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Inventur am 17. April 2016

Heute geht es um den wichtigsten Affen bei Monkey 47 und das schwarze Kamel in Wien. Außerdem um einen neuen Vodka und die erste Goldberg Competition überhaupt.

 

Birra, Birra in Berlino! Verzeihen Sie unser Italienisch, aber wir sind schon ganz aufgeregt: am 30. April 2016 steht die Eröffnung einer neuen Bierbar im Prenzlauer Berg an. Einer italienischen  Craft Beer Bar! Unser Autor Peter Eichhorn hat ja erst kürzlich die besten italienischen Craft-Brauereien  vorgestellt, jetzt kann man sich ein oder zwei davon vielleicht auch persönlich und vom Hahn probieren. 16 Zapfhähne gibt es da, vom Tap fließen u.a. mehrere Sorten von Birrificio Lambrate. Hinter dem Projekt stehen die zwei Brauer Manuele Colonna aus Rom und Giampaolo Sangiorgi aus Mailand. Wir sehen uns dort. Ciao ciao, amici und jetzt los zur Inventur.

Das schwarze Kamel sieht rot!

Ein Tempel des Aperitivo geht auf Reisen: Die 1915 eröffnete Bar „Camparino“ in Mailand setzt zum Gastspiel in Wien an. Deutlich länger existiert die ehemalige Kolonialwarenhandlung „Zum Schwarzen Kameel“, sie steht zwei Jahre vor ihrem 400. Geburtstag. „Kameel“-Impressario Peter Friese kannte den Aperitivo-Treff in der der Galleria Vittorio Emanuele II bestens: „Ich fahre seit Jahrzehnten nach Mailand und besuche die Familie Orlando Chiari“. Nun holt er die Campari-Bar von 25. April bis 12. Juni (täglich 12-22 Uhr) als Pop-up in sein ehemaliges Bonbon-Geschäft.

Christian Ebert (Ebert’s Bar) hat die Drinks kreiert, der eigentliche Star wird aber eine Soda-Siphon-Anlage sein, mit der der unverwechselbare „Campari Seltz“ zubereitet wird. Ob die „Crema“ aus Soda im „Kamöh“ zu Wien so eindrucksvoll wie in Milano ausfällt, wissen wir also schon bald.

Goldberg in Dubai

2016 ist das Jahr der ersten Goldberg-Competition überhaupt. Das Bitterlimonaden-Haus ruft aktuell zur Teilnahme an der Goldberg Cocktail Competition auf und fordert Bartender dazu auf, zwei Drinks – einen Cocktail und einen Longdrink – zu kreieren. Beide sollen mindestens eins der Goldberg-Produkte enthalten. Das Finale des Wettbewerbs wird am 1. Mai 2016 in der Noir Bar des Kempinski Hotels in Dubai ausgetragen. In der Jury sitzt neben dem Bartender Jimmy Barrat auch Helmut Adam, der Herausgeber des MIXOLOGY-Magazins. Zu gewinnen gibt es einen Besuch des Bar Convent Berlin am 11. und 12. Oktober 2016. Der Finalist darf an den zwei Tagen am Stand von Goldberg seine Gewinnerdrinks mixen und sie den Besuchern der Fachmesse präsentieren. Mehr Infos zur Teilnahme an dem Wettbewerb finden sich hier online.

Aus eins mach drei

Vergangene Woche wurde bekannt, dass eine der großen New Yorker Bars von Rang und Namen, das Employees Only, drei weitere Dependancen eröffnen wird. Mit dem gleichen Konzept. Die eine Schwesterbar wird in Singapur sein, die anderen beiden bleiben auf dem nordamerikanischen Kontinent: in Miami/Florida und in Austin/Texas. Im Juni dieses Jahres bereits wird das Employees Only im Chinatown-Teil von Singapur eröffnen. Steve Schneider persönlich wird sich nach Singapur begeben, um das Enstehen der neuen Bar zu begleiten. Im Grunde wird das gesamte Konzept der Mutterbar in New York nach Asien übertragen, so sollen Dekor wie auch Menükarte komplett die gleiche sein.

Das eröffnen einer Zweigstelle einer der bekanntesten Bars der Welt in Singapur ist nur ein weiteres Indiz für die Rolle als “Powerhouse”, die die Löwen-Stadt in den letzten Jahren auch in Sachen Bars und Nachtleben einzunehmen scheint. Das dritte Employees Only wird im kommenden Herbst im Washington Park Hotel in Miami Beach seine Pforten öffnen, wann es in Austin soweit sein soll, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht bekannt.

Wenn Windspiel in Vodka macht

Bislang hat Windspiel von sich mit einem Gin und dem passenden Tonic dazu reden gemacht. Ab sofort kann sich der geneigte Spirituosenfreund auch einen Vodka aus dem selben Haus ins Regal stellen. Der Windspiel Barrel Aged Vodka wird aus der Kartoffeln der Sorte Pirol gemacht und verbringt nach seiner fünffachen Destillation mehrere Monate in Eschenfässern.

Insgesamt wird es 20.000 Flaschen von dem Kartoffelvodka geben, nächstes Jahr gibt es eine zweite Auflage, wie die Manufaktur schon einmal bekanntgibt: hierfür wird eine andere Kartoffelsorte verwendet werden. Zu haben ist er für rund € 45.

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Monkey 47: Gerüchteküche

Für das Online-Magazin Viertel Vor hat Anna Schunck mit Christoph Keller, dem Destillateur von und Mastermind hinter Monkey 47 Gin aus dem Schwarzwald, gesprochen und ein Interview veröffentlicht mit einer Überschrift, die einschlägt: “Warum machst Du Schluss mit Monkey Gin, Christoph Keller?”

Wie, “Schluss machen”? Bei uns hat der Artikel für Verwirrung gesorgt, so heißt es doch, Keller plane “seine” Stählemühle in eine Privatbrennerei umzuwandeln, aber heißt das auch, seine Tage mit dem Affen aus dem Schwarzwald sind ebenfalls gezählt? Die Brennerei Stählemühle – in der rund fünfzig verschiedene Sorten von Obstbränden destilliert werden – wolle Keller in zwei Jahren schließen. Was dann aus dem Affen aus dem Schwarzwald wird, das haben wir Alexander Stein gefragt. Auch bei ihm sei der Artikel auf Verwirrung gestoßen, so ändert die Zukunft der Stählemühle nicht auch die von Keller bei Monkey 47. So habe man doch kürzlich selbst eine eigene Brennerei gebaut und der Titel für das Interview sei schlichtweg “verwirrend und schlecht gewählt”.

Na dann, wir atmen erleichtert auf und stoßen mit einem Gin & Tonic an.

Credits

Foto: Mann & Frau via Shutterstock.

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