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Inventur am 9. August 2015

Heute gibt’s Trüffel im Gin, Fett im Wasser und eine schwarze Flasche zu gewinnen. Wir heißen Sie herzlich willkommen zurück zu unserer zweiten Inventur im August!

 

Eigentlich ist es derzeit für so ziemlich alles zu heiß. Wir wissen zwar nicht, wie Sie Ihre Arbeitswoche verbracht haben, aber wir haben gegrillt. Und Eis gegessen, ohne auf die Tastatur zu tropfen. Auch mit den Americanos in der Nähe des Bildschirms mussten wir vorsichtig umgehen. Aber heute, am Sonntag, haben wir endlich Zeit für ein Picknick. Und nachdem sowas immer mehr Spaß macht, je mehr beteiligt sind, ist heute Zeit für Team Work. Wir stellen die Drinks und Munchies von Vice stellt die Playlist mit zehn Songs, die perfekt für’s Picknicken sind. Los geht’s!

1) Kakao im Schnaps

Dactari ist nicht nur der Name es bekannten Fernseh-Tierarztes, sondern auch der einer Spirituosenmanufaktur am oberbayerischen Chiemsee. Vodka und Gin gibt bereits aus dem Haus, jetzt kommt mit 1. August 2015 das dritte Produkt im Bunde in den Handel. Das wird der “The Spirit of Kakato” sein, seines Zeichens ein “German Cacao Spirit”.

Wer nun zuerst an Schokoladenlikör denkt, und dabei womöglich das Gesicht verzieht, dessen Aufmerksamkeit sei auf das Wort “Spirit” gelenkt. Bei dem „Kakao-Schnaps“ handelt es sich nämlich um eine reine Kakao-Spirituose mit 35% Vol Alkohol. Wie die Schokolade da reinkommt? Die Kakobohnen werden für den „Spirit of Kakato“ mazeriert. Der halbe Liter kostet rund 36 € und wir melden uns wieder, sobald wir ihn probiert haben.

2) Zahlenspiele in der Charente: Hennessy feiert

Den Dienst hatte der irische Offizier Richard Hennessy schon länger quittiert, aber 1765 startete er mit der Cognac-Produktion. Ergo feiert die Maison Hennessy in diesen Tagen und Monaten das 250-jährige Bestehen. Das weltgrößte Cognac-Haus schöpfte aus dem Vollen und ließ 250 Eaux-de-vies zum Jubiläumsblend vermählen. Doch damit nicht genug der Zahlenspielerei, auch die normalerweise in 270 Liter-Fässern reifenden Weinbrände wurden für den „Hennessy 250 Collector Blend“ in Gebinden zu 250 Litern gelagert.

Yann Fillioux, der Master Blender, arbeitete seit 2010 am neuen Cognac und erstellte einen äußerst zugänglichen Jubiläumsbrand: Nüsse und Schokowaffeln sind die ersten Eindrücke, dazu kommen getrocknete Orangen und Safran im Duft. Am Gaumen wirkt der Cognac seidig und bringt wieder eine satte Ladung Haselnuss mit, auch etwas Bittermandel (Amarettini-Kekse) ist da, ehe im Finish eine zarte, aber persistente Pfeffrigkeit einsetzt. Der „nussige“ Jubiläumsblend wird um ca. 500 € angeboten.

3) Ein Birnchen vor dem Barbesuch

Viel Wasser trinken, am besten vorher fettig essen und und und. Die Ratschläge für Kater-freies Trinken sind so vielfältig wie unnütz. The Independet berichtet jetzt von einer Studie, in der Forscher herausgefunden haben wollen, dass der Genuss eines Glases Birnensaft vor dem Konsum von Alkohol die Katersymptome am nächsten Tag deutlich minimieren könnte. „Katersymptome“? Konzetrationsschwierigkeiten sind hier gemeint. Besonders der Nashi-Birne werden solche Fähigkeiten zugeschrieben, auch der Alkoholgehalt im Blut soll durch die Birne deutlich gemindert werden.

Einziger Haken: wer sich zu spät daran erinnert und erst nach dem ersten Drink zum Glas Nashi-Birnensaft greift, dem wird nicht geholfen. Die Wirkung hilft angeblich nur, wenn man vor dem Trinken an die Birne denkt. Wie bereits erwähnt ist besonders die Nashi-Birne gut im Kater mildern. Noch ist ungeklärt ob auch andere Birnensorten helfen. Probieren kann man das ja mal.

4) Trüffel im Gin

Der Gin, der Gin. Vermutlich jedes noch so abstruse Botanical wurde schon in unser aller liebstes Wacholdergetränk gepackt. Da bleibt natürlich nicht viel Raum für Innovation – oder man muss mal etwas tiefer graben. So geschehen bei dem Cruxland Gin in Südafrika. Der Alkohol wird aus Trauben gewonnen und bei den Botanicals handelt es sich um Roiboos-Tee, Mandeln und Kardamom. Und: Kalahari-Trüffel. Der stammt aus der Wüste mit dem gleichen Namen, gedeiht nur, wenn es regnet (selten) und bringt die “erdig und kräftigen” Aromen in den Cruxland. Vorerst gibt es diesen nur online bei Yuppiechef, bald jedoch wird er international zu haben sein. Wir bleiben gespannt und stellen schon einmal die Tonics kühl.
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Black Bottle Glas Black Bottle Dactari German Caco Spirit

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5) Fettwasser

Bulletproof Coffee, der Fett mit Kaffee vereint und den Kaffeetrinker verspricht, selbst “kugelsicher”, energiegeladen und gesättigt zu machen, dürfte mittlerweile hinreichend bekannt sein. Der amerikanische Erfinder des Bulletproof Coffee, Dave Asprey, bringt jetzt in den USA das FatWater auf den Markt. Das ist handelsübliches Wasser mit Nanopartikeln aus planzlichem Öl, das dem Körper hilft, das Wasser besser aufzunehmen. Brauchen wir das wirklich? Im Interview mit Beverage Daily sagt Asprey, dass der Hydrationseffekt und damit der “energiekick”, den der FatWater-trinker erlebt, deutchlich größer sei als beim Triken von normalem Wasser.

Als Zielgruppe für das Fettwasser aus der Flasche sieht er Leistungssportler, aber auch Menschen, die etwa im Büro arbeiten und vergessen Wasser zu trinken. Und alle dazwischen. Also im Grunde: Jeder soll sich über Fett im Wasser freuen können. 20 Kalorien bringt die 0,5 l – Flasche mit und weil es Amerika ist, und Wasser bekanntlich auch mit Öl nur wenig Eigengeschmack mitbringt, gibt’s auch die Sorten Orange, Beeren und Zitronengeschmack. Die Flasche kostet knappe 4 US-$ und bislang wird es das wohl nur auf dem amerikanischen Markt geben. Laut dem Hersteller wird es ein großer Erfolg werden. Aber wir werden sehen, David, wir werden sehen.

6) Hochgelagert

Vermutlich jeder von uns hat schon einmal darüber nachgedacht: Was  passiert wohl, wenn man Whisky oder Rum im All statt auf der Erde lagern würde? Für dieses Experiment bräuchte man a) das nötige Kleingeld und b) die richtigen Verbindungen. Heute haben wir eine gute Nachricht: Suntory übernimmt das für uns und schickt diesen Monat sechs Whisky-Samples auf die ISS, um den dann dort im All für ein Jahr zu lagern. Die schlechte Nachricht: es wird die Samples 2016 nicht zu kaufen geben. Spannend dennoch, wie die Reifung in einem Temperatur-stabilen Raum ohne Erdanziehung von statten gehen wird und wie das Ergebnis davon aussieht. Nun, 2016 wissen wir mehr. The Verge berichtet.

7) Gewinnspiel

Den heutigen Sonntag feiern wir mit einem Gewinnspiel. Es begann 1879: die Graham Brüder hatten sich bereits einen Namen im Tea-Blending gemacht, bevor sie auf Blended Scotch Whisky umsattelten. Zur damaligen Zeit war der Blended Scotch in einer schwarzen Flasche. Dann für einige Jahre in einer grünen Flasche bis Black Bottle endlich wieder in einer schwarzen Flasche in den Regalen stand. Die Gewinnfrage lautet daher:

Wann kehrte Black Bottle zu seiner legendären schwarzen Flasche zurück?

Zu gewinnen gibt es eine von Black Bottle Brand Amabssador Mal Spence handsignierte Flasche Black Bottle Blended Scotch Whisky und zwei Gläser.

Die Antwort zur Gewinnfrage schicke man bis zum 14. August 2015 bitte an: verlosung@mixology.eu. Nur volljährige Abonnenten können bei dem Gewinnspiel mitmachen.

Credits

Foto: Menschen via Shutterstock

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