null promille cup

Inventur am 10. Dezember 2017

News 10.12.2017

Die Gewinnerin des Null Promille Cup von Riemerschmid, der verschwundene Aviation – und es wird langsam eng mit der Vanille.

An zwei Terminen im Dezember geht es im Berliner „Geist im Glas“ um zwei Dinge: Käse und Sherry. Und was gibt es im Winter für bessere Themen? Kaum welche. Mehr Infos rund um die Veranstaltungen mit dem klingenden Namen „Bitch, Cheese“ gibt es hier. Prost und nun ab für die neue Inventur.

Die Vanille ist aus 

Vielleicht ist das nicht jedem bekannt, aber aktuell befinden wir uns inmitten einem sich bereits seit längerem zuspitzenden Vanille-Engpass. Und das beschäftigt natürlich nicht nur Zuckerbäcker, sondern auch die Spirituosenindustrie, zählt das Aroma doch zu den beliebtesten überhaupt. Was also tun? Dieser Frage gingen die Kollegen bei SevenFiftyDaily nach und befragten mehrere US-amerikanische Produzenten, wie sie damit umgehen. In den letzten Jahren stieg die Nachfrage nach der natürlichen Vanille enorm an, was für eine große Diskrepanz zwischen Angebot und Bedarf sorgte, und sich nach einem Zyklon auf der Insel Madagaskar weiter verschärfte. Rund 80 Prozent der Vanille weltweit stammt von dort, und die zerstörte Ernte sorgte dafür, dass wir mittlerweile bei rund 500 US-$ pro Kilo angelangt sind. Das ist zehnmal mehr als noch vor fünf Jahren. Der Grundtenor der interviewten Produzenten – vom Gin-Hersteller bis zum Vanille-Vodka-Produzenten – lautet übrigens: den gestiegenen Preis abfangen. Und nicht mit erhöhten Preisen an den Kunden weiterzugeben. Mehr dazu gibt es hier.

Der Aviation. Entflogen?

Wo ist eigentlich dieser Aviation Cocktail hin? Bei Punch begibt sich Robert Simonson auf die Spur eines Cocktails, der nach einem Höhenflug – pun intended – in absolute Vergessenheit geraten ist. Jeffrey Morgenthaler vom Clyde Common etwa sagt, dass er „höchstens sechs von denen im Jahr“ macht. Aber warum ist die Liebe zu dem Drink mit Crème de Violette derart erloschen? Er war schließlich in den Goldgräberzeiten der Bar-Renaissance kurzzeitig so beliebt, dass eine Gin Marke aus Portland sich 2006 sogar nach ihm benannte.

Seine Spur verliert sich circa 2012, als die Liebe zu Pre-Prohibitionsdrinks zu vergehen begann und damit auch zum Aviation. Oder um es auch wieder mit Morgenthaler zu sagen: „Manchmal halten sich Drinks auch einfach nicht, weil sie nicht gut genug sind.” Die kleine Geschichtsstunde rund um den Aviation gibt es hier.

Lemonade beim Null Promille Cup

Es geht um die Limo – zumindest beim diesjährigen Null Promille Cup von Riemerschmid. Dort war das Motto des Wettbewerbs in diesem Jahr „Homemade Lemonade 2018”. Rike Saridakis aus der Harry’s New York Bar in Frankfurt setzte mit ihrem Drink das Thema am besten um. Sie setzte sich gegen ihre ausschließlich männlichen Kollegen beim Wettbwerbsfinale in Köln durch und darf sich nun über 1.000 Euro Siegerprämie freuen.

Bei dem Wettbwerbsinitiator freute man sich besonders über das hohe Niveau aller Teilnehmer. „Dieses Jahr ist es besonders aufgefallen,“ so Riemerschmid-Brand Ambassador Thomas Magg, „dass die Finalisten extrem gut vorbereitet waren. Da wurde nicht ad hoc performt. Nur so kann man heute noch Wettbewerbe gewinnen, wenn man sich mit der Aufgabenstellung auseinandergesetzt hat und nichts dem Zufall überlässt.“ Die Jury setzte sich in diesem Jahr aus dem Vorjahressieger und Deutschem Cocktail-Meister Paul Thompson (Ona Mor), Alexander Thürer (Fizzz-Magazin), Markus Bottler (Mitchell & Buttlers) und Tom Jakschas (Rubinrot) zusammen. Der Gewinnerdink von Saridakis sieht wie folgt aus:

Señor Jen-gibre de la Mate

(Rike Saridakis, Harry’s New York Bar, Frankfurt)

4 cl Riemerschmid Zitrone-Ingwer-Lemongrass Frucht-Sirup

6 Himbeeren

½ frisches Eiweiß

½ Limette, gepresst

Club Mate

Photo credit: Foto via Shutterstock.

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