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Starkoch Gordon Ramsay und die Strenge des Gesetzes in Quatar.

Dem Restaurant-Inhaber Gordon Ramsay wurde bei seiner Ankunft am Flughafen Doha eine Flasche Champagner der Marke Dom Pérignon von den Zollbeamten abgenommen.
Als einer von vier Küchenchefs Großbritanniens darf der gebürtige Schotte drei Michelin-Sterne sein Eigen nennen. Mit seinen Lokalitäten in den Vereinigten Staaten, Frankreich, Italien und in Katar verzeichnet der Sachbuch-Autor und Fernseh-Koch aus „Chef ohne Gnade“ oder „In Teufels Küche“ insgesamt sieben Michelin-Sterne. Der vierfache Vater reiste geschäftlich in die Wüstenstadt, um seine beiden Restaurants im St. Regis Hotel in Doha zu besuchen. Die Auswirkungen des streng reglementierten Alkoholkonsums, strikte Vorschriften bezüglich Einfuhr und Verkauf alkoholischer Getränke in den Golf-Staaten, hat der 47-jährige Star-Gastronom im Vorjahr selbst zu spüren bekommen. Ramsay musste sein Restaurant Maze auf der künstlichen Insel Pearl nordöstlich von Doha in Folge der Gesetzgebung schließen.
Rote Karte für Jubel, Trubel, Heiterkeit bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2022?
Zum World Cup rückt die Halbinsel am persisch-arabischen Golf in den Mittelpunkt der Welt. Fußball-Fans aller Nationen sind vor Ort, und Siege sollen gefeiert werden. Und das macht Ramsay bereits jetzt nachdenklich. Aber die Austragung der Weltmeisterschaft in Katar lässt Ramsay auch auf Veränderung hoffen: „Things will change. I’m pretty confident. As a nation, Katar is developing rapidly – but it’s a difficult scenario. I’m just trying to imagine an English fan celebrating with a Perrier”. In der Tat, englische – überhaupt alle Fans der Welt, die mit Tee oder Wasser feiern – eine absurde Vorstellung. Das Servieren und Konsumieren alkoholischer Getränke in der Öffentlichkeit ist nach Information der Botschaft des Staates Katar in Berlin verboten. Während in großen und internationalen Hotels Alkohol erlaubt ist, darf jener außerhalb dieser nur in lizensierten Restaurants und Bars verkauft werden. Aber auf Nachfrage heißt es, man arbeite an einem Szenario zur WM.
Es muss eben nur genügend Schwarzes Gold unter dem Sand liegen, dann bekommt man den Weltfußballverband Fifa zu den absurdesten Entscheidungen. Wann wird eigentlich mal eine WM in Tibet ausgetragen? Kicken in 5000 Metern Höhe, weil China das so will und ja ein riesen Markt ist.Zu der Handhabung der Feierlichkeiten äußert sich der Deutsche Fußballbund (DFB) derzeit nicht, denn zunächst steht die diesjährige WM in Brasilien an, und danach folgen Qualifikationsturniere. Wegen der sommerlichen Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius wird die Verlegung der Fußball-WM auf den Winter diskutiert. Andernfalls wäre das Anstoßen mit Perrier vielleicht gar keine schlechte Idee.
 
Wer sich mehr über Gordon Ramsays Zwischenfall informieren will, der kann hier den Artikel von Erika Widén nachlesen.
Bildquelle:

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