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Inventur am 18. Januar 2015

Wir sind zurück mit einigen Erweiterungen bei William Grant & Sons, Borco und dem Champagner-Turm, den wir uns alle immer schon heimlich wünschten. Außerdem werfen wir einen Blick nach Südkorea.

Ist es schon wieder soweit? Ja, die Fashion-Week hält Einzug in Berlin. Aber keine Sorge, nicht nur die Mode wird gefeiert, sondern auch die Bars der Stadt. In den kommenden fünf Tagen häufen sich Events über Veranstaltungen über Partys.

Heute stoßen wir erstmal mit einer Bloody Mary auf dem Breakfast Market an und morgen geht es im “Firmament” weiter. Dort wird der Hotzenplotz Food Truck sein und man findet uns dort ganz bestimmt in der ersten Reihe am Tresen. Wir wünschen jetzt aber erstmal einen entspannten Sonntag mit unserer wöchentlichen Inventur.

1) Typisch deutsch

Die Süddeutsche Zeitung berichtet: Szenenamen in Südkorea, man glaubt es kaum, haben ihren Ursprung in der deutschen Sprachkultur. In deutschsprachigen Ländern stehen Anglizismen nachwievor hoch im Kurs, aber einige tausend Kilometer weiter ist Dseutsch die Sprache der Stunde.  In Südkorea kommt man immer mehr auf den Geschmack, Namen mit deutschem Ursprung zu benutzen.

Ein Bielefelder Fotograf hat sich das genauer angesehen und bereiste das Land auf der Suche nach den Ausläufern dieses Trends. Ergebnis ist eine beeindruckende Fotoserie zu dem Thema deutsche Markennamen in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Was sich hinter den Namen allerdings genau versteckt, bleibt meist nur zu erraten. Klang des Wortes scheint oft wichtiger zu sein als tatsächliche Bedeutung.

Eines der beliebtesten Lehnwörter im asiatischen Raum ist definitiv das Wort “Hof”. Angelehnt ans “Hofbräuhaus” gleicht der Begriff etwa der Bar, Kneipe oder dem Lokal. Bei der Aussprache schlagen sich die Südkoreaner tatsächlich gar nicht so schlecht, berichtet der Fotograf. Durch ihre Englischlenntnisse sind die meisten den europäischen Schriftzeichen vertraut.

2) Champagner-Turm gegen Januar-Widrigkeiten

Der Januar-Blues: Die Feiertage sind vorbei, alles, was im Dezember gefeiert wurde, hat unter Umständen Spuren zurückgelassen und bis es Sommer wird, dauert es noch einige Monate. Was hilft? Ganz recht, ein Champagner-Turm. So oder so ähnlich sah man das wohl auch bei Coupe Stack.

Die Briten entwickelten einen Glas-Turm aus sechs Champagnergläsern, der exakt so konzipiert ist, dass eine Flasche des Schaumweins gleichmäßig verteilt werden kann. Sie und Ihre fünf Gäste können nach dem nicht zu verachtenden Show-Effekt des Konstrukts gleichberechtigt anstoßen.

Das Ganz kostet rund 70 britische Pfund was etwa 95 € entspricht. Die Lieferung auf die Insel ist kostenlos, hergestellt wird der Turm in Frankreich. Ein Video illustriert, wie das Konstrukt funktioniert, und bestellen lässt er sich auf der Seite von Coupe Stack. Man muss die Physik schon lieben. Mindestens genau so sehr wie Champagner.

3) Ein Amerikaner gewinnt Beefeater MXLDN

Der Gewinner des Beefeater MXLDN Cocktailwettbewerds steht fest. Der Amerikaner Brandon Phillips hat sich mit seinem Cocktail “Hackney Handshake” im Londoner Finale durchgesetzt. In der Jury saßen der Beefeater Master Distiller Desmond Payne, Ryan Chetiyawardana and Dave Broom, Simon Difford und Sandrae Lawrence (The Cocktail Covers).

Mit seinem Cocktail hat Phillips sich gegen die dreißig anderen Finalisten durchgesetzt, so dass für ihn nun weite Reisen anstehen. Er wird zwei der wichtigsten Barmessen besuchen und hat die Wahl zwischen den Tales of the Cocktail, der Tokyo Barshow und der Moscow Barshow. Wir gratulieren!

4) Borco reiht ein

Borco erweitert mit dem Jura 21yo und Jura 1984 sein Portfolio. Wer sind die zwei? Der Jura 21yo wurde im Jahr 2010 erstmalig zu Ehren des 200jährigen Jubiläums der Destillerie angefüllt. Er reift in Olosoro-Sherryfässern aus amerikanischer Weißeiche von 1963.

Er liegt bei 44% Vol und ist für etwa 129 € zu haben. Der Jura 1984 hingegen hat einen literarischen Hintergrund. George Orwell verfasste im Jahre 1948 während eines Aufenthalts auf der Insel seinen Roman „1984“ und passenderweise wurde genau in diesem Jahr wurde zu Ehren Orwells Geschichte eine kleine Menge an Whisky abgefüllt.

2014 fand dieser Whisky dann seinen Weg in – genau – 1984 Flaschen. Der Single Malt Scotch wurde bei 44% Vol abgefüllt und hier sollte man etwas tiefer in die Hosentasche greifen, denn für etwa 900 € darf man ihn dann mit nach Hause nehmen. Und dann am besten zum gleichnamigen Roman genießen.

5) Bacardi stellt um

Der weltweit agierende Spirituosenkonzern Bacardi stellt seine Führungebene neu auf. Dmitry Ivanov, vormals Global Category Director, wird in Zukunft den Posten des Chief Marketing Officers übernehmen.

Ivanov, hauptverantwortlich für die erfolgreiche “Bacardi Untameable”-Kampagne, übernimmt mit seinem neuen Job ebenfalls die Position des President of Bacardi Global Brands. “Mit 20 Jahren Erfahrung im Comsumer Marketing und 8-jähriger Tätigkeit bei Bacardi kennt Dima unsere Brands und was es braucht, um erfolgreich Premium-Produkte zu vermarkten,” so Mike Dolan, Bacardis CEO.

6) Die Girvan Distillery hat da was Neues

William Grant & Sons launcht zwei Neuigkeiten auf dem deutschen Markt. Der Girvan Patent Still Single Grain No. 4 Apps und der Girvan Patent Still Single Grain 25 Years Old Scotch Whisky sind ab jetzt auch in hier zulande erhältlich. Der Master Distiller der Girvan Destillerie, John Ross, sagt über die Produkte:  „The Girvan Patent Still verwendet nur feinstes Getreide, um einen sehr feinen, fruchtigen und rein schmeckenden Getreidebrand, der leichter in Aroma und Charakter als die meisten Malt Whiskys ist, zu produzieren. Über lange Reifejahre in First-Fill-Fässern aus amerikanischer Weißeiche bilden sich Geschmack, Charakter, Farbe und Komplexität. Diese Reifezeit macht den Whisky milder.”

Aromatisch dominieren Noten von Toffee, Vanille, Honig und kandierten Früchten. Der ältere der beiden, der The Girvan Patent Still Single Grain 25 Years Old reift, für mindestens 25 Jahre in First-Fill-Fässern aus amerikanischer Weißeiche. Preislich liegt letzterer bei ca. 300 € für die 0,7 l- Flasche mit 42 % Vol. Der jüngere Girvan Patent Still No. 4 Apps Single Grain Scotch Whisky liegt bei ca. 50 € für die ebenfalls 0,7l-Flasche mit einem Alkoholgehalt von 42% Vol.

Credits

Foto: Mann mit Mikrofon via Shutterstock

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