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Inventur 31. März 2019 - Brexit, Zero Waste & Tiki-Fieber

Inventur am 1. September 2019 – Coke Food Festival sucht Gastro-Kontakt & Freimeisterkollektiv will weniger Plastik

Das Kollektiv aus Brennern und Brauern mit Nachhaltigkeitsprämisse beurteilt die als Originalitätsverschluss dominierende und aus Kunststoff bestehende Schrumpfkapsel als unzeitgemäß und favorisiert nachhaltige Versiegelungen aus Papier, die erfahrungsgemäß nicht optimal sind. Doch welche grünen Alternativen gibt es? Das Freimeisterkollektiv würde sich über den Austausch über dieses aktuelle Thema sehr freuen und nimmt Ideen, Vorschläge und Lösungen unter kontakt@freimeisterkollektiv.de sehr gerne entgegen.

» Wir müssen uns über die Schrumpfkapsel unterhalten«

— Freimeisterkollektiv

Coke weiter auf Tuchfühlung mit der Gastroszene

Das African Food Festival ist heute, in der Malzfabrik Berlin. Nächstes Wochenende gastiert das Coke Food Festival in der Alten Münze in Berlin. Dort haben Besucher die Möglichkeit, Originalgerichte aus der ganzen Welt, von südindischem Streetfood (Dosa), peruanischem Ceviche oder deftige Burger zu probieren. Internationale Chefköche und lokale Restaurants wie das Schneeweiß aus Friedrichshain oder die Brasserie Colette von Tim Raue sind vor Ort. Küchenchefs bereiten Gerichte selbst zu und erklären deren Herkunft und Tradition in Kitchen Stories-Workshops. Mit dem Coke Food Festival erweckt Coca-Cola die im Vorjahr initiierte Webserie The Original Way, in der ausgewählte deutsche Restaurants porträtiert werden, die klassische, internationale Gerichte auf authentische Art servieren. Zu allen beim Coke Food Festival präsentierten Ursprungsgerichten wird Coca-Cola aus der original 0,2-Liter Glasflasche oder ein anderes Getränk aus dem Hause Coca-Cola kostenfrei gereicht. Passend zur aktuellen Plakat-Kampagne, mit der das Unternehmen jüngst eindeutig neuen Anschluss an die junge, professionelle Gastroszene sucht.

Also, wie ist das nun mit dem Negroni?

Es ist noch nicht so lange her, als im Rahmen der diesjährigen Negroni Week weltweit das 100-jährige Jubiläum des Drink-Klassikers in Rot gefeiert und die Einnahmen der mittlerweile etablierten Veranstaltung einem guten Zweck zugeführt worden sind. Der Florentiner Luca Picchi will die Wahrheit und den Erfinder des berühmten Negroni-Cocktails in umfassender und jahrelanger Recherche entdeckt haben. Schließlich hat er darüber vor gut zehn Jahren gar ein ganzes Buch gechrieben.

In einem Interview mit Lars Reichardt von der Süddeutschen erzählt der Italiener die Geschichte über Graf Camillo Negroni, der – und kein anderer – den nach ihm benannten Drink erfunden haben soll. Während sich Picchi aufgrund vorhandenen Beweismaterials ganz sicher ist über Camillo Negronis liquide Erfindung, die gerade während der Negroni Week vielfach getwistet wird, gibt es auch kritische Stimmen zu seiner Behauptung. Angeblich trank Camillo Negroni mehr als zwanzig Negronis pro Tag – allerdings hinzugefügt werden, dass die damals üblichen Portionen wesentlich keiner waren.

Hospitality – Der Grundstein, um erfolgreich zu sein auf dem Barparkett

In nur fünf Wochen werden die MIXOLOGY Bar Awards 2020 an besonders eindrucksvolle Bars, neue Bars, exzellente Gastgeber, Barprodukte oder inspirierende Barkarten vergeben. Die sehnsüchtig erwartete Short List mit den Nominierten für die begehrten Award-Trophäen ist seit Donnerstag bekannt.
Doch wie wird man als Bartender erfolgreich und schafft eine Trink-Institution, die nicht nur konzeptionell von sich reden macht, sondern Gästen verschiedener Art, Herkunft und Gesinnung den erwünschten Raum, Atmosphäre und Kultur bietet? Philip Duff hat bekannte Bar-Betreiber und Bartender für SevenFiftyDaily zu Wort kommen lassen. Ein eingespieltes Team, Öffentlichkeitsarbeit, gute, lokale Produkte, die Zusammenarbeit und der Austausch mit gleichgesinnten Barbetreibern – viele hilfreiche Strategien und Ratschläge, die jedoch alle nicht um die Grundvoraussetzung, Intention und Basis einer jeden Bar umhinkommen: Den Willen, Gastgeber zu sein und das intensive, authentische Bemühen um den Gast.

Mut kann man nicht kaufen, Wagemut schon

Seine Leidenschaft für Spirituosen und Drinks perfektioniert Nicolas Kröger – nach Stationen u.a. in den Berliner Bars Salut! und Lebensstern sowie im Rum Depot – seit der vorjährigen Eröffnung auch in seiner Kreuzberger Bar Wagemut. Eine Schatzkammer mit destillierten Raritäten und Spezialitäten, die nicht der musealen Schau, sondern vorwiegend dem genussvollen Verzehr, auch in Tasting-Atmosphäre gedacht sind.

Seit Jahren widmet sich der Rumliebhaber aber auch selbst der Herstellung von Spirituosen wie Rum oder Gin – die ab sofort nicht mehr unter „N. Kröger Fine Spirits“, sondern unter dem Namen seiner Bar Wagemut im ausgesuchten Fachhandel und online erhältlich sind. Den Auftakt dazu gibt ein PX-Cask-Rum aus Barbados, der zehn Jahre in amerikanischer Weißeiche und feuchten PX-Sherry-Fässern gereift, bevor er unfiltriert und ohne Zusatz von Zucker oder Farbstoffen abgefüllt wurde.

Ein Herrengedeck für Mann und Frau

Das Herrengedeck sollte längst nicht mehr bloß als eine klassische Einzigartigkeit in verschwindenden Eckkneipen verstanden sein. Traditionellerweise aus Bier und Korn, also lang und kurz, bestehend unterscheidet es sich vom sogenannten Damengedeck mit Schaumwein und einem alkoholfreien Getränk durch eine hochprozentige Angelegenheit, die heutzutage nicht mehr nur Korn sein muss, wie sein Gespiele eben nicht mehr nur einfach Bier, sondern Kreativbier mit unterschiedlichen Nuancen sein soll. Das Herrengedeck ist salonfähig und verlangt nach Interpretation. Die Biersommelière Sophia Wenzel aus Hamburg weiß um das geschlechterstereotype Gedeck mit Kultstatus Bescheid und hat ihre eigene Version kreiert, für Mann und Frau.

Credits

Foto: Shutterstock

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