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Inventur 29. Juni, 2014

In dieser Woche haben wir für unsere Inventur wieder so Einiges gefunden. Dafür blickten wir in den Achten in Wien, auf die pfiffige Idee eines Design-Studenten in Kanada, das perfekte Nosing-Glas, die Erfindung des Alkohols und Drogen für die Zukunft und einmal mehr auf das große Sorgenkind: das Berliner Nachtleben.

Wir sind quasi mitten im Sommer, auch wenn man es nicht merkt und das bedeutet wir sind wieder eine Woche näher am Oktober dran. Und der Oktober ist Bar Convent Berlin-Monat. Wir heizen die Aufregung an, denn der Vorverkauf geht in 3 … 2 … 1 – los! Neben dem Korkenknallen hörten wir noch Neuigkeiten aus Wien, wo man sich mit aller Gewalt gegen eine neue Bar stemmt und da das Wetter ,wie erwähnt, zu Wünschen übrig ließ, sahen wir uns einen Film über den Rausch an und was das mit dem Sesshaftigkeit zu tun hat. Bildung geht ja vor.
Bevorstehender Start Ticketverkauf Bar Convent Berlin

Es ist bald wieder so weit! Nur noch 100 Mal schlafen und schon findet der Bar Convent Berlin 2014 statt. Der Convent geht mit diesem in sein achtes Jahr und am 7. und 8. Oktober wird es über 50 Vorträge, Seminare und Tastings geben. Ziel ist es, Raum für den Austausch von Wissen und eine Plattform für Kommunikation zu geben. Die Gründer des BCB sind Bastian Heuser, Jens Hasenbein und Helmut Adam.

MIXOLOGY, Magazin für Barkulttur und MIXOLOGY ONLINE sind offizielle Medienpartner des BCB und Abonnenten des Magazins haben beim Online-Kauf die Chance, die Karten zu einem reduzierten Preis zu erwerben. Die Karten kosten regulär online 35,- Euro und 45,-Euro an der Abendkasse.

Dramen in der Buchfeldgasse
Die Stimmung in der Buchfeldgasse, 1080 Wien kocht. Gerhard Kozbach-Tsai plant, eine Bar zu eröffnen und manche Anrainer fühlen sich bereits jetzt auf die Füße getreten. Die Eröffnung der Bar und der damit verbundene potenzielle Lärm der Gäste, die aufsteigende Abluft und die langen Öffnungszeiten von 18.00 bis 5.00 Uhr sind jetzt bereits ein Dorn in den Augen und Ohren einiger Ruheständler. Das Buchfeldgassen-Kommittee wurde ins Leben gerufen und die Anwohner protestieren gegen die geplante “Nacht-Bar”. Kozbach-Tsai zeigt sich besonnen und will mit den Betroffenen eine Lösung finden, die allen genehm ist. Man nähert sich an. – SL
Berliner Nachtleben im Wandel
Nichts ist für die Ewigkeit. Auch nicht die Struktur des Berliner Nachtlebens. Was die Bewohner der Stadt bereits seit Langem zu spüren bekommen, ist nun auch der Süddeutschen Zeitung eine intensive Betrachtung wert. Alte Helden der nächtlichen Clubavantgarde erfinden sich und ihre Locations als Edelvarianten neu, die innovative Szene verlagert sich in andere Stadtteile und wichtige Einflüsse kommen aus dem Ausland. Da ist Berlin also mal nicht weiter als andere Städte und eine gewisse Genugtuung darüber ist dem Artikel anzumerken. – MO
Neat – das Nosing Glas aus den USA will finanziert werden
Arsilica wollen mit einem Kickstarter Projekt “das einzige Spirituosen-Glas, das man jemals benutzen wollen wird” finanzieren und zugleich die “Produktion hochwertiger Glasware zurück in die USA” bringen. Worum handelt es sich? Das Neat-Glas – die Abkürzung steht für “Nosing Evaluation and Tasting” – ist so geformt, dass beim Verkosten einer Spirituose, die volle Aromenvielfalt frei gelegt wird. Das Glas will mit seiner Form die optimale Geruchs-Erfahrung ermöglichen. Das Neat ist so gewölbt, dass das Wahrnehmen der feinen Aromanuancen einer Spirituose ermöglicht wird, ohne dass dabei der Alkohol die Nase betäubt oder den Charakter übertüncht. Bislang kamen knappe 4000 US-Dollar bei Kickstarter zusammen und das Projekt läuft noch 10 Tage um auf die angestrebten 20.000 US-Dollar zu kommen.  – SL
Bier brauen für den Job in der Kreativbranche
In Kanada hat sich ein Student des Graphik Designs etwas besonderes überlegt, um sich von etwaigen Mitbewerbern abzusetzen auf der Jobjagd. Sein Hobby ist das Bier brauen und da es fundamental ist, den zukünftigen Arbeitgebern ein Gefühl für die eigene Person zu geben, dachte sich Brennan Gleason er braut sein eigenes Bewerbungsbier. Das Ergebnis war nach sieben Wochen das Résum Ale. Er gestaltete Verpackung und Etikette selbst,  versehen mit Lebenslauf und QR-Code, um auf Arbeitsproben zu verweisen. Das Bier verschickte er dann an verschiedene Design-Firmen und bekam einige Angebote zurück. Entschieden hat sich der Kanadier schließlich für die Stelle als Kreativdirektor bei Techtone. Bier gewinnt. – SL
Vom Bauern zum Alkohol
Der Mensch ist ein Raubtier. Eines, das die Nahrungsaufnahme kultiviert. Ein Sammler und Jäger. Doch gegen Ende der Eiszeit entscheidet er sich zunehmend gegen diese erprobte Lebensform und wird sesshaft. Er hält Vieh und bearbeitet Getreide. Und diese Sesshaftigkeit steht in engem Zusammenhang mit der Herstellung von Alkohol. Für kultische Feste und andere Gelegenheiten. Über den Rausch und die Alkoholtoleranz verschiedener Kulturen und was dies für die Entwicklung des Menschen bedeutet, unterhält sich Alexander Kluge mit Professor Reichholf in einem sehenswerten und lehrreichen Interview. – MO
Macht der Strohhalm schneller blau?
Eine alte Frage. Indirekt ja, erklärt die Autorin, wenn auch aus anderen Gründen als angenommen. Auch andere interessante Aspekte rund um das Thema Alkohol trinken werden behandelt. Zum Beispiel, ob man von Wasser trinken betrunken werden kann und welchen Einfluss Ästhetik und Psychologie auf unser Trinkverhalten haben. – MO
 
 

Credits

Foto: Mann am Telfon via Shutterstock

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