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Inventur 10. November 2019

Inventur am 2. Mai 2021 – der älteste American Whiskey der Welt wird versteigert

Wir hoffen, dass sie den 1. Mai trotz seines diesmal recht „arbeitnehmerunfreundlichen“ Termins schön und erholsam verbracht haben? Schon zum zweiten Mal hintereinander lag ja das Land in der Nacht vom 30. April zum ersten Tag des Wonnemonats nun nicht wie sonst im kollektiven Partyrausch…

A propos Rausch: Bei den Academy Awards am vergangenen Sonntag in Los Angeles konnte der dänische Regisseur Thomas Vinterberg für seinen Film Der Rausch den begehrten Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film des Jahres feiern. In seiner Tragikomödie mit Weltstar Mads Mikkelsen in der Hauptrolle thematisiert Vinterberg, einst ein Vorreiter der „Dogma“-Bewegung, die Aspekte Rausch und Alkoholmissbrauch, aber eben auch die positiven Aspekte des Trinkens: Im Zentrum stehen vier ausgebrannte männliche Lehrer, die ein gewisses Experiment mit Alkohol starten – doch wir wollen uns auf keinen Fall etwaigen Spoiler-Vorwürfen aussetzen. Dem österreichischen Profil-Magazin jedenfalls hat Vinterberg ein interessantes Interview über die Idee und den theoretischen Hintergrund seines Oscar-Films gegeben.

Und was hat die Woche noch an flüssigen Themen bereitgehalten?

Die älteste Flasche American Whiskey kommt unter den Hammer

Da werden selbst die hochpreisigsten Bourbons oder Ryes von Häusern wie Willet oder Pappy van Winkle neidisch: Wie die New York Times berichtet, befindet sich das Auktionshaus Skinner in Boston offenbar im Besitz der ältesten bekannten Flasche mit amerikanischem Whiskey. Wie alt? Das ist die Frage!

Die Flasche verweist auf das Lebensmittelgeschäft „Evans & Ragland“, das ungefähr bis Anfang der 1870er in Georgia betrieben wurde. Schwieriger scheint die Datierung von Abfüllung und Destillation, die mutmaßlich noch vor dem US-Bürgerkrieg erfolgt sein sollen. Eine chemische Untersuchung hat nun ein geradezu irres Alter ergeben – angeblich wurde der Whiskey sogar noch vor dem Jahr 1800 (!) gebrannt. Dementsprechend will der Verkäufer mit einem Einstiegspreis von 40.000 Dollar eröffnen. Eine spannende Story mit vielen Winkelzügen, sogar Bankmagnat J.P. Morgan ist involviert. Unbedingt reinschauen!

Tequila-Legende Tomas Estes verstorben

Es ist ein Schock für die internationale Barszene und besonders für die Tequila-Community: Wie Anfang der Woche bekannt wurde, ist der Amerikaner Tomas Estes im Alter von 75 Jahren im Beisein seiner Familie im US-Bundesstaat Oregon verstorben, das berichteten zahlreiche Fachmedien.

Estes war über rund 40 Jahre sowohl als in vielen Ländern tätiger Gastronom, aber auch als Markengründer eine der zentralen Figuren in der Entwicklung der Kategorie Tequila – weg vom Underdog, hin zu einer ernsthaften Qualitätsspirituose, die auch als solche wahrgenommen wird. Sein größter Beitrag zur Gattung Tequila dürfte die Mitgründung der Marke Ocho Tequila im Jahr 2007 gewesen sein: Ocho stellte als erste Tequilamarke ausdrücklich das Terroir ihrer Herkunft in den Fokus. Das Australian Bartender Magazine hat im Stile eines mehrstimmigen Nachrufs mehrere enge Freunde und Weggefährten Estes‘ zu Wort kommen lassen

Conor McGregor verkauft Proper No. Twelve für bis zu 600 Millionen Dollar

Für den irischen UFC-Fighter Conor McGregor, die größte Ikone der MMA-Szene und einst meistgegoogelter Sportler der Welt, dürfte der achteckige Kampfkäfig zumindest aus finanzieller Sicht endgültig seine Position als oberste Priorität eingebüßt haben. Denn wie Mitte der Woche lanciert wurde, hat McGregor seine Whiskey-Marke „Proper No. Twelve“ nun vollständig verkauft.

Der Deal mit dem Becle-Konzern, u.a. auch Eigentümer von Tequila-Weltmarktführer José Cuervo, umfasst Angaben von The Spirits Business zufolge 51% der Firma hinter Proper No. Twelve und läuft auf ein Finanzvolumen von bis zu 600 Millionen Dollar hinaus. Becle hatte zuvor schon 49% der Anteile besessen und ist somit jetzt alleiniger Eigentümer. McGregors Proper No. Twelve konnte sich – mutmaßlich auch durch die Bekanntheit des Sportlers – in den knapp drei Jahren seines Bestehens bereits als feste Größe im Segment Irish Whiskey etablieren, zuletzt mit einem Jahresabsatz von sechs Millionen Flaschen. McGregor wird der Marke auch künftig verbunden bleiben und sich an der Vermarktung beteiligen, heißt es in der Meldung weiter.

Gewinner der World Class in Deutschland, Österreich und der Schweiz stehen fest

In den letzten Tagen haben an unterschiedlichen Orten und unter strengen Hygieneauflagen die Länder-Finals von Diageos „World Class“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz stattgefunden. Die Teilnehmer waren längst wieder zuhause, als via Livestream am Freitagnachmittag die drei Gewinner bekanntgegeben wurden.

Die drei Titel als nationale „World Class Bartender of the Year“ gehen diesmal an Matteo Moscatelli (Widder Bar, Zürich), Benjamin Ebenbauer (Josef Cocktailbar, Wien) und an Marian Krause (Mitbetreiber The Grid Bar, Köln). Die drei werden die deutschsprachigen Länder beim weltweiten Finale vertreten, das in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie komplett digital ausgetragen wird.

Credits

Foto: Everett Collection – shutterstock.com

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