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Inventur am 7. Dezember 2014

Wiederbelebte Familientradition, das Schweizer Nachtleben, Kräuterlikör im Designergewand und die Frage, wie Single Malt in Macrofotografie aussieht, wird ebenfalls gelüftet. Eine weitere Vorweihnachts-Inventur.

Gestern Abend stieg die Geburtstagsausgabe von Burgers & Hip Hop im Berliner Prince Charles. Warum wir Ihnen das erzählen? Laut Gerüchten hat Beck’s seinen Sponsorvertrag aus dieser Event-Reihe zurückgezogen, da dort nun reichlich Craft Beer ausgeschenkt wird und das dem Bier-Riesen offenbar ein wenig zu kreativ ist.
Über die Gründe lässt sich nur spekulieren, am kommenden Mittwoch gibt es bei BrewBerlin mehr Details zu dem Gerücht. So lange wünschen wir mehr Besinnlichkeit als Beck’s sie hat, und Ihnen viel Spaß beim Durchstöbern der Inventur.

1) Familie bleibt Familie

Was macht man, wenn man herausfindet, dass der Ur-Ur-Ur-Großvater einer der größten Whiskeyhersteller des Landes war? Genau, man eifert ihm nach. Der erste Weg führt zur Bank, dann wird alles bis auf den letzten Penny verpfändet und man hofft auf das Beste. Selbiges taten dann glücklicherweise auch über die vergangenen acht Jahre die Gebrüder Andy und Charlie Nelson.

Während eines Ausflugs durch Tennessee fanden sie ein Schild mit der Aufschrift “Charles Nelson Green Brier Distillery.” Von dort aus war es nicht mehr weit bis zum immer noch intakten Lagerhaus, einem Kornhaus und dem laufenden Springbrunnen des Urahnen. Das erklärte Ziel der beiden wurde die Wiederherstellung des Familiennamens als einer der größten Whiskeybrenner des Landes.
Und acht Jahre nach der Entdeckung sind sie auf dem besten Weg: Aktuell produzieren sie den “Premium”-Bourbon Belle Meade. Der ist ausschließlich erhältlich bei einer handvoll Vertriebspartner im Südosten der U.S.A.

2) Neu, alt, und irgendwas dazwischen

Bei Diageo läuft es, zumindest mit Blick auf Mortlach. Denn hier investiert Diageo kräftig und ist gerade dabei, eine neue Destillerie zu errichten, die die Kapazität des Single Malt Whisky von 3,7 Millionen Liter auf 7,4 Millionen verdoppeln wird. Damit bedient Diageo den aufkommenden Bedarf an High-End Whisk(e)y.

Erhältlich sind drei Abfüllungen: Mortlach Rare Old, Mortlach 18 Year Old and Mortlach 25 Year Old. Über das Mundgefühl mehr auf forbes.com.
3) Die Schweiz wählt
Ab sofort kann man zum Schweizer Nachtleben seinen Beitrag leisten und online die Gewinner des Swiss Nightlife Awards wählen. Insgesamt geht das in elf Kategorien. Pro Award gibt es zehn Nominierte und im Januar 2015 werden die ersten drei und die Gewinner der jeweiligen Kategorie ermittelt. Der Swiss Night Life Award geht in die fünfte Runde, die Verleihungs-Sause steigt am 7. Februar 2015 und die “Goldene Eule” wird an die Gewinner vergeben.
Wie kommt man unter die glorreichen Zehn? Die Nominierten werden durch ein Votingverfahren ermittelt, wobei hier 50 % der Stimmen laut Veranstalter aus der “Öffentlichkeit” stammen. Die andere Hälfte stellen 20 namhafte Vertreter des eidgenössische Nachtlebens.
„Best Event Serie“ und „Best Festival“ sind reine Publikumsawards und der “Lifetime Award” wird ausschliesslich durch die Jury bestimmt. Insgesamt gibt es also zwölf Kategorien: Best Club, Best Big Club, The Most Original Nightlife Bar, Best Open Format DJ, Best Electronica DJ, Best House DJ, Best Event, Best Event Series, Best Big Event, Best New Location, Best Festival und Lifetime Award. Na dann, online gehen und abstimmen.
4) Kräuterlikör mit Historie im neuen Kleid
Der Berliner Gestalten Verlag tat sich zusammen mit Borgmann 1772 und heraus kam dabei eine Abfüllung in limitierter Auflage. Die “Borgmann 1772 Limited Edition No 9 Berlin”. Der Verlag hat es sich auf die Fahnen geschrieben, Handarbeit und modernes Design zu verbinden.
Die Kollaboration der zwei Berliner Marken lag damit quasi auf der Hand. Die No. 9. Edition der Borgmann 1772 Aluminiumflasche gibt sich in reduzierter Optik: Walnussholz und Metall sind die maßgebenden Elemente. Die limitierte Edtion No 9 by Gestalten ist in ausgewählten Geschäften, natürlich in den Gestalten-Läden sowie online erhältlich.
5) Kommen Sie mal näher ran!
Ernie Button aus dem US-amerikanischen Arizona hat mal genauer hingeschaut und am Boden seines Glases die eingetrockneten Reste eines Single Malt genauer inspiziert. Ergebnis davon: wunderbare Macro-Aufnahmen, die ans All erinnern. Der Name der Aufnahmenreihe heißt treffenderweise “Vanishing Spirits – The Dried Remainings of Single Malt Scotch”. Weitere von Buttons Werken finden sich hier.


 
 
 
 
 
 
6) Die Besten von drüben
Der letzte wird der erste sein. Auch bei der Inventur, denn in unserem letzten Beitrag nehmen wir uns die besten Bartender aus Amerika vor. Zumindest laut “Southwest”. Die haben eine Liste erstellt und die nach ihrer Meinung besten Bartender gekürt. Mit ganz vorne, und zwar in der Kategorie “The D.I.Y.-er”: Jeffrey Morgenthaler.
Er ist einer der ersten, die hausgemachte Zutaten salonfähig gemacht haben. Jeffreys Tip an die Barwelt: ”Sucht euch einen Drink aus, meistert diesen und mach ihn zu deinem eigenen.”
Weg vom Brett und ab in die Industrie geht Jason Kosmas. Der Mitbegründer von 86 Co. war bereits an zwei Bars in New York sowie bei zwei Buchprojekten beteiligt. Wer noch alles dazugehört und was diese Personen ausmacht erfahrt ihr hier.
7) Gewinnspiel der letzten Ausgabe
Insgesamt wurde Belvedere sechs mal bei den Vodka Masters ausgezeichnet. Gewonnen hat Michael K. aus Herne. Wir gratulieren.

Credits

Foto: Frau am Morsegerät via Shutterstock

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