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Inventur am 5. Juni 2022 – Nominierungen der „Spirited Awards“ veröffentlicht

Herzlich Willkommen! Wir gestehen es, dieser heutige Sonntag ist für uns ein Tag zum Durchatmen. Nicht, weil wir Pfingsten feiern würden, sondern weil wir Anfang der Woche das erste unserer beiden jährlichen Events erfolgreich über die Bühne gebracht haben: die Made in GSA Competition 2022. Bereits zum 10. Mal konnten wir unseren eigenen Cocktailwettbewerb für heimische Spirituosen und Getränke stattfinden lassen.

Durchsetzen konnte sich beim Finale am Montag in der „Lang Bar“ des Waldorf Astoria Berlin ein überraschendes, noch unbekanntes Gesicht: Maurice Wächter aus der Bar Spirit of India in Bad Salzuflen begeisterte die Jury mit seinem Drink „Sucellus Träne“ und vor allem mit seiner besonderen, authentischen Präsentation. Einen Nachbericht mit zahlreichen Details und natürlich dem Rezept von Wächters Gewinnerdrink finden Sie hier. Widmen wir uns hier nun wie üblich den barkulturellen und gastronomischen News der Woche

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Tales of the Cocktail: Nominierte der „Spirited Awards” bekanntgegeben

Sie sind und bleiben die global wichtigsten Auszeichnungen der Barszene: die „Spirited Awards“, die alljährlich im Rahmen des Festivals „Tales of the Cocktail“ vergeben werden. Am Donnerstag gaben die Veranstalter die Top-10-Nominierten bekannt. Darin findet sich wie gewohnt das übliche Who’s Who der internationalen Szene. Aus dem deutschsprachigen Raum hat es lediglich ein einziger Kandidat in die begehrten Listen geschafft: Das Berliner Wax On ist unter den Aspiranten der Kategorie „Best New International Cocktail Bar“.

In etwa zweieinhalb Wochen wird der Kandidatenkreis noch einmal reduziert, dann werden in einer Live-Schalte die Top 4 jeder Kategorie veröffentlicht. Die Verleihung der Spirited Awards findet traditionell am Ende der „Tales“ statt, die dieses Jahr erstmals seit Pandemiebeginn wieder in gewohnter Weise und zur üblichen Zeit, nämlich Ende Juli, in New Orleans an den Start gehen.

Nathalie Wenko gewinnt bei „Art of Italicus“

Vor wenigen Wochen erst haben wir die Wiener Bartenderin Nathalie Wenko in einem eigenen Porträt vorgestellt, nun gibt es weitere News um die ehemalige Spitzensportlerin: Wenko ist gelungen, was Bartender:innen aus dem deutschsprachigen Raum nur sehr selten gelingt – der Sieg beim Finale einer internationalen Cocktail-Competition.

Am Sonntag vergangener Woche holte sich Wenko, die sonst in der „Parfümerie“ in Wien tätig ist, den Gesamtsieg bei der Art of Italicus Aperitivo Challenge, die jährlich vom italienischen Bergamotte-Likör „Italicus“ veranstaltet wird. Wenko setzte sich beim Finale in Rom gegen 11 Konkurrent:innen aus weiteren Ländern durch. Wir schicken zitrusfrische Glückwünsche in die österreichische Hauptstadt!

Initiative #proudtokellner wirbt für mehr Ansehen des Berufs

Unter dem Hashtag #proudtokellner haben sich zahlreiche führende Wirte und Kellner zu einem losen Netzwerk zusammengeschlossen, das sich aktiv für eine Steigerung von Ansehen und Attraktivität des Kellner-Berufs einsetzen will. Hintergrund seien z.B. der durch die Corona-Pandemie noch einmal verschärfte Mangel an Nachwuchs, aber ebenfalls das noch immer kaum vorhandene gesellschaftliche Ansehen der Tätigkeit, wie der Nomyblog die Gruppe zitiert.

Und da ist natürlich viel dran. Während der Beruf des Kochs in Deutschland traditionell höher geschätzt wird und in den letzten zwei Jahrzehnten durch den Schwall an TV-Köchen immenses Aufsehen erregt hat und auch Barleute hinter dem Tresen mehr Beachtung finden, haftet dem Kellner-Beruf in den Augen vieler Menschen etwas Untergeordnetes an. Das will die Bewegung, zu der u.a. Akteure aus den Restaurants „Nobelhart & Schmutzig“ oder „Tulus Lotrek“ zählen, künftig ändern.

Kurzarbeit: Noch immer knapp 4% aller Gastronomen betroffen

Noch immer befinden sich 3,9% aller Gastronom:innen in Deutschland in Kurzarbeit. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Auswertung für den Mai, die das ifo-Institut ermittelt hat. Demnach seien die Zahlen angesichts der vielen Entspannungen des Pandemiegeschehens zwar rückläufig, u.a. im Gastgewerbe mit rund 41.900 Betroffenen aber immer noch vergleichsweise hoch.

Keine Auskunft gibt der Bericht des Branchenblogs Tageskarte darüber, wie viele der Kurzarbeitenden nach wie vor komplett oder nur anteilig von Kurzarbeit betroffen sind. Und zumindest ein gewisses „Geschmäckle“ haben die Zahlen doch durchaus: Denn es scheint sehr paradox, dass in einer Branche, die seit mehr als einem Jahr unter erheblichem Personalmangel leidet, noch immer fast jeder 20. Mitarbeiter in Kurzarbeit steht.

Credits

Foto: everettovrk - stock.adobe.com

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