TOP

Inventur am 17. Juli 2016

Da sind wir wieder! Heute mit der Frage, wie man ins Drinks Business einsteigt, dem Liquid Market in Wien und zwei Whisky-Orden.

 

So schwer kann das ja wohl nicht sein mit dem eigenen Schnaps oder wahlweise der eigenen Limonade und das mit dem Brauen  machen ja auch schon ganz schön viele? Es gibt viele Stolpersteine und Dinge, auf die man achten sollte, bevor man sich mit einem Produkt selbstständig macht, um die Bars und Kühlschränke des Landes aufzumischen. Am kommenden Dienstag, den 19. Juli 2016, kommen im Halleschen Haus in Berlin bei der neuesten Ausgabe des FEC Tuesday vier Gründer zusammen um über das  Thema “How to open a drinks business?” zu sprechen. Wer zuhören, etwas lernen und auch gerne mitreden möchte, ist dazu geladen. Das Ticket für den Abend kostet zehn Euro, um 19.30 Uhr geht es los und zu Gast werden Diego Moreno sein, der den Mezcal Atenco nach Berlin brachte, die Gründer von Malz & Moritz, Laura Zumbaum, die kürzlich ihr Selosoda auf den Markt brachte und Axel Hansen, der sich dem Thema Cold Brew verschrieben hat. Kostproben wird es auch geben und hier sind alle Infos.

Jahrmarkt der Mixbarkeiten

Bislang war Österreich ein wenig unfair zu seinen Bars. Denn die Braukultur hat ihre Wochen (bis Ende August in der Wiener Ottakringer Brauerei), Weinfeste gibt es ohnehin zuhauf zwischen Spielfeld und Traismauer, aber eben kein Cocktail-Festival. Derlei Logik ging Bert Jachmann nicht ein und so organisierte der „Heuer“-Barchef kurzerhand den ersten „Liquid market“.

Wenn man so will, ist der Festival-Erstling auch gleich ein Marktplatz des Cuisine Styles. Denn die Kräuter des Karlsgarten, aus dem seine Bar ihr frisches „Grünzeug“ bezieht, steht am 29. Juli allen Kollegen zur Verfügung. Von 15 bis 22 Uhr gibt es alle Cocktails zum einmal entrichteten Preis von 28 Euro zu kosten. Die bislang fixierten Teilnehmer-Bars – Botanical Garden, Halbestadt, Hammond, Ebert’s Bar, Roberto’s, The Sign, The Bank, Miranda, Tür 7 und der Salon Plafond – sind so etwas wie das Wiener „Who is who“. Seite an Seite shakend, wird sich keiner lumpen lassen, viel mixologische Kreativität dürfte also garantiert sein. Lasset die Spiele beginnen!

Orden für Malt-Methusalems

Während die Brexit-Briten die Angst vor der eigenen Courage beschleicht, spult die 90-Jährige Queen ihr royales Business as usual ab. Und das sieht im Sommer die „schottische Woche“ in Holyrood House in Edinburgh vor. Neben der Eröffnung der Parlamentssession gehören dazu auch die Auszeichnungen der neuen Mitglieder des Order of the British Empire.

Gleich zwei schottische Destillateure schmissen sich diesen Juli in feine Garderobe für die Gartenparty mit der Königin. Glen Grants Dennis Malcolm wurde für seine unglaublichen 55 Jahre in der Whisky-Branche zum Offizier des Ordens (OBE) ernannt. Elizabeth II nahm aber auch David Stewart von „The Balvenie“, immerhin auch schon 44 Jahre im Geschäft, in den Orden auf. Stewart darf seinem Namen nun das Kürzel MBE (Member of the Order of the British Empire) hinzufügen. Welchen Dram haben die beiden wohl darauf genommen?

„Klares Ei“ zu Udos 70er

Spielt Udo Lindenberg in Dresden oder Leipzig, steht seit der Wende ein Mann immer im Publikum: Steffen Lindner. Der Brennmeister aus Neukirch in der Lausitz ist seit dem Kauf von „Livehaftig“ (Ender der 1970er „mit Westgeld von der Oma erworben“) ein Riesenfan des Sängers. Dass auch seine Frau am gleichen Tag wie Lindenberg geboren ist, passt ins Fan-Leben. Zum 70er des „Panikers“ wollte Lindner nun Danke für die musikalische Lebensbegleitung sagen – es sollte ein spezieller Eierlikör für den Bewohner des Hotels Atlantic werden.

Herausgekommen ist ein klarer Eierlikör, der erst durch die schonende Erhitzung der natürlichen Rohstoffe (und Hilfe seiner Kinder) bei der Schusterlieb’s Brennerei möglich wurde. Das Unikat in der Thüringer Glasflasche, natürlich in Ei-Form, zeigt den Sänger, wie er aus einem Ei schlüpft. In Leipzig übergab Steffen Lindner seinem Idol das „Klare Ei“, ein Autogramm auf die Brennerhand gab’s spontan als Dank. „Wenn es Udo schmeckt, wer weiß, vielleicht produzieren wir das Ganze dann auch mal für die Allgemeinheit“, so Lindner stolz.

Credits

Foto: Mann via Shutterstock.

Kommentieren

Ich akzeptiere