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Inventur am 1. Februar 2015

Neuer Rum, der Elephant Gin wechselt, im Norden gab’s Gewinner und Whisky ist ein Wirtschaftsfaktor. Außerdem gratulieren wir Monkey 47, und bei Brown Foreman dreht sich der Wind. Das und noch einiges mehr in der neuesten Inventur.

Jetzt ist er für viele endlich vorbei, die da so ambitioniert beim „Trockenen Januar“ mitgemacht haben. Neues jahr , neues Glück hieß es für so manchen am 1. Januar dieses Jahres und das fängt man gerne mal gesünder an. Jetzt also erstmal keinen Alkohol mehr trinken, und zwar den ganzen Januar über. Wer sich nun im Februaer wieder sanft aber immer noch „gesund“ an das Thema neu annähern möchte, dem sei zu The Savorys Cocktail-Rezepten geraten. Eine Reihe an Drinks, die auch Vitamine mitbringen. Wie zum Beispiel die Bloody Mary. Oder eine Margarita, recht viel Vitamin C hat die ja.

1) Elephant Gin bei Sierra Madre  

Ab heute, Sonntag dem 1. Februar 2015, ist es soweit. Der Importeur Sierra Madre erweitert sein Portfolio um den Elephant Gin, vormals wurde das Produkt von Haromex vertrieben. Der Elephant Gin ist ein deutsches Produkt mit afrikanischen Wurzeln und einem wohltätigen Anliegen. 15%  jeder verkauften Flasche gehen an zwei Elephantenschutzorganisationen in Afrika.

Destilliert wird der aus 14 Botanicals bestehende Gin in der Nähe von Hamburg auf dem Hof Schwechow in einem traditionellen Copper Still. Der Gin kommt in der 0,5l-Flasche und mit 43 % Vol daher. Geschäftsführer von Sierra Madre, Guide Klaumann, zeigt sich begeistert von der Erweiterung um den Elephant Gin: „Kompromisslos in Qualität und Geschmack und mit einem unternehmerischen Anspruch, der nachhaltig und verantwortungsbewusst ist, steht Elephant Gin für das, was ein Luxusprodukt im Spirituosenbereich im 21. Jahrhundert ausmachen muss. Das passt zu uns.“

2) Finale bei den Nordmännern

Die Bacardi Legacy Global Cocktail Competition findet dieses Jahr im entzückenden Sydney stat. Diese Woche fand bereits der Vorentscheid für die skandinavischen Länder statt. Die  Gewinner dürfen sich nun auf ein aufregendes Finale an der Ostküste Australiens. Hier die Gewinner:

Emil Åreng von der Open / Closed in Umeå, Schweden mit seinem Drink “Pepin Cocktail”
Jonas B. Anderson von der Strøm Bar, Copenhagen, Dänemark mit seinem Drink “Harlequin”
Mathias Alsén aus dem Brooms & Hatches in Oslo, Norwegen mit seinem Drink “Turning Leaves”
Mauricio Allende aus der Grotesk Bar in Helsinki, Finnland mit seinem DrinK “Ron-con-ton”.

3) Wirtschaftsfaktor Whisky

Die Scotch Whisky-Industrie in Großbritannien hat die Nase vorne. Sie hält derzeit einen Wert von mehr als 5 Milliarden Pfund, gemessen am Export und Arbeitsbeschaffung, den sie im Vereinigten Königreich erzielt.
Brenner von den Lowlands bis ins nördliche Kirkwall beschäftigen ca. 10 900 Mitarbeiter – indirekte Nutznießer der Whisky-Industrie sind hier noch nicht mitgerechnet. Die Zahl der assoziierten Dienstleister liegt dann noch einmal bei rund 30.000 Arbeitsplätzen. Diese Zahlen machen den Whisky zum drittgrößten Industriesektor im Vereinigten Königreich. Davor liegen lediglich die Energie- und Finanzwirtschaft.

Sprechen wir über die Exportzahlen, repräsentiert der Whisky-Sektor drei Viertel der schottischen und mehr als ein Viertel der Food & Beverage-Exporte in Großbritannien. Die jährliche Bilanzsumme beläuft sich 4,3 Milliarden Pfund im Jahr. Im Vergleich: die gesamten Exporterlöse für Großbritannien liegen bei 19,4 Milliarden Pfund. Eine mächtige Summe.

Hauptabnehmer für die Exportware Whisky sind die USA. Im Jahr 2013 betrug der gesamte Exportwert in die Vereinigten Staaten 820 Millionen Pfund – Rekord! Nicht, dass die britische Industrie damit am Ende wäre. Die Invensitionssumme seit 2008 stieg um enorme 31% auf mittlerweile 142 Millionen Pfund. Soll nochmal einer sagen, Alkohol sei keine gute Anlageoption.

4) Umschwung bei Brown Foreman

Das globale Portfolie des zu Brown Foreman gehörenden Whiskey-Herstellers Jack Daniels wird von nun an von Mark McCallum geleitet. McCallum war bisher verantwortlich für die Region Europa/Africa und asiatischer Pazifik. Seit 2003 im Unternehmen tätig, hielt er bisher die Positionen des Chief Brand Officer und Chief Marketing Officer inne.

John Hayes übergibt den Posten zum ersten Februar 2015. Hayes bleibt weiterhin in der BF-Gruppe und übernimmt ab jetzt die Aufgabe des Chief Marketing Officer für den Konzern.

5) Ron Zacapas zweite limitierte Ausgabe

Ron Zacapa bringt zum zweiten Mal den limitierten Blend Reserva Limitada auf den deutschen und österreichischen Markt. Der Rum ist inspiriert von der Kräuterverwendung in traditionellen Maya-Ritualen. Jedes Jahr wird ein neuer Reserva Limitada mit einem anderen Blend verschiedener Rumsorten herausgebracht. Verantwortlich dafür zeichnet stets Brennmeisterin Lorena Vasquez. Jede Ausgabe ist exakt einmal erhältlich. Geschmacklich soll er “am Anfang exotisch, aber strukturiert und komplex” sein. Der Zacapa Limitada kommt mit Noten von Karamell, Zimt und Rosinen, sowie Anklängen von geröstetem Holz und Vanille. Preislich wird er bei 83,99 € liegen.

6) Der Affe tanzt

Aus welchem Grund er tanzt? Im aktuellen Brand Report 2015 steht ein gewisser Schwarzwald-Gin ganz oben auf der Liste. Dabei zählen nicht blanke Verkaufszahlen, sondern die tatsächliche Kundenwahrnehmung der Spirituosen. Kleine Marken vom Nischenprodukt als Global Player zu etablieren, schaffen nur die wenigsten. Monkey 47 Gin hat indes einen sagenhaft erfolgreichen Produktstart hingelegt und ist seitdem nicht aufzuhalten. Wer dachte, dass der Enthusiasmus um das Produkt von Christoph Keller, Master Destiller Monkey 47, schon nach kurzer Zeit wieder vorbei sein dürfte, hat sich bis hierhin definitiv getäuscht.

Auch international macht der Gin von sich reden: Bis in die Rückbuffets nach Hong Kong oder Mailand hat es das Produkt geschafft. Tanqueray und Hendrick’s Gin lässt er trocken hinter sich, während er jedoch vorerst noch einzig deutscher Vertreter in der Top 10 ist. 

 

Credits

Foto: Vier Menschen via Shutterstock

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