Ingwerbeer.

Diese Aromenkombination, zusammen mit ein wenig Zuckersirup, taufte Audrey Saunders Gin Gin Mule. Das zusätzliche „Gin“ im Namen leitet sich dabei aus der Kombination von Gin und Ginger Beer im eiswürfelgefüllten Highball-Glas ab. Der erfrischende Cocktail wird somit zur idealen Alternative für Barflys, die zwar einen Moscow Mule mögen, anstelle des Vodkas aber Gin bevorzugen. Der Allzeitliebling Minze sorgt dabei zusätzlich für angenehme frische Noten und der Schuss Limettensaft unterstützt die angenehme Würze des Ingwerbeers.

Saunders arbeitet dabei mit selbst gemachtem Ingwerbeer. Wer bei der Komposition des Cocktails ebenfalls auf selbst gemachtes Ingwerbeer vertraut, sollte die Zubereitung ein wenig abwandeln. So werden zwar trotzdem Minzeblätter, Limettensaft und Sirup zuerst gemuddelt und mit Eis und Gin geshaked, aufgefüllt wird in diesem Fall zum Schluss aber nicht mit Gingerbeer. Stattdessen wird selbst hergestellte scharfe Limonade bereits mit den anderen Zutaten im Shaker vermischt und der Drink nach dem Abseihen ins Glas mit einem Schuss Soda abgerundet.

Diese Adaption des Moscow Mule diente zudem als Vorlage für einen noch ingwerbetonteren Drink, den Gin Gin Gin Mule. Für das zusätzliche, dritte „Gin“, im Namen ist hier der Austausch von normalem Zuckersirup durch einen ingwerinfusionierten Zuckersirup verantwortlich. Sicherlich ein Hochgenuss für Ingwerenthusiasten.

 

Gin Gin Mule nach Audrey Saunders

1 ½ ounce (ca. 4,4 cl) Gin  (z.B. Bombay oder Tanqueray)

3/4 ounce (ca. 2,2 cl) frischgepresster Limettensaft

1 ounce (ca. 3 cl) Zuckersirup

1 ounce (ca. 3 cl) Gingerbeer (z.B. Thomas Henry)

6-8 Blätter Minze

Glas: Highball

Garnitur: Minzzweig

Zubereitung: Minzeblätter, Limettensaft und Zuckersirup muddeln, den Gin hinzugeben und auf Eis shaken. In das mit Eiswürfeln befüllte Highball-Glas doppelt abseihen und Ingwerbeer auffüllen. Mit einem Minzzweig dekorieren.

 

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Cocktailian, das umfassende Handbuch der Bar für Profis, Einsteiger und Connaisseure entschlüsselt anhand von 13 Key Cocktails die Cocktail-DNA. Dieser erste Band der Cocktail-Enzyklopädie vermittelt auf 528 Seiten alles Wissenswerte rund um die Welt der Cocktails, von den wichtigsten klassischen Rezepturen bis zu den modernsten Arbeitstechniken.

Der zweite Teil der Cocktailian-Serie, “Cocktailian Rum & Cachaça” befasst sich mit der Geschichte und Herstellung von Zuckerrohrdestillaten und den daraus entstandenen Mischgetränken. An Cocktailian 1 und 2 haben neben dem Autoren-Trio Jens Hasenbein, Bastian Heuser und Helmut Adam führende internationale Bar- und Cocktailexperten wie Angus Winchester, Gary Regan, Ian Burrell, Jeff “Beachbum” Berry, Jared Brown und Anistatia Miller als Gastautoren mitgewirkt.

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Comments (3)

  • peter

    Gibts das nicht eigentlich schon und nennt sich “Munich-Mule”?

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  • Hallo Peter,

    die Bar Pegu Club öffnete im Jahr 2005, der Gin Gin Mule wurde nur wenig später kreiert.

    Das “Mule-Revival” im deutschsprachigen Raum ist hingegen noch recht jung. So richtig in Fahrt kam er es mit der um sich greifenden Popularität von Ginger Beer vor ca. zwei Jahren. Der von Dir genannte Munich Mule ist (soweit ich das nach denen im Internet kursierenden Rezepturen beurteilen kann) eine Pseudo-Innovation, wenn auch mit der doppelten “M”-Namensgebung eine recht charmante.

    Der Moscow Mule, der Drink, auf dem alle heutigen Mule-Rezepturen aufsetzen, wurde schon mit Gurke serviert, als die Münchner noch Swimming Pool tranken. Überspitzt formuliert.

    Darüber hinaus hat der Gin Gin Mule im Gegensatz zum Moscow Mule oder “Munich Mule” von der Zubereitungsart her eindeutig Cocktail-Charakter. Der Original-Mule hingegen war eine intelligente Longdrink-Innovation.

    Siehe auch bereits erschienene Artikel hier auf MIXOLOGY ONLINE:

    https://mixology.eu/spirituosen/vodka/von-bartendern-fur-bartender-moscow-mule/

    https://mixology.eu/cocktails/klassik/moscow-mule-berlin/

    Prosit! HA

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