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Inventur

Inventur am 7. April 2024 – Agavenpreise im Fallen & Torres steigt ins Whisky-Geschäft ein

Wir haben den 7. April – und das bedeutet, dass genau in einem Monat, am 7. Mai, das Finale unserer Made in GSA Competition auf dem Bar Symposium Cologne ausgetragen wird (das dann allerdings an einem Dienstag stattfinden wird). Wer werden die zehn Finalist:innen sein? Nun, das werden wir morgen, Montag, bekannt geben. Die Entscheidungen sind gefallen, die Jury hat sich bereits auf die zehn Finalrezepturen geeinigt. Es heißt also noch kurz abwarten, wer auf der Finalbühne in Köln antreten wird – und bis dahin vielleicht in unserer neuen Ausgabe schmökern, die vor zwei Tagen erschienen ist. Wir wünschen jedenfalls einen entspannten Sonntag und springen direkt hinein in die Inventur.

Gemeinsam trinken ist gut

Es ist immer so eine Sache mit Umfragen; liest man gerne, hören sich immer plausibel an, aber glaubt man es auch? War die Liste der teilnehmenden Menschen auch repräsentativ? Nun ja, wie auch immer man das bewertet, diese Umfrage aus den USA nehmen wir mit einem Augenzwinkern zur Kenntnis: Wie auf VinePair veröffentlicht, hat eine Studie der Fachzeitschrift The Gerontologist ergeben, dass Paare, in denen beide Personen Alkohol konsumieren, länger leben als solche, die es nicht tun. Die Zahlen beruhen auf knapp 5.000 Paaren in einem Alter von 50 oder älter, die alle zwei Jahre befragt wurden. Die Menge, die die Probanden tranken, wurde dabei nicht genau gemessen, sondern es wurde lediglich gefragt, ob die Personen in den letzten drei Monaten Alkohol getrunken hatten oder nicht. Und obwohl die Meldung am 1. April veröffentlicht wurde und auch dieses Jahr einige Aprilscherze durch die Medien geisterten, ist die von der Professorin Dr. Kira S. Birditt von der University of Michigan kein Gag, sondern wissenschaftlich fundiert.

Torres steigt in das Scotch-Geschäft ein

Der Name Torres steht für Weine und natürlich Sherry. Nun steht er aber auch erstmals für Whisky. Wie diese Woche u.a. auf The Spirits Business bekanntgegeben, hat die spanische Brand einen Blended Scotch gelauncht. Dieser nennt sich Liathmor und besteht zu aus 20 Prozent gemälzter Speyside-Gerste, 40 Prozent Grain Whisky, der drei Jahre lang gereift ist und 40 Prozent Grain Whisky, der fünf Jahre lang gereift ist. Der Name geht auf eine Geschichte aus dem Jahr 1891 zurück, als ein Forscher den Ben Macdui, den höchsten Gipfel des Cairngorm-Gebirges und den zweithöchsten der britischen Inseln, bestieg. Laut Überlieferungen sah er dort die seltene Sichtung einer Kreatur, die als “Greyman” (Liathmor auf Gälisch) bekannt ist und die der schottischen Folklore zufolge den Gipfel heimsucht – vielleicht also hatte der gute Mann selbst schon Whisky in der Tasche, jedenfalls ist es für Torres das erste Produkt, das sich außerhalb der Traubenwelt bewegt. „Wir wollten einen Whisky, der sehr zugänglich ist und sich nicht nur an die traditionellen Whiskytrinker richtet. Er liegt innerhalb der Benchmark von Johnnie Walker Red und Ballantine’s Finest“, beschreibt Christian Visalli, Global Spirits Director von Torres.

Emoliente auf den Straßen Perus

In unserer soeben erschienen Print-Ausgabe nähert sich Juliane Reichert in der Rubrik „Trinkwelt“ dem Land Peru, während Marco Beier zehn Cocktails mit Pisco darlegt, die man mal abseits von Pisco Sour probieren sollte. Also bleiben wir an dieser Stelle in Peru und widmen uns der lokalen Tradition namens Emoliente. Dabei handelt es sich um ein heißes Kräutergebräu aus Gerstenwasser und unterschiedlichen Kräutern und Pflanzen, das von „Emolienteros“ auf Schubkarren direkt an den Straßen verkauft wird. Das Punch Magazine spürt dieser seit dem 19. Jahrhundert gängigen Tradition nach, auch wenn es gar nicht so einfach ist, da ein Gespräch mit der Presse, wie der Artikel ausführt, den Emolienteros von Emolientero-Verbänden häufig verboten wird. Emoliente mit Alkohol gibt es auch, dafür muss man sich allerdings in die Bars des Landes und natürlich der Hauptstadt Lima begeben – die Gesetze verbieten den Zusatz von Alkohol bei Straßengetränken. Eine kurzer, aber lesenswerter Einblick in eine nach wie vor gelebte Folklore.

Agavenpreise im Fallen

Die Entwicklungen auf dem Agavenmarkt bleiben eine Achterbahn. Vor nur 18 Monaten erreichten die Preise in Mexiko einen Rekordwert von 32 mexikanischen Pesos pro Kilogramm (ca. € 1,8), aber im Februar 2024 sind sie auf 5 MXP/kg gesunken. Dieser Bericht des Analyse-Instituts The IWSR gibt Einblick in diese Vorgänge, die gerade für den Agavensektor nicht unbedingt neu sind – ein Zyklus von Höchststand zu Höchststand bzw. von Tiefststand zu Tiefststand findet etwa alle zehn bis fünfzehn Jahre statt, so waren die Preise in den Jahren 2007-10 bis auf MXP2/kg gefallen – aber angesichts des Tequila-Booms überraschen mögen. Oder eben auch nicht. Denn viele sind auf eben diesen Boom aufgesprungen und haben begonnen, Agaven zu pflanzen. „Aber der sehr große Bestand an Agavenpflanzen in Verbindung mit der nach Jahren des rasanten Wachstums nachlassenden Nachfrage nach Premium-Tequila in den USA hat einen Panikverkauf unter den Amateur-Agavenbauern ausgelöst, die kürzlich in die Branche eingestiegen sind“, erklärt Jose Luis Hermoso, IWSR-Forschungsdirektor für Mittel- und Südamerika, eine der Ursachen. Lesenswert.

Credits

Foto: everettovrk - stock.adobe.com

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