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Inventur am 3. Mai 2015

Nespresso mit eigenem Café, die Auferstehung des Jägermeister in den Vereinigten Staaten, Trinkgewohnheiten beim britischen Fernsehen und Österreichs Liebe zum Alkohol. Willkommen zurück!


Wir heißen Sie willkommen im Mai, und hoffen Sie haben den vergangenen Donnerstag vor oder vermutlich eher hinter dem Tresen gut hinter sich gebracht. Freitag machten wir uns übrigens ein paar Gedanken zum Thema Gäste-Verhalten vor Feiertagen, lesenswert. Ebenso lesenswert ist der Artikel unserer MIXOLOGY-Autorin Liv Fleischhacker für Munchies über die jüdische Esskultur in Berlin. Am besten mit einem Pastrami-Sandwich zurücklehnen und sich den Artikel zu Gemüte führen. Ansonsten starten wir frisch und fröhlich in den Wonnemonat, und das tun wir mit der Inventur. Cheers und los geht’s!

1) Jägermeister ist tot, lange lebe Jägermeister!

Laut Dion Henderson, Bartender aus Austin, ist Jägermeister tot. Diese Aussage nahm Aaron Goldfarb zum Anlass für Esquire von seinem Trauma zu erzählen, das er mit Jägermeister verbindet. Und von der Wiederauferstehung des Jägers, wie sich das in einigen New Yorker Bars abspielt. Der deutsche Kräuterlikör ist jetzt wieder “hip” – uns war nicht klar, dass er das jemals nicht war, aber das sei dahingestellt. Laut Goldfarb wagt der Jäger ein leises Comeback und zwar fernab der “Jägerbomb” und Shot-Kultur. Die ganze Geschichte und vor allem in welchen Bars es die Drinks mit dem Jäger in New York gibt – sehen Sie selbst.

2) BBC: die British Boozing Company

Wie schön, dank des “Freedom of Information” Gesetztes muss die BBC öffensichtlich einsehbar aufführen, wofür sie ihr Geld ausgibt. Das hat sich der Mediablog Media Monkey vom Guardian nicht zweimal sagen lassen und hat einen Blick auf die Gelder geworfen, die die BBC 2014 für Alkohol ausgab.

In Euro waren das etwas über 64 000 und nun zur wichtigeren Frage: was trinkt man bei der BBC? Weißwein holt sich den heißen Platz Eins, da war der Pinot Grigio IGT Pasqua besonders beliebt, 309 Flaschen zum Preis von insgesamt knapp 3000 Euro wurden da geordert. Beim Bier interessanterweise war das italienische Peroni am beliebtesten, gefolgt von Birra Moretti und Aspall’s Suffolk Draught. Bei den Spirituosen, nunja, Bombay Sapphire holt sich den ersten Platz, gefolgt von Absolut Vodka und Kartoffel-Vodka für 30 Pfund pro Flasche. Die ganze Liste ist online einsehbar und zwar genau hier.

3) Kapseln im Café

Donnerstag war es soweit, Nespresso eröffnete in der Kaffeehauptstadt der Welt, Wien, sein erstes Nespresso-Café. Ohne sich zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen, aber: darauf hat der Wiener nicht gewartet. Mitten im jungen Zentrum der Stadt um die Einkaufsmeile Mariahilfer Strasse, eröffnet der Kapselgigant sein Café. Alle Kaffeesorten gibt es plus zwanzig “Kaffeespezialitäten”, die eigens von Baristas gemacht werden. Hört, hört! Dazu hat der Besucher dann die Möglichkeit, sich zu den Produkten beraten zu lassen  und für die kulinarische Untermalung sorgt Do & Co. Das, oder man geht eine Strasse weiter zu einem der vielen Cafés, wo der Bio-Kaffee aus einer der Kaffeemanufakturen der Stadt frisch gemahlen wird. Muss man sich jetzt überlegen.

4) Der Österreicher und der Alkohol

Wir bleiben in Österreich. Der Standard veröffentlichte vergangene Woche das Ergebnis einer Umfrage, die sich um den Alkoholkonsum der Österreichern und Österreicherinnen drehte. Und was kam dabei raus? Nun, Österreich holt sich den souveränen ersten Platz wenn es um die Regelmäßigkeit und Umfang von konsumierten Alkohol geht. Befragt wurden 4000 Menschen und knappe 40 % trinken in der Woche mehr als drei Mal Alkohol. das kommt im Jahr auf 12, 2 Liter reinem Alkohol. Interessant hier, “die Jugend” der gerne mal der Schwarze Peter in Sachen übertriebenem Trinken aka Komasaufen zugeschoben wird, hält sich zurück. Die Vieltrinker sind in Österreich eher bei den Herren und Damen im mittleren bzw. hohen Alter zu finden. Mehr zu der Umfrage im letzten jahr finden sich online.

5) Die Kirschblüten bleiben!

Thomas Henry gibt bekannt, dass das Cherry Blossom Tonic kam, um zu bleiben. Mit Grapefruit und Mango gesellte sich das Cherry Blossom Tonic im Herbst 2014 zu der Henry-Familie hinzu. Ursprünglich war das Kirschblüten-Wasser als limitierte Ausgabe zur Range hinzugekommen, wie anno dazumal 2011 auch das Elderflower Tonic. Auch das blieb Thomas Henry und den Fans der Marke nämlich erhalten. Nun freute sich Cherry Blossom über ebenso große Beliebtheit. Und darf bleiben.

Credits

Foto: Inventur via Shutterstock

Comments (1)

  • skoe

    über das thomas henry cherryblossom tonic schreibt drinkmix “Mit seinem vornehmen Altrosa zaubert diese spannende Variation des klassischen Tonics einen attraktiven Farbtupfer ins Glas.” und die gin-nerds entgegnen “Es ist uns zu künstlich und zu quietschig.”.

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