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Inventur am 10. Januar 2016

Willkommen zurück zur ersten Inventur des Jahres! Wir hoffen, Sie kamen rauschend in 2016 an. Neues von Tattinger und eine Mate-Verkostung.

Wir lieben Brot,. Daher starten wir mit ebenjenem auch in 2016 und schlagen die Veranstaltung “BrotZeit” vor. Am 17. Januar 2016 dreht sich in der Berliner Markthalle 9 alles um das Brot und die Zukunft des Bäckereihandwerks: Bei BrotZeit wird es Panels, Diskussionsrunden, einen Markt mit Backwaren und Workshops geben. Wir sehen uns dort und bis dahin legen wir los mit der aktuellen und wie bereits erwähnt ersten Inventur des noch so jungen Jahres.

1) Krank sein? Nicht möglich

Diese Information dürfte jetzt nicht sonderlich überraschen: eine Krankenversicherung zu haben ist in den Vereinigten Staaten von Amerika keine Selbstverständlichkeit. Für viele Arbeitnehmer ist die Lage prekär, allen voran die Menschen, die in der Gastronomie ihr Geld verdienen. Nach Angaben vom Bureau for Labor Statistics erleiden nur 3,6 von hundert Arbeitnehmern in der Gastronomie bei einer Vollzeitstelle je eine Verletzung am Arbeitsplatz – was nicht stimmen kann. Die nicht gemeldeten Unfälle sind überwältigend, die meisten arbeiten jedoch auch verletzt weiter, da, bei einem Mindeststundenlohn von 2,14 US-$ durchschnittlich keine Krankenversicherung vom Arbeitgeber enthalten ist. Und wer nicht da ist, wird  nicht bezahlt. Hier geht es zu dem ganzen Artikel in der Washington Post und von Claire McLafferty der einem zugegebenermaßen kalte Schauer den Rücken hinab jagt. Aber es ist, ob nun hinter der Bar in Deutschland oder als Gast, wichtig, sich der Lage, wie sie teilweise in den Staaten vorzufinden ist, bewusst zu sein. Denn je mehr Menschen bescheid wissen, desto eher kann sich etwas ändern.

2) Mate: Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen

Vorbei die Zeiten, in denen es exakt eine Sorte von Mate gab und die besonders in Berlin auf einen Siegezug zurück blicken kann. Mittlerweile gibt es eine fast unüberschaubare Menge, aber welche soll die beste sein? Bei ze.tt hat man sich der Sache nun ganz pflichtbewusst angenommen und einen Test mit insgesamt sieben Produkten von unterschiedlichen Herstellern veröffentlicht. Was zeichnet die Mate eigentlich aus? Der hohe Koffeingehalt des ursprünglich aus Südamerika stammenden Mate-Tees, der mal mehr mal weniger gezuckert in deutschen Kühlschränken und abgefüllt in Flaschen zu finden ist, macht das Erfrischungsgetränk so beliebt.

In vier Kategorien wurde bei ze.tt bewertet: es ging um Koffein- und Zuckergehalt, um den Preis und um den Geschmack natürlich. Bei Koffein lag die Marke Mate Mate aus Berlin ganz vorne, beim Zucker allerdings auch, was dem ganzen allerdings keinen Abschlag tat, denn das noch recht junge Produkt holte sich schließlich den ersten Platz. Die Kriterienauswahl und die Verkostungssituation lassen natürlich Luft nach oben, allerdings geben die Diagramme einen guten Überblick über den jeweiligen Zucker- und Koffeingehalt der unterschiedlichen Mate-Produkte. Den ganzen “Test” lesen Sie bei den Kollegen.

3) Franzosen in England

Tattinger gab vergangene Woche bekannt, von jetzt an auch Wein in England anbauen zu wollen und ist damit das erste Champagnerhaus, das direkt in britischen Schaumwein investiert. Tattinger lancierte vergangene Woche Domaine Evremond. Damit segelt das französische Unternehmen ganze vorne mit auf dem aktuellen Trendthema der Insel: Schaumwein. Der englische Wein gewinnt zunehmend an Popularität und bei Blindverkostungen etwa sicherten sich englische Weine von Nyetimber und Hambledon die vorderen Plätze – und das bei Konkurrenten wie Veuve Clicquot und Pol Roger.

In dem Weinbaugebiet von Domaine Evremond in der Nähe von Kent werden die drei für den Champagner nötigen Sorten Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier auf insgesamt 69 Hektar angebaut. Die Lage ist laut Tattinger optimal für den Anbau von den Trauben: der Boden ist kalkhaltig und die Hänge südgerichtet. Die Schaumweine werden in den 2020ern auf den Markt kommen.

4) Man trinke weniger, dafür besser

Und wir bleiben in England: Mit dem neuen Jahr hat das Vereinigte Königreiche eine neue Trinkempfehlung für Männer und Frauen herausgegeben, und zum ersten Mal in zwanzig Jahren wird die empfohlene Menge an Alkohol pro Woche für Männer und Frauen gleichgesetzt. Bislang durften Männer laut den Richtlienien 21 Einheiten Alkohol pro Woche zu sich nehmen und Frauen 14, jetzt liegen beide bei 14 Einheiten. Was genau eine Einheit sein soll? Das entspricht etwa acht Gramm reinen Alkohols. So hat ein Viertel Rotwein ungefähr drei Einheiten, ein Pint mit 3,5 Volumenprozent Alkohol exakt eine Einheit.

Der The Guardian hat ausführlichere Infos zu den strengen Richtlinien und verweist noch einmal darauf, dass das Bureau of Health außerdem betont, dass die Richtlinien nicht als “sicher” angesehen werden kann, da der Konsum von Alkohol auch in geringen Mengen eng mit unterschiedlichen Erkrankungen in Verbindung gesetzt wird.

Credits

Foto: Zwei Männer via Shutterstock

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