TOP
Inventur

Inventur am 9. Juni 2024 – Warum sind Spirituosen so schlecht fürs Klima?

Einen schönen Sonntag mit staatsbürgerlichem Flair wünschen wir Ihnen! Sollten Sie schon ihren Urnengang anlässlich der Europawahl erledigt oder aber die Briefwahl bemüht haben, können wir uns sofort wieder den flüssigen Themen widmen – insbesondere, wenn Sie sich die Tage in Österreich aufhalten. Dort, genauer gesagt im schönen Linz, geht nämlich kommenden Freitag der Liquid Market Linz über die Bühne.

Giffard Alkoholfrei

Von 15 bis 21:30 bietet der Cocktail-Jahrmarkt von Gründer Bert Jachmann wieder die gewohnte Rundum-Versorgung: Im Ticket zum Preis von € 49 sind sämtliche Drinks von den über 20 teilnehmenden Bars bereits enthalten. Bei gutem Wetter dürfte das ziemlich fein werden da am Martin-Luther-Platz. Und wir werfen nun den üblichen sonntäglichen Blick auf die Schlagzeilen der Woche.

Wie klimafeindlich sind Spirituosen eigentlich?

Eine unbequeme Wahrheit: Spirituosen sind grundsätzlich eine ziemlich klimafeindliche Angelegenheit. Die Gründe liegen in vielen Bereichen, wie Evan Rail in seinem großen Artikel diese Woche bei VinePair herausarbeitet.

Los geht es damit, dass Spirituosen immer einen landwirtschaftlichen Hintergrund haben – und Landwirtschaft ist einer der größten Emittenden klimaschädlicher Gase. Dabei geht es nicht nur um CO2, sondern auch um Stickoxide, die zur Düngung genutzt werden und die eine vielfach höhere erderwärmende Wirkung haben als Kohlendioxid. Hinzu kommen weitere Punkte wie der hohe Emissions-Ausstoß durch den hohen Verarbeitungsaufwand sowie die extrem energieintensive Herstellung von Glas. Und es gibt noch mehr. Doch der Autor schreckt in seinem Text nicht nur ab, sondern zeigt auch Lösungsansätze. Unbedingt reinschauen!

Eine Würdigung für den Ranglum

Der Ranglum von Gonçalo de Sousa Monteiro gehört eindeutig zu den wichtigsten deutschen Cocktailkreationen aus der Zeit der frühen hiesigen Bar-Renaissance. Im Prinzip ein würzig erweiterter Rum Sour, ist der Drink heute klarer Bestandteil des Kanons stiffer Cocktails für Freunde ausdrucksstarker Kompositionen.

Das würdigt diese Woche auch die Redaktion vom US-Magazin Punch, die dem Ranglum einen eigenen Artikel gewidmet hat. Darin geht es nicht nur um die Entstehung des Drinks anno 2006 in der Berliner Victoria Bar, sondern auch um die Namensgebung sowie die kleinen Detail-Änderungen, die Monteiro inzwischen am Rezept vorgenommen hat – denn serviert wird der Drink in seinem Buck & Breck bis heute. Und wie man dem Punch-Artikel ganz klar entnehmen kann: Er sollte generell häufiger bestellt werden!

Más+: Lionel Messi mit eigenem Sport-Drink

Immerhin ist es kein Tequila: Wie zahlreiche Fach- und auch Publikumsmedien diese Woche meldeten, hat Lionel Messi seine eigene Sportgetränk-Marke namens Mas+ by Messi lanciert. Entwickelt hat der achtfache Weltfußballer aus Argentinien die Range aus vier Geschmacksrichtungen gemeinsam mit der gleichen Unternehmensgruppe, die auch die bekannte Hard-Seltzer-Marke White Claw herstellt.

Damit gesellt sich der aktuell bei Inter Miami aktive Sportler zu der immer größer werdenden Riege an Superstars mit eigener Beverage-Brand. Interessant daran ist – wie im Artikel von The Drinks Business konstatiert wird –, dass Messi sich mit Sportgetränken eine Kategorie ausgesucht hat, die einen gesättigten Markt darstellt. Anders als bei vielen seinen Tequila-, hüstel, -„produzierenden“ Kolleg:innen setzt er also nicht auf eine aktuelle Boom-Gattung. Ab August ist Más+ by Messi in den USA flächendeckend erhältlich, später dieses Jahr soll der globale Roll-Out folgen.

Rettung für Anchor Brewing

Vor knapp einem Jahr hatten wir an dieser Stelle über die Schließung und Abwicklung der US-amerikanischen Bier-Institution Anchor Brewing berichtet. Warum wir doch mal ausnahmsweise über Bier und Brauereien sprechen? Weil Anchor aus San Francisco mit seinen inzwischen 128 Jahren Geschichte eine einzigartige Brauerei in den Staaten ist – sozusagen das Role Model für alle Craft-Brauereien, die dort seit den 1980er Jahren entstanden sind.

Diese Woche nun eine erfreuliche Meldung: Der türkisch-amerikanische Unternehmer und manchmal sogenannte „Joghurt-Milliardär“ Hamdi Ulukaya hat die stillligende Anchor-Brauerei vom japanischen Sapporo-Konzern gekauft, das meldete etwa CNN. Viele Details zur Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit sind noch nicht bekannt, aber ein Statement seitens Ulukaya gibt es schon: Wie der neue Eigentümer zitiert wird, sollen die künftigen Anchor-Flaschen wieder mit dem klassischen, antikisierenden Etikett beklebt werden, die der ehemalige Eigner Sapporo 2017 – unter viel Kritik – hatte modernisieren lassen.

Giffard Alkoholfrei
Credits

Foto: everettovrk - stock.adobe.com

Kommentieren

Datenschutz
Wir, Meininger Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würden gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht uns aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
Datenschutz
Länderflagge Deutsch
Wir, Meininger Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würden gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht uns aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: