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Inventur 30. Juni 2019

Inventur am 30. Juni 2019 – Pretty sweet in Pink & Ardbegs neue Smokiness

Herzlich willkommen an diesem Wochenende. Cincin, Negroni! lautete der weltweit zu vernehmende Trinkspruch der vergangenen Woche. Auch wir hatten Negroni-Time in unserer Redaktion und bedanken uns für die Besuche und das nette Beisammensein.

Mit dem heutigen Sonntag neigt sich die Negroni Week 2019 ihrem Ende zu. Ihr Drink-Protagonist, der während dieser sieben Tage im Rampenlicht von über 7.000 beteiligten Bars gestanden hat, feiert 2019 sein 100-jähriges Jubiläum. Zeit genug also, diese Cocktail-Ikone im klassisch ausgewogenen Verhältnis von Gin, rotem Wermut und Campari mit Orangenzeste – oder als neuzeitliche Negroni-Abwandlung – zu genießen.

World Class Bartender 2019 aus Deutschland und der Schweiz sind gekürt

„Vor drei Jahren habe ich den ersten Platz wegen eines Zentiliters Mezcal knapp verpasst, dieses Jahr habe ich wegen eines Zentiliters Mezcal gewonnen – meine Revanche“, schätzt sich Dirk Hany, Sieger des Schweizer Finales der Diageo Reserve World Class 2019, äußerst glücklich über seine Errungenschaft im Wettstreit mit elf Schweizer Kollegen und Kolleginnen, die ihm mit Marie Gerber und Chloé Merz auf Platz Zwei und Drei folgen.

Mit dem Sieg im Genfer Le Baroque Restaurant geht es für den Betreiber der jungen Zürcher Bar am Wasser im September nach Glasgow zum globalen World Class Finale mit über 50 anderen Teilnehmern aus der ganzen Welt. Dort wird er auch auf Sembo Amirpour treffen, der sich ab sofort World Class Bartender Germany 2019 nennen darf. Amirpour, der mit seiner Frau Sue das The Old Jacob in Bonn betreibt, konnte sich gegen 13 Mitbewerber beim Deutschland-Finale im Berliner Schlosshotel Grunewald mit seinem „Golden Kemuri“-Cocktail auf Basis von Johnnie Walker Black Label durchsetzen. Auch auf deutscher World-Class-Seite belegt eine Dame den zweiten Platz. Katrin Löcher aus der Kölner Suderman Bar liegt vor dem drittplatzierten Christof Reichert aus dem Adlon Kempinski Berlin. Wir gratulieren den deutschsprachigen World-Class-Bartendern sehr herzlich auf ihrem Weg ins englische Finale.

Mit Ardbegs Masters of Smoke geht Smokiness neue Cocktail-Wege

Der rauchige, torfige Geschmack eines Scotch Whiskys ist dominant, einprägsam und „berauschend“, nicht aber die gängige Wahl in der Kreation von Cocktails. Die schottische Brand Ardbeg hat sich daher das Ziel gesetzt, das facettenreiche Rauch- und Torfaroma im Rahmen des neuen Bartender-Ausbildungsprogramms „Masters of Smoke“ bekannter zu machen.

„Whisky-Liebhaber wissen die torfige Kraft von Ardbeg schon lange zu schätzen. Aber wir glauben an die Möglichkeit, die feinen Nuancen des Rauchgeschmackes noch tiefer erkunden zu können. Durch Masters of Smoke hoffen wir, die Möglichkeiten des Raucharomas durch ein umfassendes, wissenschaftliches Training verbreiten zu können“, sagt Ludo Ducrocq, Ardbegs Education & Advocacy Director.

Die Masters of Smoke-Schulungen werden ab September 2019 in Form von Workshops und intensiven Trainings mit dem Ardbeg Whisky-Kreationsteam und Experten aus verschiedenen Disziplinen weltweit angeboten, um Breite und Tiefe des Rauchprofils zu erkunden sowie neu in Cocktails zu interpretieren. Den Schulungen liegen das Ardbeg’sche Schema der fünf Raucharomen „savoury“, „wood“, „coal“, „herbal“ und „medicinal“ und ein markenbezogenes Periodensystem mit aromatischen, geschmacklichen und farblichen Informationen zu Ardbegs vielfältiger Smokiness zugrunde. Interessierte Bartender können sich in wenigen Minuten über den Link ardbeg.com/mos registrieren. 

Pretty and in particular sweet in Pink

Pretty in Pink ist in. Nicht gerade in der Mode- und Designwelt. Da gewinnen gerade Pastellfarben und die Trendfarbe Coral Living an Vorzug. Aber in Sachen Wacholderdestillat ist Pink zurzeit angesagt, vor allem in Großbritannien. Viele der leicht- bis knallig-nuancierten rosa Gins enthalten jedoch bis zu 65 Gramm Zucker pro Flasche, was umgerechnet ungefähr 15 Teelöffeln Zucker entspricht, berichtet die britische Daily Mail in einem Beitrag über den Zuckergehalt in den in Großbritannien beliebten, pinken Gins. So mancher dieser farbigen Destillate enthalte laut Daily Mail Online sogar zwischen sieben und neun Gramm Zucker pro 100 Milliliter; ein Zuckerroulette für Konsumenten, meint der Autor. Denn die Transparenz der beinhaltenden Zuckermenge sei für Endverbraucher nicht gegeben.

Während Hersteller von Erfrischungsgetränken nach britischem Recht zur Preisgabe des Zuckergehalts auf den Etiketten verpflichtet sind, müssten Spirituosenhersteller dieser Angabeverpflichtung nicht nachkommen. Laut National Health Service sollen Erwachsene nicht mehr als 30 Gramm Zucker pro Tag zu sich nehmen. Auch MIXOLOGY hat durch die rosarote Brille geguckt und fünf pinke Gins verkostet.

Erik Lorincz – Einer der 100 coolsten Menschen in Sachen Essen und Trinken

Eine Liste. Meist unerlässlich und vorteilhaft im Alltag, von der Einkaufsliste bis zur To-Do-Liste, Orientierung, Übersicht und Einschätzung stiftend in Personen-, Unternehmens-, Polit-, Produkt-Rankings und vielen mehr. Manchmal auch weniger oder mehr Freude stiftend. Erik Lorincz, World Class Bartender 2010, langjähriger Chefbartender der Londoner The Savoy American Bar und nunmehriger Betreiber der jüngst eröffneten Kwānt Bar in London, darf sich gerade sehr über eine bestimmte Liste freuen. Nämlich über jene von Business Insider über die 100 coolsten Menschen in Sachen „Essen und Trinken“.

Dieses Ranking reiht ihn zwischen George Clooney, Prinz Charles und Meghan Markle aus dem englischen Königshaus, Jiro Ono oder seinen Freund Ryan Chetiyawardana. „Ich fühle mich sehr geehrt unter diesen großen Talenten“, schreibt der gebürtige Slowake in einem Instagram-Post in Verbindung mit dankbaren und warmherzigen Worten an seine Eltern, die ihn ziehen ließen, um seinen Traum zu realisieren: „Ich möchte Bartender werden.“ Gut und vertrauensvoll gelebt, Familie Lorincz!

Credits

Foto: Shutterstock

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