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Inventur am 28. Juli 2019 – Pink Gin boomt, Milchklärung, Klage gegen Google & Spirited Awards

Inventur am 28. Juli 2019 – Pink Gin boomt, Milchklärung, Klage gegen Google & Spirited Awards

Ende Juli wurden in New Orleans die Spirited Awards vergeben, die wichtigste Auszeichung der US-Barszene im Zuge der Tales of the Cocktails. Gleich zwei nationale Auszeichnungen gab es für das Herbs and Rye in Las Vegas, einmal als Barteam des Jahres, und einmal als High Volume Cocktail Bar des Jahres.

Der internationale Sieger der letztgenannten Kategorie? Ist ein alter Bekannter aus München, wie man weiter unten im Text erfährt. Als bestes amerikanisches Bar-Restaurant wiederum wurde das Dante in New York ausgezeichnet, wofür wir Barchef Naren Young herzlichst gratulieren, den wir vor nicht allzu langer Zeit zum ausführlichen Interview gebeten hatten. Aber nun geht es ab in die wöchentliche Inventur, wofür wir uns zuerst die rosarote Brille aufsetzen:

Großbritannien erlebt einen Pink Gin Boom

Was im Mutterland des Gins passiert, ist häufig eine Vorhersage darauf, was etwas zeitversetzt in Sachen Wacholder in Deutschland, Österreich und der Schweiz geschehen wird. Und aktuell jedenfalls sind die Briten verrückt nach Pink Gin.

Das besagen Daten der Marktforscher von CGA. Über fünf Millionen Befragte geben an, Pink Gin oder aromatisierte Gins zu trinken. Eine Zahl, die sich verachtfacht habe. Dazu kommt, dass der rosa Gin für rund 70 % des Wachstums der Kategorie insgesamt verantwortlich sei.

Das Wachstum von Gin insgesamt sei ebenfalls robust. In den letzten Jahren wären satte 247 neue Gin-Marken auf den Markt gekommen. Davon sei jeder sechste ein Pink Gin gewesen. Wer mehr Details über den grossen Pink Gin Boom wissen möchte, schaut bei unseren Kollegen von The Spirits Business vorbei.

Schumann’s als „Best International High Volume Cocktail Bar“ prämiert

Erneut durfte sich die bekannte Münchener Schumann’s Bar bei den amerikanischen Spirited Awards über eine Auszeichnung freuen. Zum zweiten Mal nach 2014 trägt die Bar von Impresario Charles Schumann den Titel „Best International High Volume Cocktail Bar“.
Damit werden Bars mit großem Gästedurchlauf ausgezeichnet. Weitere internationale Auszeichnungen gingen nach Singapur, London und erstmals auch nach Mexiko.

Wirt vom Bräustüberl am Tegernsee verklagt Google

Wer eine Bar oder ein Restaurant sucht, verlässt sich meist auf Google. Der Internet-Riese hat alle anderen Dienste mehr oder weniger vom Markt gedrängt. Er bietet neben Fotos der Lokale auch die Öffnungszeiten, die Anfahrtswege, Bewertungen von Gästen und inzwischen auch Daten zur Gästefrequenz.

Ganz so schlau, wie sich die Firma aus den USA gibt, ist sie allerdings nicht. Der Wirt des Bräustüberl hatte sich seit geraumer Zeit über die falschen Daten über Wartezeiten in seinem Lokal und Biergarten geärgert. Wenn Google Wartezeiten angab, war bei ihm häufig noch die Hälfte der Plätze frei. Nachdem die Firma nicht auf seine Kontaktversuche reagiert hat, zieht er jetzt vor Gericht.

Gib den Cocktails Milch!

Die einfach anwendbare Technik der Eiweißklärung, über die wir auf MIXOLOGY Online bereits berichteten, macht in immer mehr Bars die Runde. Mit ihrer Hilfe kann die Textur eines Getränks verändert werden, ohne dass man bei der Farbe des fertigen Werks Abstriche machen muss.

Dabei ist die Technik überhaupt nicht neu. Cocktailhistoriker David Wondrich fand bei seinen Recherchen für das Buch Imbibe! eine Rezeptur aus dem Jahre 1711. Die Kollegen von SevenFiftyDaily haben sich durch mehrere amerikanische Bars gefragt und getrunken, um den Stand der Dinge bei der Milchklärung zu erfahren.

Dieser Artikel enthält Affiliate Links.

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Foto: ©Shutterstock

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