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Inventur am 30. November 2014

Von süß zu salzig in Berlin, ein satirischer Blick auf die Welt der “Mixologen”, Maker’s Mark macht was Neues und zu gewinnen gibt’s auch was. Die Inventur ist da!

Erinnern Sie sich an unsere Vorankündigung vom Nobelhart & Schmutzig? Genau, das war im Juli. Ein paar Tage zogen seitdem ins Land, aber nun ist es tatsächlich soweit. Billy Wagner macht ernst, die Location ist gefunden und morgen, Montag, am 1. Dezember 2014 will er gemeinsam mit Gästen das Richtfest feiern.
Die Einladung ist offen, Lambrusco und Bier stehen bereit. Das Eröffnungsdatum gibt es noch nicht, aber wir wollen auch nichts überstürzen. Wem am Monatg eher nach 20er-Jahre und geschlossenen Räumen ist, der möge sich in der rivabar zur Asbach Crusta Celebration einfinden. Ein guter Wochenstart! So lange: die Inventur.
1) Vom Süß- zum Salzgebäck
Wie Anroid-Betriebssysteme sich bei der Namensgebung an Süßigkeiten wie “Jelly Beans” oder “KitKat” orientieren, bleibt Gastronom Heinz Gindullis bei den Namen für seine Projekte den Teiggebäcken treu. Süß oder Salzig. Für sein aktuelles Projekt, ein Restaurant im alten “Cookies” Club in Berlin, lautet der Name: “Crackers”.
Im alten Clubhaus soll die Musik weiterhin präsent bleiben, nur der Fokus wird neu gesetzt. Küchenchef Stefan Hentschel wird in Zukunft der Haupt-Act in den altbekannten Räumen sein. Keine Sterne-Jagd, sondern großstädtische Kochkunst begleitet das Projekt.
Tageslicht erreicht die Kreationen des Küchenchefs keines. Alles fein säuberlich abgeschirmt. Wer das Crackers erreichen möchte, geht weiterhin den gewohnten Weg über die Friedrichstraße, vorbei am Ampelmann-Shop.
2) Pure Satire?

The Secret Bartender, ein satirischer Blog über Bartender veröffentlich gerade erst einen Artikel zum Thema “Mixologists are Bullshitters”.

Was steht nun in diesem Artikel? Laut TSB habe eine Untersuchung gezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen erhöhtem Blutalkohol und “Bartendern”, welche sich selbst als Mixologen sehen, besteht. Die Annahme zeigt eine eindeutige Korrelation zwischen Alkoholkonsum, dem Ego und dem Versuch, gebildet zu klingen.

Ein Bullshit-Gipfel, so TSB. Der Bullshit-Gipfel zeigt sich ebenfalls in den Dialogen über die selbst entwickelten Kreationen und wie außerordentlich der eigene Drink angeblich daherkomme. Und all das nur in der Hoffnung, das ein oder andere Kompliment der angesehenen Kollegen zu erhaschen. Doch am liebsten würden sie sich selbst Souis-Vide mäßig in Flaschen abfüllen und ihr Wissen zentilierweise in den Rachen der Gäste eintrichtern. Apropos Wissen, lernten wir nicht alle etwas über die richtige Balance? Ein Beitrag mit Zündstoff!
3) Maker’s Mark so stark wie nie
Maker’s Mark geht mit einer neuen Abfüllung an den Markt. Eine “Cask Strength” soll es diesmal werden. Zeit, die Ohren auf Empfang zu stellen, denn Maker’s Mark ist keiner der Hersteller, die allertage Produktneuheiten vorstellen. Der Ur-Bourbon war bis 2010 das einzige Produkt, das das Haus im Angebot hatte.
Erste Neuheit seither: der Makers’s 46 (keine wirkliche Neuheit, aber ebenfalls ein neues Produkt, ist auch der Maker’s Mark Mint Julep von 2011). Die Nachfrage für den Cask Strength kommt nicht von ungefähr. So ziemlich jeder Bartender, der die Destille besucht hat und aus den Fässern probieren durfte, nannte den Bedarf nach einem Produkt mit exakt denselben Eigenschaften.
“Cask Strength”, zu deutsch Fassstärke, bezieht sich auf den Alkoholgehalt, auf den ein frisches Destillat reduziert wird, bevor es zum Reifen in die Fässer abgefüllt wird. Die Fasstärke liegt etwa zwischen 60-65% Vol. Alkohol. Wird der Whiskey nach der Reifung ohne weitere Verdünnung abgefüllt, spricht man von Fassstärke. Wann die Abfüllung auf dem deutschen Markt erhältlich ist, ist bisher unbekannt.
4) Prosecco – streng kontrolliert.

