TOP

Inventur am 5. Juni 2016

Österreich hat seinen World Class-Finalisten, es steht schlecht um den Cognac in Frankreich und die Vorarlberger sind stark in Sachen Crowdfunding. Willkommen zurück!

Noch bis Dienstag, den 7. Juni 2016, läuft in Berlin die Berlin Restaurant Week 2016. Begonnen hat das Ganze bereits letzte Woche, am 1. Juni 2016. Dabei bieten fünf Berliner Kieze eine Woche lang drei Gänge zum Preis von 25 Euro an. Klingt gut, oder? Hier findet sich eine Liste mit den Restaurants und jetzt heißt es schnell entscheiden, da die Sache nur noch drei Tage lang geht. Hier gibt es alle Infos rund um die teilnehmenden Restaurants.

Cognac in Gefahr

Wir beginnen mit einer dramatischen Nachricht und blicken dabei auf Frankreich: vergangene Woche haben Hagelstürme die Weingegenden Beaujolais, Chablis und eben auch die Cognac-Region verwüstet. Die Lage vor Ort wird als katastrophal bezeichnet, ein Weinproduzent wähle den Vergleich zu dem Film “Apocalypse Now” für den Stand der Dinge. Das Jahr 2016 scheint kein gutes zu werden – bereits im April hat Frost den Weinstöcken zugesetzt, was die diesjährige Ernte stark beeinträchtigen wird. Mehr Details gibt es hier bei den Kollegen vom Weinmagazin Decanter, wir trinken auf den Schreck erstmal einen Cognac. Und auf ein Einsehen von Petrus.

Vorarlberg in Fahrt

Auf der Crowdfunding-Plattform Conda hat die “Voralrberger Getränkeschmiede upsynth” ihr Ziel mehr als nur erreicht, ja sogar 800 % des angestrebten Betrags gesammelt. Das Investement in die Marke kratzt an den 400.000 Euro, zusammengekommen von insgesamt 360 Investoren aus Deutschland und Österreich. Bei upsynth hat man sich ganz den Kräutern der Voralpen verschrieben, die zum Beispiel im „Alpsider“ zum Tragen kommen oder auch hochprozentig im „Alpsinth 55“. Und wofür genau nun das Geld? Es heißt, die finanzielle Unterstützung, die bei Conda zusammengekommen ist, solle “in den Ausbau des Vertriebsnetzwerkes Österreich und Deutschland sowie in die mediale Bewerbung des Alpsiders ein.“ Hier gibt es das Crowdfunding-Video von upsynth zu sehen. Die Frage, ob die Kräuter, wie in dem Video gezeigt, tatsächlich von einer Frau im weißen Kleid in alpiner Umgebunge von Hand gesammelt werden, bleibt jedoch ungeklärt.

Glasware de luxe

Großer Bahnhof für ein paar Gläser: Maxime Hoerth, der Barchef des Pariser Hotels Bristol (nebenei im Besitz der Familie Oetker) hat vier Signature Drinks entwickelt, um eine „Cocktail Party in a Box“ zu launchen. Was nach Drinks to go klingt, ist die neue Glas-Kollektion von Baccarat. Darin serviert man bis 19. Juni im Bristol in der noblen Rue du Faubourg Saint-Honoré 122 u.a. den Clover Club-Twist mit Gin, Kriek Bier-Sirup, Limettensaft, Himbeer-Püree und Eiweiß namens „Clover Kriek“. Mit in der achtteiligen Box ist auch das immer wieder gerne abgelichtete Martini-Glas der französischen Manufaktur namens „Véga“. Das komplette Set kommt auf bescheidene 1.200 Euro (!). Wer seine Bar damit ausstatten will, sollte also zu sparen beginnen.

Das Schweizer Haus ist doch älter

Der österreichische Standard hat vergangene Woche über das berühmte (und auch etwas berüchtigte) Schweizer Haus in Wien geschrieben. Das ist nämlich doch älter als zunächst angenommen. Das Restaurant ist nicht aus dem Schweizer Pavillon der Wiener Weltausstellung 1873 hervorgegangen, sondern es existierte bereits im Jahr 1716. So heißt es nun in dem Buch „Die Geschichte einer Wiener Institution“ von Herbert Lackner. Den ganzen Artikel gibt es hier zu sehen, wir wollen außerdem auch Ihren Blick auf den Kommentarbereich unter dem Artikel lenken. Da verweisen die Leser anstatt auf die langjährige Tradition des Restaurants dann doch eher auf die langen Wartezeiten nach der Bestellung und die mangelnde Freundlichkeit der Servicekräfte. Hier entlang, bitte.

Falco Torini tritt für Österreich an

Das erste reine Österreich-Finale der „World Class“ brachte prompt einen deutschen Gewinner. Falco Torrini aus der Miranda Bar holte sich in der Speed-Challenge den Sieg vor Heimvorteils-Kandidatin Isabella Lombardo (die Finalrunde fand in ihrer Wirkungsstätte „Art“ statt) und Glenn Estrada (Tür 7). Die Aufregung nach dem Online-Voting zur Wild Card und der Erkrankung eines der 10 Finalisten hatte damit ein Ende. Der studierte Publizist aus Siegen wird damit seinen „Autumn Stormy Fizz“ mit Talisker Storm, Zacapa-Rum-Sirup und Weissbier aus Salzburg auch in Miami präsentieren. Vielleicht sind die Worte von „World Class“-Finalist 2011 und Juror Heinz Kaiser (Dino’s Bar) ja ein gutes Omen: „Er trägt einen in Wien berühmten Namen“. Rock me, Amadeus!

Credits

Foto: Männer via Shutterstock.

Kommentieren