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Karussell der Nacht

Karussell der Nacht XXXIII

Arnd Henning Heißen verlässt nach neun Jahren das Ritz-Carlton in Berlin, das er entscheidend geprägt hat. Währenddessen bekommt das Buck & Breck zweifache Verstärkung.

 

Auch zum Ende des Jahres hin dreht sich das Karussell der Nacht noch einmal ordentlich weiter. Allen voran in der langjährigen Institution Buck & Breck, wo gleich zwei Neuzugänge zu verzeichnen sind. Generell haben wir in der letzten Ausgabe nicht nur diesen Jahres, sondern auch dieser Dedake, den Blick in die Hauptstadt gerichtet. Wir wünschen jedenfalls allen, die in dieser arbeitsreichen Zeit rund um Weihnachten und Silvester für ihre Gäste da sind, schöne Abende, aber auch entspannende Feiertage!

Magda Karkosz im „Buck & Bean“

„Wir wollten erstmal schauen, ob’s passt. Deshalb habe ich das zunächst nicht bekanntgegeben“, meint Magdalena Karkosz und fügt dann strahlend hinzu: „Aber schon die ersten Schichten im Oktober haben gezeigt, dass Gonçalo und ich ein großartiges Team sind!“ Daher ist es jetzt seit wenigen Tagen offiziell: Die Le-Lion-Veteranin, zuletzt als „Bar Ambassador“ in Diensten von Moët-Hennessy, verstärkt gleich beide Läden von Gonçalo de Sousa Monteiro – das legendäre Buck & Breck sowie die junge, benachbarte Weinbar Bean. Neben Christof Reichert (s.u.) bekommen Monteiros Bars in der Brunnenstraße somit gleich zweifach prominenten Zuwachs.

Karkosz’ Fokus wird zunächst auf dem Bean liegen, denn „momentan geht es vor allem darum, dem Bean als Gastgeberin ein Gesicht zu geben.“ Dass es sich für sie – abseits der ebenfalls regelmäßige Schichten im Buck & Breck – mit dem Fokus auf Wein mitnichten um Neuland handelt, passt da natürlich ganz besonders: „Wein bzw. Champagner war und ist immer meine zweite große Leidenschaft neben Cocktails. Das kann ich hier nun wirklich vertiefen, weiter ausleben und auch die Auswahl aktiv mitgestalten“, sagt eine erholte Magda Karkosz, die sich im letzen halben Jahr eine persönliche Auszeit genommen hat. „Das Team ist definitiv in love, und wir freuen uns auf den Winter“, schließt Karkosz ab – und dann lacht sie ihr einzigartiges Lachen.

Christian Gentemann: Nichts geändert und doch neu

Erst vor wenigen Wochen haben wir an dieser Stelle über den Ausstieg von Christian Gentemann aus der Bar am Steinplatz berichtet. Der mehrfach ausgezeichnete Bar-Protagonist heuerte bei der Peak Gruppe an, um deren F&B Bereich auszubauen. Wie das mit der durchaus spektakulären Meldung zusammenfällt, dass David Wiedemann die Meriten des Berliner Reingold abgegeben hat?

Die Peak Gruppe hat die Reingold Bar übernommen. „An meinem ursprünglichen Job hat sich nichts geändert. Wir haben das Reingold als Peak Gruppe übernommen und ich leite das Projekt als Geschäftsführer neben meinem anderen Job“, erklärt Christian Gentemann. Im Klartext heißt das, dass er für den Umbau, die Karte, das neue Konzept sowie das Team verantwortlich ist. „Die Reingold DNA und der Name werden aber bleiben. Wir versuchen, unsere eigene Idee von klassischer Barkultur Step-by-Step umzusetzen“, so Gentemann. Der Plan sieht vor, ab dem März 2020 mit einem ersten, konzeptionellen Update rauszugehen.

Arnd Henning Heißen geht in die Selbständigkeit

Vor wenigen Tagen machte die Meldung die Runde, dass Arnd Henning Heißen mit dem Jahresende das Ritz-Carlton in Berlin verlassen wird. Und somit jenen Ort, den er in seiner neunjährigen Tätigkeit nahezu im Alleingang wieder auf die Landkarte aller Bar- und Cocktailliebhaber gebracht hat. Der Curtain Club sowie die Konzeptbar Frangrances mit ihrer Umsetzung von Parfüms in Drinks verbinden heute zeitgenössische Bar und Hotelbar auf beste Art und Weise.

Wohin führt die Reise nun? „In die Selbständigkeit“, so Arnd Henning Heißen. „Die Idee steht, ich suche gerade noch nach einem geeigneten Ort in Berlin.“ Des weiteren arbeitet er an einem Buch, um seine Philosophie von Bar, Cocktails, Parfüms und Aromatherapie zu Papier zu bringen. Wir sind gespannt und sind uns sicher, bald an dieser Stelle wieder von Arnd Henning Heißen zu berichten.

Christof Reichert wechselt in das Buck & Breck

An obiger Stelle wurde es bereits angekündigt: Der weitere Neuzugang im Kosmos des Buck & Breck ist Christof Reichert. Seit Anfang Dezember verstärkt er das Team von Gonçalo de Sousa Monteiro in der Brunnengasse in Berlin.

„Ich wollte wieder mehr mit Drinks zu tun haben und habe mich im Adlon allmählich in meiner Kreativität eingeschränkt gefühlt. Die Wege in so einem großen Haus sind doch manchmal lange“, so Reichert über seine Gründe, die Hotelbar zu verlassen. „Das Hotel Adlon ist für immer noch eines der besten Häuser, das ich kenne. Aber ich wollte in ein kleineres, kompaktes Team, und ich freue mich darauf, von der Erfahrung von Gonçalo zu profitieren. In einer Bar wie dem Buck & Breck kann man den Abend gut steuern. Es geht um den Gast und die Gespräche, die er führt. Das Trinken passiert nebenbei.“

Dass dieses Trinken aber auf Weltniveau passiert, ist natürlich mehr als ein Detail am Rande und ebenfalls ein Grund für den Wechsel. „Die Art der Cocktails mit ihrer Ausrichtung auf eine Kopfnote passt zu mir“, so Christof Reichert. „Wenn man einen Bourbon-Drink bestellt, bekommt man auch einen Drink, der nach Bourbon schmeckt.“ Und das in Zukunft aus der Hand eines bekennenden Slayer-Fans.

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