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Inventur am 29. November 2015

Willkommen zurück! Wir drehen uns heute um die Insel und sprechen über zwei Bars in London. Zudem berichten wir über das “Mitte Triangle” das Gutes tut und den Mezcal Marca Negra bei Sierra Madre.

Heute freuen wir uns über Pizza, Pasta und Dolce Vita: Morgen beginnt für eine Woche die “Eatalian Food Week” in Berlin, und das bedeutet sieben Tage lang drei Gänge für 20 Euro in 18 Restaurants genießen, die von italienischen Teams geführt werden. Jan-Peter Wulf vom Nomyblog hat hier die Details, wir allerdings – andiamo! – legen los mit der aktuellen Inventur.

1) Rum trinken und Gutes tun: Das Mitte-Dreieck

Drei Bars in Berlin Mitte, genauer gesagt die Amano Bar, das Sodom & Gomorra und die Bar Tausend, formen zusammen mit Bacardi das “Mitte Triangle”, um Gutes zu tun. Alle drei werden noch bis zum 13. Dezember 2015 einige Cocktails vergünstigt anbieten und je drei Euro pro verkauftem Drink an den Verein “Gastronomie gegen Rassismus e.V.” spenden.

Mit den Spenden, die durch den Verkauf der Drinks Popcorn Old Fashioned, Periodista, Late Autumn, Celery Daiquiri und Ocho Cuba Libre in den Bars eingenommen werden, sollen Flüchtlinge in den kalten Monaten unterstützt werden. Bacardi selbst steuert den Rum für die Cocktails bei. Wir bestellen schonmal alle fünf.

2) Mezcal voraus!

Erst gestern haben wir mit unserem Autor Stefan Adrian bei MIXOLOGY ONLINE über die Rolle des Mezcal in den heimischen Bars nachgedacht, da flattert uns die Pressemitteilung von Sierra Madre ins Haus. Dort übernimmt man nämlich ab sofort den Vertrieb und Import von Marca Negra Mezcal. Zwei Sorten reihen sich neben der recht vielfältigen Tequila-Range bei Sierra Madre in das Portfolio: der Marca Negra Espadín und der Marca Negra Tobalá. Wir freuen uns über den Zuwachs und  hoffen, dass wir damit dem seit dem jahrelang angesagten Durchbruch des Mezcal einen Schritt näher kommen.

3) Artesian: die Fußstapfen sind groß. Pip Hanson will sie füllen

Vor wenigen Wochen berichteten wir, dass Alex Kratena und Simone Caporale die Londoner Artesian Bar nach fünf beziehungsweise acht gemeinsamen Jahren und inklusive gesamtem Barteam mit einem Knall verlassen haben. Die klaffende Lücke ließ uns allen keine Ruhe, jetzt haben wir in Erfahrung gebracht, wer die Postion als Bar Managaer übernehmen wird: der US-Amerikaner Philip “Pip” Hanson, der unter anderem in der Marvel Bar in Minneapolis und der Tender Bar in Tokyo Erfahrungen sammelte.

Letztere Station hat Hansons Stil zu dem gemacht was er ist – nämlich sehr zurückhaltend und minimalistisch. Er selbst freut sich schon sehr über die neuen Aufgaben und darüber, das Artesian in eine neue kreative Richtung zu führen. Aktuell bleibt das Thema Surrealismus auf der Karte auf Grund vertraglicher Bindung noch ein wenig erhalten, danach werden wir sehen, was Hanson als neue Richtung für die renommierte Bar aus dem Ärmel schüttelt.

4) Es geht um die eingelegte Zwiebel

Und wo wir gerade bei Bars in London sind: mit The Gibson macht in der britischen Hauptstadt ein Gemeinschaftsprojekt von Marian Beke und Rusty Červen in der Old Street auf. Bei den Namen klingelt’s? Völlig zurecht. Beke dürfte dem geneigten Barvolk aus seiner Zeit als Headbartender im Nightjar bekannt sein, und auch Červen ist ebenfalls kein Unbekannter, so war er doch früher Head Mixologist in der ehrwürdigen Coburg Bar des Londoner The Connaught Hotel. Die neue Bar der beiden Kreativen wird ihrem Namen voll und ganz gerecht, denn den Gibson Cocktail hat der Meinung der beiden Bartender nach bislang noch niemand im Königreich perfektioniert. Der Fokus soll in der The Gibson Bar auf “Premium-eingelegten Zwiebeln” liegen. Darauf muss man erstmal kommen. Vielversprechend?

5) Schwarze Schafe

Seit Oktober gibt es sie bereits in der benachbarten Alpenrepublik Österreich, mit Frühjahr 2016 darf sich auch Deutschland auf die Schweppes Cola freuen. Also – insofern man sich über Cola freuen möchte und kann. In Sachen Werbestrategie hat man sich im Hause Schweppes überlegt, die Cola als “das schwarze Schweppes der Familie” zu inszenieren. Geschmacklich soll es “herb-fruchtig” zugehen und laut Hersteller ist das Produkt “weniger süß” als andere Colas. Na dann – wir sind gespannt.

6) Diageo vs. Angel’s Share

Der Spirituosengigant Diageo steckte die Köpfe mit ein paar Wissenschaftlern zusammen und willl jetzt das Unmögliche möglich machen: dem “Angel’s Share”, dem Verdunstungsschwund bei der Reifung, soll es mit neuen Fässern an den Kragen gehen. Üblicherweise kann bis zu einem Fünftel des Fass-Inhalts verloren, das wird dann als sogenannter Angel’s Share – der Schnapsanteil für die Engel also – bezeichnet. Bislang sind verlustfreie Fässer eine absolute Seltenheit und kommen mehr aus Zufall statt Berechnung zustande. Diageo plant das nun mit Hilfe von Professor Adby Kermani ändern – natürlich ohne Kleber oder andere chemische Bestandteile. Mehr Infos gibt es hier bei Harper’s.

Credits

Foto: Frau & Männer via Shutterstock.

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