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Inventur am 8. März 2015

Die lieben Überstunden, Apfel an Bourbon, Mampe an Bord, Licor 43 in neuem Look und ein Gin-trinkender Weinkritiker. Das alles und noch so Einiges mehr in der aktuellen Inventur.

Ticket gelöst, ab nach Salzburg. Endlich ein Grund, die Stadt an den Alpen auch mal außerhalb der Sommerfestspiele zu besuchen. Am 16. und 17. März 2015 findet dort “Culinary Art Salzburg” statt. Hierbei handelt es sich um eine Art Kulinarik-Kongress mit Vorträgen zu, unter anderem, den Themen Geschmacksbildung, Trendentwicklung, Craft Beer und österreichischer Küche. Sportliche 500 € zwar für zwei Tage, aber vermutlich gut investiert.

1) Die Gastronomie und die Überstunden

Deutschland hat da eigentlich strikte Regelungen: mehr als acht bis höchstens zehn Stunden täglicher Arbeit sind nicht erlaubt. Eine der Branchen, die sich unbeeindruckt von Gesetzen darüber hinweg setzt, ist die Gastronomie. Die 70-Stunden-Woche ist keine Seltenheit.

Für den Spiegel Online hat sich Michael Kröger unter Anderem mit einem Koch darüber unterhalten und thematisiert die Arbeitsstunden in der Branche. Was die gesundheitlichen Auswirkungen dieses Stresses sind und warum viel Arbeit nicht gleich viel Geld heißt, darüber mehr im Spiegel.

2) Wenn ein Sommelier Gin trinkt.

Der US-amerikanische Weinkritiker Robert Parker hat unlängst am Monkey 47 Gin genippt und ist zu folgendem Schluss gekommen: dürfte ein Gin nach Parker-Regeln bewertet werden, dann bekäme der Affe aus dem Schwarzwald die vollen 100 Punkte. “The aromatics on it are just amazing.” findet er. Parkers Punktevergebung ist maßgebend für die Preisbildung auf dem Weinmarkt. Dabei benutzt er ein 100-Punkte-System, wobei 100 die Bestnote ist. Amerikanische Weinhändler benutzen seine Punkte teils auch zur Auszeichnung ihrer Weine. Der Affe hat wohl gemundet.

3) Apfel im Bourbon. Oder: Bourbon im Apfel?

Ja, es ist schon wieder März. Was das heißt? Genau- brace yourselves! – die Industrie schickt sich wieder an, den Verbrauchern den Sommerdrink des Jahres zu präsentieren. Und zwar nicht irgendwelche Sommercocktails, nein, der Sommercocktail muss es sein.

Aus der Reihe “alkoholische Erfrischungen” heute ein Vorschlag aus dem Hause Jim Beam: Der Jim Beam Apple kommt mit würzigen 35% Vol. ab April für ca. 13 € in Deutschland auf den Markt. Und da 35 % Vol. durchaus viel sind an einem heißen Augustabend, ist die Trinkempfehlung dazu der Jim Beam Apple & Tonic. Der Name dürfte selbsterklärend sein. Cheers, jetzt schon mal auf den Sommer 2015!

4) Eine verkappte Liebeserklärung

Für Munchies Deutschland besuchte Florian Pinel das Becherovka-Museum unweit von Prag. Becherovka, neben Bier das Nationalgetränk unseres östlichen Nachbarlandes, ist ein Kräuterlikör. Ein entfernter Verwandter von Fernet und Chartreuse, schimmernd grün und in Kombination mit Tonic Water verschmelzend zu einem Highball mit dem klingenden Namen “Beton”.
Heilende Eigenschaften werden dem Kräuterlikör zugesprochen, der übrigens seit 2010 zu Pernod Ricard gehört. Das Rezept ist das gleiche wie noch 1807. Ein amüsanter Beitrag bei Munchies, samt der Schlussthese, Becherovka schmecke immerhin besser als Hustensaft. Beste Voraussetzungen, könnte man sagen.

5) Berliner Brise an Bord

Cocktails in der ersten Klasse. Berlins Spirituosenfirma Mampe macht ab 1. April 2015 gemeinsame Sache mit Airberlin und bietet den Fluggästen der Business Class den “FliegerCocktail” an. Hinter dem Namen verbirgt sich ein Aprikosen-Orangen-Likör mit luftigen 35 % Vol., der dann auf 10.000 m Höhe mit Pink Grapefruit-Minz-Limonade als Filler zur “Berliner Brise” wird.
Klingt fruchtig, ist es vermutlich auch. Der erste Flug, auf dem den Gästen der Longdrink präsentiert wird, führt am 1. April 2015 von Berlin nach Chicago.

6) Neu gewandet

Licor 43 bereitet sich auf den Sommer vor und zeigt sich in neuem Gewand. Das Flaschendesign ist insgesamt filigraner und das Logo jetzt größer. Natürlich erscheint ein neuer Look nicht einfach so neu am Markt, nein, es gehört eine ganze Kampagne dazu. Dafür hat Licor 43 die spanische TV-Tänzerin Melissa Ortiz-Gomez verpflichtet, die Botschaft von spanischer Lebensfreudeweiter zu verbreiten. Und sowas geht eben am besten übers Tanzen. Deshalb wird das Re-Design der Flasche begleitet durch 43 Tanz-Workshops, geleitet von Ortiz-Gomez. Na dann: her mit Milch, Eis und Tanzschuhen!

Credits

Foto: Two men via Shutterstock

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