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Fashion Week im Glas? Der Jimmy Choo!

Ein Drink mit dem Namen eines edlen Schuhdesigners? Wenn schon der Mode-Jetset die Hauptstadt überspült, sollte man diesem Umstand wenigstens mit einem feinen Drink begegnen. Der Jimmy Chooaus den Händen von Michael Blair schafft Abhilfe. Und keine Angst: er schmeckt nicht nach Schuhen!

Giffard Alkoholfrei

Alljährlich findet sie statt, die Berliner Fashion Week. Top Designlabel präsentieren ihre neuen Kollektionen, unterernährte Damen dürfen das Ganze dann über verschiedene Laufstege schleppen. Die junge Generation kann sich derweil überlegen, welches Stück sie im nächsten Jahr als Replika beim Klamottendiscounter ihrer Wahl erstehen möchte.

Ein asiatischer Gimlet

Klingt böse? Nun, wem der Schuh nicht passt, der muss ihn sich ja nicht anziehen. Und eigentlich soll es an dieser Stelle auch nicht um Mode gehen, sondern maximal um solche der Trinkkultur. Der Anlass zur Kreation des Cocktails „Jimmy Choo“ war allerdings die Fashionweek, da wird ein Ausflug in die modischen Gefilde ja wohl erlaubt sein. Es begab sich also zur vergangenen Modewoche in Berlin, dass Bartender Michael Blair sich bemüßigt sah, einen Drink zu eben diesem Ereignis zu kreieren. Durch die Arbeit an der Bar des asiatischen Restaurants Prince ist er schon seit langem den Einflüssen der asiatischen Küche erlegen und experimentiert immer wieder mit Zutaten wie Zitronengras, Koriander, Szechuanpfeffer oder auch Wasabi.

Für den Jimmy Choo bedient er sich eines Gimlet als Grundlage und haucht ihm mit frischen und exotischen Zutaten ein neues Leben ein. Das verwendete Kaffirblatt bezeichnet Blair dabei als „Gewürz der Gewürze in der thailändischen Küche, welches ich unbedingt einmal in einem Drink verwenden wollte. Die Brücke zum Gin wird dann vom Kardamom geschlagen, der herrlich duftet und ja nicht selten auch in Destillaten zum Einsatz kommt.“

Brücke nach Thailand

In der Kategorisierung sieht Blair den Cocktail als einen Hybriden aus klassischem Aperitif und Sour. „Die ätherischen Öle der Kardamomsamen sind appetitanregend und ergeben mit den Kaffirblättern einen zitronig-frischen und belebenden Drink mit einer ganz subtilen Schärfe.“ Limettensaft und Gommesirup bilden dabei die typische Grundlage für einen Sour. Die Kaffirblätter bekommt man im Übrigen in jedem anständig sortierten Asiashop als tiefgekühlte Ware. Es handelt sich dabei sehr schlicht um die Blätter des Strauchs der Kaffirlimette, die ein sehr eigenes und unverwechselbares Aroma haben und jedem Liebhaber der asiatischen Küche bekannt sein dürften.

Liebhaber asiatischen Schuhdesigns wird zumindest der Name ein Begriff sein, und ebenso wie die Modemarke, verbindet auch der Drink die westliche Welt mit der asiatischen. Und: ein appetitanregender Drink ist sicher nicht die schlechteste Idee für so manches Laufstegwunder. Der Name war eigentlich nur Arbeitstitel während der Entwicklung des Drinks, aber Blair erklärt, dass „der Name einfach schon vielen geläufig war, und ich von einigen Gästen die Rückmeldung bekam, dass er perfekt zum Drink passt. So blieb der Name, und er funktioniert sehr gut.“ Genau wie der Drink. Nachahmung ist strengstens empfohlen.

Credits

Foto: Jimmy Choo Fashion Week via Shutterstock

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