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Monkey Shoulders „Ultimate Bartender“ im Gespräch

Christoph Henkel aus dem Kölner Shepheard konnte die erste Ausgabe der Monkey Shoulder Ultimate Bartender Competition für sich entscheiden – ein Wettbewerb für das tägliche Handwerk. Im Gespräch erklärt der sympathische Bartender, warum sie Competition für ihn etwas Besonderes ist

Cocktailwettbewerbe sind üblicherweise sehr weit vom Tagesgeschäft hinter dem Tresen entfernt. Nicht so das junge Format der für Kreativität stehenden Whiskymarke Monkey Shoulder: Hier wird der Held des Bar-Alltags gesucht, keine realitätsferne Drink-Schöpfung. Den ersten Sieg in dem rasanten Wettkampf sicherte sich in Deutschland der Kölner Christoph Henkel. Wir haben uns mit ihm über die Competition unterhalten.

Christoph, welche Besonderheiten machen für Dich den Reiz an der Monkey Shoulder UBC aus? 

Christoph Henkel: Für mich sind das drei Faktoren. Erstens: Es ist eine ungezwungene Competition, bei der es auf die alltäglichen Arbeitsabläufe im Bargeschäft ankommt. Zweitens: Es ist weniger auf die Marke fokussiert, sondern vermittelt den Spaß an dem, was wir machen und zeigt neue Methoden des Lernens. Ein weiterer besonderer Reiz ist das „Periodensystem“, in dem alle gängigen Artikel, Zubereitungsarten und Gläser festgehalten sind. Das ist einfach ein geniales Tool!

Gab es einzelne Aspekte, die Dir als Teilnehmer schwer fielen? Noch immer setzen die meisten Wettbewerbe auf die Inszenierung eines einzelnen Drinks, bei Monkey Shoulder steht eher die alltägliche Bararbeit im Vordergrund. Ist es schwierig, sich in dieses System „hineinzudenken“?

CH: Genau das sind ja auch die Punkte, die ich schon beschrieben habe, die die UBC so besonders und attraktiv machen. Kein besonderes Rezept oder die perfekten „Skills“ stehen im Vordergrund. Es geht um das „Gesamtpaket“ jedes Einzelnen. Man bekommt recht schnell aufgezeigt, wo man seine Stärken, aber auch eventuelle Schwächen hat, und man erhält sofort Hilfestellung beim schnelleren und effektiveren Lernen. Für mich ist es absolut realitätsnah und somit ein sehr glaubwürdiger Wettbewerb mit dem Ziel, sein Wissen und Können unter Beweis zu stellen, aber auch noch vieles zu lernen.

Welchen Tipp bzw. welche Tipps würdest Du künftigen Kandidaten geben?

CH: Sich nicht auf den Wettbewerb zu versteifen, sondern auf das zu vertrauen, was man weiß und sich nicht zu sehr darüber zu ärgern, falls es mal nicht optimal läuft. Lieber sollte man die Erfahrungen, die man gesammelt hat, verinnerlichen und an jenen Punkten arbeiten, die einem vielleicht noch schwer fallen.

Wie geht es für Dich als Sieger der deutschen Competition nun weiter? Gibt es noch ein internationales Finale?

CH: Leider nein. Es gibt noch ein Finale mit jenen nationalen Gewinnern, die in ihren Finals die höchsten Punktzahlen gesammelt haben. Für mich als deutschen Gewinner hat es leider nicht ganz gereicht, so sieht man aber auch, wo die anderen Nationen liegen. Und man lernt, dass auch als Gewinner noch Luft nach oben ist – eine wichtige Erkenntnis! Aber was für mich noch viel wichtiger war, ist, dass der Spaß an sich im Fokus stand. Keiner war engstirnig. Jeder hat den Anderen angefeuert – und das ist es doch, was es ausmacht.

Passt die Competition für Dich zur Marke Monkey Shoulder? Wenn ja, warum?

CH: Ja, absolut! Ich habe die Marke als sehr ungezwungen und modern kennengelernt. Das setzt Dean Callan auch überragend um. Er ist nicht wirklich daran interessiert, die Leute zu „brainwashen“, sondern ihnen auf eine freundschaftliche und sympathische Art, durch die Augen des Bartenders, auch Monkey Shoulder näher zu bringen. Kein „Du brauchst das, weil…“ oder „Wir sind besser als andere…“, sondern eher: „Wenn du Lust auf uns hast, gerne!“

Scotch steht als Mix-Spirituose derzeit noch immer auf einem etwas abgeschlagenen Posten. Siehst Du – sowohl in Deinem Betrieb als auch anderswo – eine Tendenz dahin, dass sich das Segment wieder mehr in Richtung Cocktails bewegt und jüngere Konsumenten erreicht?

CH: Sehr sogar. Ich mixe gerne mit Scotch. Unsere Gäste müssen noch an das Thema herangeführt werden, aber dafür sind wir ja auch da. Die Spirituose kann man gut verpacken, sodass sie nicht im Vordergrund steht, aber dennoch präsent ist. Ich achte da auf eine gute Balance. Und das Vertrauen der Gäste in die Barleute ist da sehr entscheidend. Häufig kommen auch jüngere Gäste und möchten Spirituosen pur genießen. Das zeigt mir, dass sie Interesse am echten, puren Geschmack haben und neugierig sind darauf, wie unterschiedlich diverse Sachen schmecken können. Auch der Vergleich zwischen Purgenuss und gemixt als Cocktail ist super spannend. So hole ich zum Beispiel meine Gäste ab. Oft sagen sie, dass sie eine bestimmte Zutat oder Spirituose nicht mögen. Ich teste das dann gerne. Wenn man weiß, was sie von einem Drink erwarten, kann man das immer gut verpacken. So gewinnt man auch schnell das Vertrauen der Gäste und zeigt ihnen neue Wege des Geschmacks.

Credits

Foto: Campari/Monkey Shoulder

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