Mixology: Magazin fur Barkultur

Innerbetriebliches in der Öffentlichkeit

19.2.2009 2 comments

Innerbetriebliches, sensible Informationen einer Bar und vor allem personelle Angelegenheiten eines Betriebes, haben in der Öffentlichkeit nichts verloren. Teams und Menschen finden zusammen und trennen sich. Bartender heuern in einem Betrieb an und kündigen. Barbesitzer verstärken ihr Personal und stellen es wieder frei.

Das ist ein Teil, eine natürliche Strömung im sich ständig bewegenden und verändernden Ozean, den unserer Branche, die Barindustrie, darstellt. Ein wesentlicher Bestandteil. Oft trennt man sich in Frieden und im gegenseitigen Einverständnis. Manchmal trennt man sich abrupt und weniger harmonisch. Trotzdem heilt die Zeit meist die Wunden. Allen ist klar, dass man sich wieder über den Weg laufen wird und irgendwann wieder in die Augen sehen muss.

Steht es einer außen stehenden Person zu, personelle Veränderungen öffentlich zu kommentieren und zu bewerten? Im Flurfunk der Branche, dem üblichen Gossip, im persönlichen Gespräch, mag jeder seine Meinung, seine Bewertung kundgeben.

Dies in einer publizistischen und öffentlichen Form vorzunehmen, ist vermessen,  anmaßend und unverschämt! Es widerspricht jedwedem kollegialen Umgang und Zusammenhalt der unter Bartendern die Norm sein sollte. Als Medium versuchen wir immer, auf Distanz zu dieser Ebene  zu agieren. Es ist nicht unsere Aufgabe, personelle Veränderungen in einer Bar zu kommentieren. Und wenn wir dies tun, so ist es in der Regel eine positive Kommentierung und Ermutigung für einen Betrieb.

Ein aktueller Fall, auf den wir in den letzten Tagen vielfach angesprochen wurden, gab aber Anlass zu einer Reaktion, zu diesem Blogeintrag. Dieser Fall, in dem eine externe Person, die Kündigung eines Bartenders in einem Betrieb öffentlich sezierte, sollte für alle anderen Bartender ein warnendes Beispiel sein, wie man es NICHT macht! Ich hoffe, dass wir so etwas nicht noch einmal erleben müssen in der deutschsprachigen Barszene. 

(Namen der Involvierten und des Betriebes sind ausdrücklich nicht genannt und ich bitte, dies auch in den Kommentaren zu unterlassen.)

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