Der neue Scavi & Ray Prosecco Superiore Valdobbiadene DOCG wurde mit dem Gütesiegel DOCG (Denominazione di origine controllata e garantita) ausgewiesen. Ab Dezember ist der Prosecco erhältlich. Die Trauben stammen aus dem streng kontrollierten, 6.500 Hektar kleinen, italienischen Prosecco-Anbaugebiet zwischen Valdobbiadene und Conegliano, welches den Rebsorten die passenden klimatischen Bedingungen bietet.

Die steilen Hänge und die damit verbundene stärkere Sonneneinstrahlung sowie die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht in der geschützten DOCG-Region sorgen für Frische und pikante Fruchtigkeit. Der Prosecco in matt-schwarz wird für ca. 9,99 Euro pro Flasche erhältlich sein.
5) Rare Ware

Diageo, der größte Fisch im Spirituosenbecken, startet ein neues Projekt. “Orphan Whiskies” lautet die Bezeichnung, die sich in Zukunft um die Abfüllung längst vergessener Schätze kümmern wird. Die Orphan Barrel Whiskey Distilling Company kann dabei weniger als Brennerei beschrieben werden, sondern eher als Indiana Jones der Whisky-Industrie.

Leitspruch für das neue Projekt: “Verlorene und vergessene Whisky-Fässer aus der ganzen Welt finden und sie mit anspruchsvollen Genießern teilen.

Der Spirituosenkonzern hält bereits zwei Bourbon-Abfüllungen im petto. Ein 20 jähriger Barterhouse Whiskey ($75) aus der Stitzel-Weller-Destillerie in Louisville/Kentucky, sowie ein 26-jähriger Old Blowhard Whiskey ($150). Beide Abfüllungen bestehen aus 86% Mais, 8% Gerste und 6% Roggen. Trotzdem seien die zwei alten Whiskeys, so Diageo, überraschend verschieden.

Für die Zukunft werden einige weitere Schätze aus den Whiskey Häusern Diageos erwartet. Zwar ist Diageo derzeit nicht im Besitz einer produzierenden Bourbon-Destillerie, dennoch finden sich in den Lagerhäusern der anderen noch alte Bestände, so wie etwa im Falle der Sitzel-Weller Destillerie oder eine Bernheim Destillerie.
6) Germany’s Best Whisky Award 2014
Auf der InterWhisky in Frankfurt am Main wurden vergangenes Wochenende die besten deutschen Whiskys gekürt. Hier die Gewinner der einzelnen Kategorien:
Germany’s Best Whisky Bar 2014:
1. Platz: Blaue Maus, Jan von der Weppen, Wittdün/Amrum
2. Platz: Sushi & Soul, Chris Herbst, München
3. Platz: SEEBAR Gimlet – Seehotel Niedernberg, Dirk Janssen
Germany’s Best Whisky Shop 2014:
1. Platz: Whisky & Cigars, Eva Sichelschmidt & Eugen Kasparek, Berlin
2. Platz: Weinquelle Lühmann, Uwe Lühmann, Hamburg
3. Platz: Viktor Riegger GmbH, Olaf & Uwe Lauinger, Villingen-Schwenningen
Germany’s Best Whisky National 2014: finch Schwäbischer Highland Whisky, 6 Jahre; finch Whiskydestillerie, Nellingen
Germany’s Best Whisky International 2014: The Balvenie Single Barrel Range 2014, William Grant & Sons Ltd., Dufftown (Campari Deutschland GmbH)
Germany’s Best Whisky Motion 2014: Richard Paterson, Master Blender, Whyte & Mackay, Glasgow
 
7) Gewinnspiel
Zum World Aids Tag am 1. Dezember geht Belvedere eine Kooperation mit der Red Foundation ein und verlost unter allen MIXOLOGY-Abonnenten seine “Feuermelder-Box” Belvedere Vodka.
Die Frage zu dem Gewinnspiel lautet: Wie oft wurde Belvedere Vodka im vergangenen Jahr bei den Vodka Masters ausgezeichnet?

Wer Interesse an dem guten Tropfen für den guten Zweck hat, sendet sein Antwort bitte bis zum 05.Dezember an: verlosung@mixology.eu. Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren.

Credits

Foto: Mann mit Hund via Shutterstock, Postproduktion Tim Klöcker

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