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Inventur am 24. August 2014

Limitiertes aus Italien und von Sierra Tequila, die Memoiren eines legendären Türstehers und ein Programm macht den Hotelgast zu einem gläsernen. Die neuste Inventur ist da.

Vergangene Woche wurde auf MIXOLOGY ONLINE die Long List der Nominierten für die MIXOLOGY BAR AWARDS 2015 bekannt gegeben und wir sind schon ganz aufgeregt vor lauter Vorfreude. Also Smoking entstaubt, das Abendkleid in die Reinung und der Champagner gekühlt – bald ist es soweit. Solange werfen wir einen Blick, was so alles in der Barwelte passierte und stießen unter Anderem auf Limitiertes und Bitteres.

1) Limitiertes von Sierra Tequila
Bereits im vergangenen Jahr gab es eine Sonderausgabe von Sierra und jetzt geht der Tequila  in eine zweite Runde. Ab September wird es die typische Sierra Tequila Flasche in schwarz geben, mit drei verschiedenen Motiven versehen. Die drei Ausführungen gibt es entweder mit dem Herzensbrecher, dem Kämpfer oder dem Sonnengott Tontiuh. Das Aussehen mag sich ändern, aber der Inhalt bleibt bei der Sonderausgabe der gleiche.
2) Der gläserne Gast
Check-in bei Facebook, das Frühstücksei bei Instagram, ein Kommentar zum Service bei dem Bewertungsportal Yelp, eine kurze Beschwerde über das fehlende Handtuch bei Twitter… Hotel-Gäste sind oft umtriebig im WWW. Und um da als Gastronom nicht auf der Strecke zu bleiben, gibt es nun ein Programm, um die Gäste im Auge zu behalten. Reputami, das von Ali Saffari und Oliver Twardowski entwickelt wurde, ist eine Gästesuchmaschine für Hoteliers und Restaurantbesitzer. Der Sinn des Ganzen ist, Gäste mit ihren Social Media-Profilen abzugleichen und so nachzuvollziehen, auf welchen Bewertungsforen – wie etwa Yelp- sie Restaurants oder Hotels in der Vergangenheit öffentlich lesbar bewertet haben.
Dann wird der Einfluss des Posts und damit die “Macht” des digitalen Ichs des Gastes eruiert. Das soll den Gastronomen dabei helfen, auf die Bedürfnisse des Gastes besser einzugehen und hier und da ein Lächeln mehr zu verschenken, besonders dann, wenn klar ist, dass der Gast digitale Foren eifrig und vor allem einflussreich nutzt. Heißt das, man bekommt im Restaurant weniger Aufmerksamkeit geschenkt, als der Nachbar, der jedes einzelne Gericht auf Instagram lädt? Nein, natürlich nicht, geben die beiden Gründer im Interview mit Maren Hoffmann an und verweisen darauf, dass der Sinn des Programms ist, den individuellen Service am Gast zu verbessern.
3) Die Memoiren eines sagenumworbenen Türstehers
Das Berghain wird zehn, Philip Oltermann blickt für The Guardian zurück auf die letzte Dekade und holt ein paar Stimmen zum Mythos rund um den Club ein. Sven Marquart steht an der Tür vom Berghain und entscheidet seit Anbeginn über den weiteren Abendverlauf von Tausenden von Gästen, die ihr Glück in der Hoffnung auf Einlass versuchten und teils von weit her auf Easyjet-Pfaden angereist kamen. Zehn Jahre sind  beachtlich und damit war es offenbar an der Zeit, ein paar Memoiren zu verfassen, das fand auch Marquart und nun kommt “Die Nacht ist Leben” auf den Markt.
Da lässt er sich via Ghostautor Juttka Strittmatter ein wenig in die Karten schauen und legt dar, wie er entscheidet wer reinkommt, wer weiterziehen soll und gibt außerdem einen Schwank aus dem eigenen Werdegang. Wer nun darauf hofft, in dem Werk den ultimativen Schlüssel für das ewige Berghain-Glück zu finden, wird wohl enttäuscht. Marquarts Entscheidungen basieren eher weniger auf einem nachvollziehbaren System, was aber ein paar findige Entwickler auch nicht davon abhielt eine App, zu entwickeln, die das Reinkommen erleichtern soll. Die App inkludiert die Wetteransage, das DJ-Programm am jeweiligen Abend und Links zum einschlägigen Online-Handel, in dem sich Schuhe und Bekleidung fürs Ausgehen erwerben lassen. So einfach ist das also.
4) Gleiche Küste, neue Bar
Albert Trummer macht was Neues an der gleichen Küste. Der Inhaber der legendären Apotheke Bar in Chinatown, NYC eröffnet eine zweite Bar in South Beach und soll den klingenden Namen “Drawing Room” tragen. Die Bar ist im Shelborne Wyndham Grand South Beach und die Bartender werden Laborkittel tragen, während sie die Cocktails mixen. The New Yorker stellt zudem die drei Kategorien vor, in die die Drinks aufgeteilt werden. Es gibt die Pain Killer, Stress Reliever und dann noch die Aphrodisiacs. Die Namen sind Programm und den Barbesuchern wird damit bei jedem Anliegen geholfen. Insgesamt soll es sich um eine größere Version der Apotheke handeln. Wir können’s kaum erwarten.

5) Best Dressed Prosecco
Die norditalienische Prosecco-Marke Scavi & Ray macht gemeinsame Sache mit Camouflage Coutoure Stork, das wurde vergangene Woche bekannt. Gleich zwei extravagante und bunte Designs hat das Label Camouflage Couture Stork für Scavi & Ray entworfen. Und das ganz im Stil des Designers Franco Stork. Die neuen Fashion-Editions des italienischen Proseccos sind ab September in einer limitierten Auflage in 0,75 LiterFlaschen für  5,99 Euro im Einzelhandel erhältlich.

6) Die Bulldogge von der Insel

Der Bulldog Gin ist ein London Dry Gin und wird in Handarbeit in England hergestellt. Zwölf Botanicals, wie unter Anderem türkischer Weissmohn, asiatische Lotusblätter und französischer Lavendel geben dem Gin seinen Geschmack. Der Gin wurde 2007 weltweit lanciert und trägtden Geist der originalen Britischen Bulldogge, Winston Churchill, in sich. Seit März 2014 ist die Campari Schweiz AG der offizielle Distributor für Bulldog Gin in der Schweiz und der Gin ist in der 0,7 l-Flasche bei Prodega, Top CC und im ausgewählten Fachhandel verfügbar und kostet 30 CHF.

7) Es wird bitter bei De Kuyper

Ab 1. Septemer 2014 wird Borco-Marken-Import seine De Kuyper Range um eine weitere Kategorie erweitern, denn die De Kuyper Original Elixiers werden auf dem deutschen und österreichischen Markt eingeführt. Was genau verbirt sich in den Flaschen der Original Elixirs? Bitteres. Es handelt sich um vier Sorten und zwar die De Kuyper Classic Bitters, die Orange Bitters, die  Cocoa Bitters und die Juniper Bitters. Die Auswahl an Würzbitter der niederländischen Marke sind in einer 100ml Dropper Bottler erhältlich.

Credits

Foto: Frau mit Brief via Shutterstock

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