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Ein Star aus Afrika

Jeffrey Zarnow, ehemaliger Schauspieler und Produzent in Hollywood, ist der Co-Gründer und Eigentümer des Starr African Rum. Dieser wird in Mauritius, Afrika destilliert, abgefüllt und in die Welt exportiert, vor allem in die USA. Aber auch in Deutschland ist er erhältlich. MIXOLOGY ONLINE hat sich mit Jeffrey Zarnow unterhalten.
„Das, was in Deutschland Vodka-Red Bull ist, ist in den USA Rum-Cola.“ So vergleicht Jeffrey Zarnow seine gefühlte Trink-Realität während seiner Collegezeit und entsagte anschließend dem Zuckerrohrdestillat, das in den USA hauptsächlich aus der Karibik importiert wird, vorerst. Dass er später der Geschäftsführer eines Premium-Rum sein sollte und seiner Tätigkeit als Führungskraft in Hollywods Filmindustrie nicht mehr voll nachgehen sollte, hätte er zu diesem Zeitpunkt selbst nicht gedacht.
Chicago, Hollywood und Mauritius
In Hollywood war der aus Chicago stammende Jeffrey Zarnow für Filmstudios wie Warner Bros., Disney, Universal und im Marketingbereich von Konzernen tätig. Diese Aufgabenbereiche brachten ihn mit Kundenkontakten wie Coca Cola oder Jack Daniels in Berührung. Durch die Arbeit für Edgar Bronfman bei den Universal Studios, den Kontakt zu der Brown-Forman Familie, Besitzer von Jack Daniels, und einem Treffen mit Maurice Kanbar, Erfinder und Gründer des Skyy Vodka, war er inspiriert und Willens in die Spirituosenbranche einzusteigen.
Über einen Freund der in Mauritius Urlaub gemacht hat, einer Insel östlich von Madagaskar, erfuhr und probierte er den Starr African Rum. Dabei muss dieser sich wahrlich im Geiste von Jeffrey festgekrallt haben, da er daraufhin direkt in Kontakt mit der Destillerie trat und sie besuchte. Diese verkaufte den Rum damals nur lokal und meistens an wohlhabende Touristen. Da seiner Meinung nach zu diesem Zeitpunkt das Premium Rum-Segment in den USA schwach ausgebaut war, ergriff er die Gelegenheit und vermarktete das Produkt. Dabei waren ihm besonders heimische Erzeugerfaktoren wichtig, da er die Herstellung nicht auslagern, sondern die Arbeitsplätze in Afrika weiter fördern wollte.
100% Made in Africa
Laut African Starr Rum wird zu 100 Prozent in Afrika produziert: vom Abbau des Zuckerrohrs, dem Destillieren, der Abfüllung und dem Packaging. Dieses hat er nach eigenen Angaben in seiner ursprünglichen Form übernommen, da ihn der Hintergrund des Packaging sehr überzeugt hat. Die Flaschen sollen während der Prohibitionszeit als Parfümflancons benutzt worden sein, um Alkohol in die USA zu schmuggeln. Nach der Prohibition fielen die Flaschen jedoch aus der Mode, unter anderem weil sie zu teuer wurden. Der Wunsch von Jeffrey war in erster Linie mit dem Packaging Prägnanz zu schaffen, damit man sie direkt in einem Backboard einer Bar wiedererkennen kann. Zudem geht ein des Gewinns an afrikanische Entwicklungshilfe-Organisationen
Diesen Anspruch transferiert er auch konsequent auf das Marketing: „Wir möchten mit dem African Starr Rum für Rum das tun, was z.B. Grey Goose für Vodka und Patron für Tequila gemacht hat: einen nachhaltigen positiven Eindruck auf die Spirituose ausüben.“ Die ehemalige und aktuelle Zusammenarbeit mit Hollywoodgrößen wie Matthew McConnaughey wird dabei bestimmt nicht ganz unpraktisch sein, da dieser laut Jeffrey ebenfalls ein überzeugter Anhänger des „afrikanischen Star“ ist.
New York, New York
Dass es sich für einen Geschäftsführer eines Getränkeherstellers natürlich nicht gehört eine andere Spirituose außer der Eigenen zu trinken ist selbstredend, lacht Jeffrey. Rum scheint sich doch gut in sein Leben gefügt zu haben, wenn er sich zum Beispiel in der Hotelbar des Hotel de Rome in Berlin befindet, die seiner Meinung nach „incredible Red Bebel Mojitos“ machen.
Durch seine Arbeit reist er nicht nur viel sondern pendelt auch immer zwischen New York und Los Angeles, wobei er seinen Hauptsitz in Kalifornien hat. Ihm sind die Ost- und Westmetropolen der USA die Liebsten, da New York die beste Stadt der Welt sei, Los Angeles hingegen die beste Stadt zum Leben. Konsequent also, wenn die meisten seiner bevorzugten Bars in NY oder LA sind, wie zum Beispiel dem The Little Branch, Apotheke oder The Jane Ballroom in New York und in Los Angeles The Roger Room, Pikey und No Vacancy. Fest steht, dass man dort seinen Starr African Rum im Glas eher vorfindet, als einen Vodka-Red Bull.

Credits

Foto: J. Zarnow via J. Zarnow. TV via Shutterstock, Postproduktion: Tim Klöcker.

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