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Inventur am 29. Mai 2016

Ein Gewinner in Konstanz, einer in Berlin und außerdem gibt es einen Tresentausch in der Wiener Loos Bar. Es gibt einige News in der aktuellen Inventur.

Am 4. und 5. Juni 2016 ist es endlich wieder soweit: all eyes on Berlin-Mitte, das Torstraßenfestival steht wieder vor der Tür. Das ist weniger ein klassisches Straßenfest, sondern mehr eine Musikveranstaltung in den Restaurants, Bars, Cafés und Clubs aus der Umgebung. Die Tickets kosten 16 Euro im Vorverkauf und zwar hier. Mit dabei werden neben DJ Paypal auch Plattenbau und einige mehr sein. Wir lösen schonmal das Ticket nach Mitte, mehr Details gibt es hier.

Mix-Matrose, ahoi!

Vielleicht beeinflusst diese Meldung ja die Urlaubsplanung: Das Kreuzfahrt-Unternehmen „Seabourn“ hat Brian van Flandern unter Vertrag genommen. Der ehemalige Mixologe in Thomas Kellers Michelin-Restaurant „Per Se“ in New York widmet sich dem „Upgrading der frei zugänglichen Bar und unseres kostenpflichtigen Cocktail-Angebots“, skizziert John Delaney die Erwartungshaltung der Reederei. Der vor allem in den USA auch aus dem TV bekannte Van Flandern, der zuletzt mit seinem Buch „Celebrity Cocktailsdie Trinkvorlieben der Stars porträtierte, hat u. a. den Orson Welles-Negroni oder einen Rat Pack-Manhattan auf die Karte gesetzt.

Luxus-Varianten wie einem Sidecar mit Louis XIII (zu 150 Dollar) oder einem mit Johnny Walker Blue Label gemixten Blood and Sand (35 Dollar) richten sich an die Balkonsuiten-Bewohner. Generell stehen für jede Schiffsroute lokale Zutaten aus den angelaufenen Häfen im Mittelpunkt: Wer von Lissabon nach Mexiko startet, findet also geräucherte Chilis im „Mango Picante“, beim „House Cider Rules“ hat der Belgier Agaven-Nektar und Don Julio Reposado im Einsatz. „Das Erlebnis des Gastes steht an erster Stelle“, so „Drinks Captain“ van Flandern.

Diageo World Class 2016: Die Sieger aus Deutschland und der Schweiz

Nun fehlt nur noch Österreich: Noureddine “Nuri” Elmoussaoui (The Parlour, Frankfurt) und Sophie Larrouture (Four Seasons, Genf) sind die Sieger der beiden nationalen Vorentscheide von Diageo World Class Competition 2016. Beide Finalrunden gingen parallel am Anfang der Woche in Berlin und Genf über die Bühne. Dabei konnten Elmoussaoui und Larrouture namhafte Konkurrenten auf die Plätze verweisen: Im Berliner Finale kamen Meike Zimmermann (Falk’s Bar im Hotel Bayerischer Hof, München) und André Pintz (Imperii, Leipzig) mit aufs Treppchen, in Genf landeten MIXOLOGY BAR AWARD-Preisträger Dirk Hany (Bar Manager in der Widder Bar, Zürich) und Jason Candid-Knuesel (Clouds, ebenfalls Zürich) hinter der Siegerin. Die beiden Gewinner lösten damit das Ticket zum internationalen Finale im Spätsommer.

Diageo sucht mit seinem Wettbewerbsformat ganz ausdrücklich den besten Bartender der Welt, oder – um es mit Heidi Klum zu sagen – “das ganze Paket”. In zahlreichen Challenges messen sich die Kandidaten, am Ende zählt die Summe aus allen Einzeldisziplinen wie “Sensory”, “Hospitality” oder ähnlichem. Der weltgrößte Spirituosenhersteller lässt sich traditionell nicht lumpen, was das internationale Finale angeht: Nach Auflagen auf einem privaten Kreuzfahrtschiff, auf dem Gleneagles Golfclub in Schottland oder in Kaptstadt heißt es für die globalen Finalisten in diesem Jahr ganz lässig “We’re goin’ to Miami!” Der Österreichische Finalist wird nächste Woche in Wien gekürt.

Allein in der Loos Bar

Die österreichische “Die Presse” hat sich mit Susan Mc Kenzie, Bartenderin aus der Münchner Goldenen Bar, über ihre Gastschicht im Zuge des “Tresentauschs” in der Wiener Loos Bar unterhalten. Allen voran die Frage: warum gibt es eigentlich so wenige weibliche Bartender? In der Loos Bar gab es in den letzten 21 Jahren höchstens zwei bis drei Frauen, die da für kurze Zeit gearbeitet haben. Kurz deshalb “weil die Männer immer gleich zum braten angefangen haben”, wie Marinna Kohn, die die Bar in der Innenstadt führt, zu Wort gibt. Das ganze Gespräch mit McKenzie, die ihre Sicht der Dinge dazu verrät, gibt es hier zu lesen.

Drinks Open in Konstanz

Zwei Tage vor dem Finale der Made in GSA Competition 2016 in Basel fand etwas weiter im Westen, genauer in Konstanz, der Drinks Open Cocktailwettbewerb statt. Hier hat sich Kai Pinn aus der Highlightbar in Lübeck mit seinem Cocktail “Pop in da Barrell” durchgesetzt. Für den Wettbewerb des Drinks-Magazins können sich jedes Jahr Bartender aus Österrreich, Deutschland und der Schweiz bewerben. Insgesamt waren im Vorfeld rund 100 Rezepturen eingereicht worden, in der letzten Runde im Konstanzer Restaurant “il Boccone” setzte sich schlussendlich Pinn durch. Platz zwei belegte Marcus Müller aus Tübingen – der übrigens auch zwei Tage später bei der Made in GSA Competition mitmischte –, der dritte Platz ging an Adriano Volpe aus der Bar des Made in GSA-Gastgebers Les Trois Rois Hotel in Basel. Wir gratulieren den drei Erstplatzierten.

Credits

Foto: Mann via Shutterstock.

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