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Inventur am 27. März 2016

Wir wünschen einen schönen Ostersonntag und legen los mit einem Blindverkostungs-Abo-Service, glutenfreiem Vodka und der Feststellung, dass Alkohol wohl doch nicht so gesund ist.

Den April beginnen wir in diesem jahr in Stuttgart: denn da findet zwischen dem 31. März und dem 3. April 2016 die Slow Food-Messe “Markt des guten Geschmacks” statt. Der Name ist Programm, es geht um Wein, es geht um Nachhaltigkeit und es geht – natürlich – um Nahrung. Es gibt Seminare, etwa über die Unterschiede zwischen industriellem und handwerklichem Wein und um Fermentation, aber auch um Käse. Eigentlich geht es um fast alles. Mehr Infos gibt es hier, Ort des Geschehens wird die Messe Stuttgart sein. Wir sehen uns in Schwaben. Und auf den Weg nehmen wir die aktuelle Inventur mit.

1) BLINDES VERKOSTEN

Wenn ein Werber über die „Diskont-Schlacht im Internet“ schimpft, dann hat das in diesem Fall schon seine Richtigkeit. Herbert Rohrmair-Lewis bezieht sich nämlich auf den Online-Kauf von Spirituosen und Wein und fürchtet, „dass bei all dem Schauen auf Optik und Preis der Genuss auf der Strecke bleibt“. Also gründete der Wiener das Start-up „Hidden Gem“, eine Art Blindverkostung-Abo-Service. Keine Sorteninfo, kein Etikett soll Vorurteile aufkommen lassen.

Online ordert man neutrale Flaschen mit Web-Code, der dann später zur Auflösung führt. Die erste Wein-Box ist bereit, „auch für die Gastronomie durchaus ein Spaß beim Verkosten“, so der Gründer, parallel zum 69,90 Euro teuren Startset plant er aber eine Ausweitung des Rätsel-Konzepts auf Spirituosen. Zum Start gibt es bereits einen „Hidden Gem“-Gin und -Single Malt aus der Speyside. Da dürfte aber noch mehr kommen…

2) Wohl doch kein Jungbrunnen

One drink a day keeps the doctor away – ja, wir wissen dass da eigentlich “apple” stehen sollte, aber wir kennen auch die Studien, die in der Vergangenheit bewiesen haben wollten, dass moderater Alkoholkonsum ein langes Leben begünstigt. Wir glauben, eine dieser Studien haben wir alle schon einmal gelesen und beherzt zum Wein- oder Bierglas gegriffen. Jetzt wurde in der vergangenen Woche vom “Journal of Studies on Alcohol and Drugs” jedoch ein Bericht veröffentlicht, der genau das Gegenteil behauptet.

Und darauf verweist, dass bei allen bisherigen Studien sowohl die Definition von “gemäßigt” nicht genauer definiert wurde und auch kein Unterschied zwischen ehemaligen Trinkern, regelmäßigen Trinkern und lebenslangen Nicht-Trinkern gemacht wurde. Mehr Information rund um die Studie, die von der University of Victoria in British Columbia durchfeührt wurde gibt es hier.

3) Martini ohne Gluten

Aufgehorcht, glutenintolerante Leser: Die Vodkamarke Stoliychnaya hat bekannt gegeben, ab April einen glutenfreien Vodka auf den Markt zu bringen. Der Neue wird zu 88 % aus Mais und zu 12 % aus Buchweizen bestehen, damit will man im Hause Stoli auf das steigende Interesse an glutenfreien Lebensmitteln eingehen. Beziehungsweise auf den Trend-Zug aufspringen, je nachdem, wie man es betrachteten möchte.

Momentan achtet ein Fünftel aller Konsumenten auf eine glutenfreie bis glutenarme Ernährung, nicht unbedingt aus Allergiegründen, sondern aus “Gründen des Wohlbefindens”. Bei der Umfrage gaben 20 Prozent der Befragten an, sie fühlen sich “besser, wenn sie glutenfrei essen”. Auch wenn Stoli jetzt der erste zertifiziert glutenfreie Vodka auf dem Markt ist, heißt das nicht, dass Gluten bei Vodka generell ein Problem darstellt: die meisten sind nämlich sowieso glutenfrei. Wir sagen mal so – möge die Frage zu glutenfreiem Vodka Ihr größtes Problem sein. The Business Insider berichtet.

Credits

Foto: Boxer via Shutterstock.

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