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Inventur am 13. Juli 2014

Stunden bevor Philip Lahm und die deutsche Nationalmannschaft den Weltpokal in den brasilianischen Himmel streckt, hier noch die wichtigsten Infos der Woche: Die Vielseitigkeit der deutschen Sprache in Bezug auf den Rausch, wie aus Jobcentern Bars werden und die neue “Campari-Muse”.

Happy Birthday Gin Basil Smash! Am Donnerstag den 10. Juli feierte der von Jörg Meyer kreierte Gin Basil Smash seinen 6-jährigen Geburtstag. Wer sein Gedächtnis und seine Zunge auffrischen will, dem sei die Zubereitung des Barklassiker nahe gelegt. Ein ähnliches, jedoch deutlich höheres Jubiläum feierte die Brew Association USA:
1.) Rund 3000 Brauereien in den Vereinigten Staaten- Wird’s eng?
Mit Ende Juni erreichte die Anzahl der Brauereien in den USA die 3000er- Marke. Das ist die höchste Anzahl seit 1870. Die meisten davon agieren lokal und um bei den Zahlen zu bleiben: das bedeutet dass statistisch gesehen jeder US-Amerikaner in einem Radius von 16 eine Brauerei stehen hat. 99% dieser Brauerein sind übrigens klein und unabhängig, der Trend geht also zurück zur lokalen Produktion. Die Brewers Association beschreibt weiterführend was diese  Entwicklung für den US-amerikanischen Biermarkt heißt.-SL
2.) Der Rausch der Wörter
Die deutsche Sprache und seine Begrifflichkeiten erleben im Ausland einen absoluten Hype. Wörter wie Zeitgeist, Backpfeifengesicht, Fremdschämen oder Schadenfreude sind ethnologisch so einzigartig, dass sie viele Listen im Internet unter dem Titel „10 german words english should adopt“anführen. Dr. Arnapkapfaaluk Ashevak, Dozentin für Mitteleuropäische Ethnologie an der Universität Nuuk, untersucht in Studien das überreiche Vokabular zur Trunkenheit von uns Deutschen. Neben den gängigen Begriffen wie „voll sein“, „besoffen“ oder „Hacke sein“, geht sie auch auf die einzelnen Definitionen und Zustände des Alkoholkonsums ein. „Zum Teil zeigen sich erhebliche Bedeutungsunterschiede“, so die Ethnologin. „Betüddelt“ beispielsweise, meint den leicht angetrunkenen Zustand der sonst beherrschten, norddeutschen Dame, so der Artikel. In diesem  Sinne, einen heiteren Abend noch. – AA
4.) Über den Zynismus. Oder wie aus Jobcentern Bars werden
Londons Mietpreise steigen ins Unendliche, die Folge davon ist, dass die, die sich das nicht mehr leisten können an den Rand der englischen Hauptstadt gedrängt werden. Gentrifizierung, das Wort kennt man nicht nur in London. Jane Elliott berichtet für The Guardian von der Schließung eines ehemaligen Job Centers in das nun eine Bar mit dem – so einfallslos wie zynisch – eine Bar mit dem gleichen Namen zog : The Job Center. In einem Stadtteil, in dem die Jugendarbeitslosigkeit schwindelerregend hoch ist, sitzen nun die, die neu zugezogen sind und es sich leisten können bei Drinks in einem ehemaligen Arbeitsvermittlungsbüro. Komm, wir treffen uns im Job Center. Man könnte das ironisch nennen, aber dafür fehlt das Augenzwinkern. – SL
5.) Beef! bringt gutes Fleisch auf den Bildschirm

RTL Nitro strahlt TV Format des Printmagazin “Beef!” aus. Das TV-Programm des RTL Männersender „Nitro“ nimmt ab Mitte August die Kochsendung des Männermagazins „Beef!“ auf. Die Pilotfolge wird am 16. August im Rahmen des „RTL Nitro Fleischtag ausgestrahlt und wird von Steffen Wink moderiert. Der Inhalt des Printformates, mit dem Schwerpunkt auf Kochen, Essen und Trinken, wird auf das Fernsehformat transferiert und soll neben dem Schwerpunkt-Thema Fleischzubereitung, auch Hintergrundgeschichten zu verwandten Food- und Beverage-Themen liefern. – AA

6.) Jamie Oliver schreibt eine Cocktail Competition aus
Mr. Oliver macht jetzt auch in Cocktails und zwar Online. Verwirrend?  Zusammen mit Bacardi sucht Oliver unter ambitionierten Bartendern den Cocktailstar. Ziel ist es, sollte man den Wettbewerb gewinnen, das neue Gesicht des Online Cocktail-Mixing-Kanals von Jamie Oliver zu werden, dem Jamie Oliver’s Drinks Tube. Der Gewinner wird zudem von überall auf der Welt nach London eingeflogen, und dort erwartet ihn eine “Jamie Oliver inspirierte” Überraschung.  Das Prozedere en detail: Rezept kreieren, das Drink-Mixen filmen, auf der Website hochladen und dann bewerten Bar-Experte. – SL
7.) Eva Green ist die neue “Campari-Muse”
Hollywood-Schauspielerin Eva Green tritt in die Fußstapfen von Uma Thurman und wird „Campari-Muse“ des Kalenders 2015. Unter dem Motto „Mythology Mixology“ widmet sich der Kalender der Geschichte von Campari und zwölf Campari Cocktail-Klassiker. Die Bildmotive sollen laut Campari die Anekdoten, Legenden und Kuriosität des Rezeptes aufgreifen und bildlich darstellen. Der Campari Kalender wird jährlich mit einer limitierten Auflage von 9.999 Stück produziert und ist durch die Zusammenarbeit mit internationalen Fotografen zu einem begehrten Kunstkalender geworden. – AA

Credits

Foto: Reporter am Schreibtisch via Shutterstock

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