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Inventur am 6. Oktober 2019 – Das Dante ist die beste Bar der Welt & Russland trinkt weniger

Inventur am 6. Oktober 2019 – Das Dante ist die beste Bar der Welt & Russland trinkt weniger

Die Schuhe sind poliert, Smoking und Hemd gebügelt? Dann kann es in ein paar Stunden losgehen mit den MIXOLOGY Bar Awards 2020 in Kino International. Nach der letzten Award-Übergabe freuen wir uns, Ihnen alle Gewinner auf Mixology Online präsentieren zu dürfen.

Wer trotzdem dabei sein möchte, aber keine Karte mehr für die ausverkaufte Gala ergattert hat oder nicht nach Berlin reisen kann, hat zumindest die Möglichkeit, alle Höhepunkte der Barkultur auf digitalem Wege via Live-Stream zu verfolgen. Wie in jedem Jahr stellen die Mixology Bar Awards einen glamourösen Auftakt zum Bar Convent Berlin dar, der morgen Montag wiederholt zum dreitägigen Branchenerlebnis wird. Wir freuen uns, Sie dort begrüßen zu dürfen!

Das „Dante“ ist die neue „World’s Best Bar“

Seit dem Abend des 3. Oktober gibt es eine neue „beste Bar der Welt“: Bei der jährlich im Rahmen der London Cocktail Week abgehaltenen Verleihung der World’s 50 Best Bars in der britischen Hauptstadt wurde erstmal das Dante in New York City zum besten Trinktempel auf dem Erdball ernannt. Die Plätze zwei und drei gehen in die Connaught Bar im gleichnamigen Londoner Luxushotel und ans Florería Atlántico in Buenos Aires.

Das Dante beerbt damit die Dandelyan Bar aus London, die letztes Jahr als beste Bar der Welt ausgezeichnet wurde und nur wenige Wochen danach dauerhaft geschlossen wurde. Die „World’s 50“ sind neben den Spirited Awards, die bei den Tales Of The Cocktail im Sommer verliehen werden, das wichtigste und prestigeträchtigste Awards-Format in der internationalen Barszene. Wie unsere eigenen MIXOLOGY Bar Awards, sind auch die Platzierungen in der 50er-Liste immer wieder Gegenstand hitziger, kontroverser Debatten.

Sogar die Russen trinken weniger

Gerade liegt der internationale Tag der russischen Nationalspirituose Vodka am 4. Oktober zwei Tage hinter uns. Seit zig Jahren haftet der Nation das Klischee reinster Trinkfreude an. Diesen Stereotyp, dass Vodka, andere Spirituosen und Bier in Russland in Strömen fließen würden, entkräftet nun eine Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In den Jahren 2003 bis 2016 ist der Alkoholkonsum in Russland um das beträchtliche Maß von insgesamt 43 Prozent zurückgegangen, die Lebenserwartung ist gleichzeitig gestiegen. Während Männer in den 1990er-Jahren eine Lebenserwartung von 56 Jahren hatten, stieg diese im Jahr 2018 auf 68 Jahre, jene der Frauen auf 78.

Laut WHO konsumierten Russen 2016 im Durchschnitt rund zwölf Liter reinen Alkohol pro Jahr – und damit weniger als Deutsche mit 13,4 Litern. Russische Männer trinken gleich dreimal so viel wie ihre Frauen. Der Rückgang des Alkoholkonsums könne als Folge politischer Initiativen des Präsidenten Wladimir Putin verstanden werden, wie etwa das nächtliche Verkaufsverbot von Alkohol ab 23 Uhr, die Erhöhung des Mindestverkaufspreises, höhere Steuern und Werbeeinschränkungen.

Was täten wir ohne Sirup?

Wir bereiten sie gerne auf kreative Art selbst zu und stellen damit geschmacklich interessantere Varianten als bei käuflich verfügbaren her: Sirups. Feste und süße Fixstarter einer jeden Bar, unverzichtbare Zugaben in vielen Cocktails sowie ein nicht unwesentlicher Teil der Visitenkarte einer gehobenen Trinkstätte.

Doch wie stellt man sie richtig her, welche Zutaten machen überhaupt Sinn, und ist Wasser wirklich essentiell? „Hell no“, meint Bartender Shawn Soole bei PunchDrink. Stattdessen setzt er lieber auf Tee, Kaffee, Saft, Wein oder Cola. Der Grund: Das Mischen der Süße wie Honig mit einer bereits aromatisierten Flüssigkeit führe in weniger Schritten zu größerer Komplexität, mehr Farbe und Textur. Insbesondere bei Honigsirupen sei Tee die erste Wahl, weil Teeblätter auf natürliche Weise mit den Eigenschaften von Honig harmonierten.

Chris Amirault von der Otium Bar in Los Angeles benennt diesen Sirup-Stil als „blended syrup“. Für den im Otium japanisch inspirierten „Gold Rush“-Cocktail verrührt er schlichtweg Honig mit Yuzu-Saft. Das Feld der Sirups ist ein weites und experimentell unerschöpfliches, wie Punchdrink in dem aktuellen Beitrag „Make your simple syrup smart“ titelt.

Cointreau wird 170

Mit mehr als 300 internationalen Auszeichnungen, darunter eine Medaille der Pariser Weltausstellung von 1878, zählt der französische Orangenlikör Cointreau zu den erfolgreichsten Spirituosen der Welt. In diesem Jahr feiert der Triple Sec auf Basis von Süß- und Bitter-Orangen seinen 170. Geburtstag.
Damals, anno 1849, begeisterten der Geschmack und das Aroma der exotischen Orangen Édouard Cointreau so sehr, dass er sie in einem Likör einfangen wollte. Er kreierte einen Likör mit dreifach (triple) stärkerer Konzentration an pflanzlichen Ölen und trockener (sec) als der übliche Curaçao. Cointreaus Namensfavorit Triple Sec wurde nicht genehmigt, und so wählt er den Familiennamen für jene Marke, die heute bereits in sechster Generation von Ur-Ur-Enkel Alfred Cointreau geführt wird.
Wir heben ein Glas mit einem Sidecar und sagen: Bonne anniversaire, Cointreau!

Credits

Foto: Shutterstock

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