Inventur am 26. August 2018

News 26.8.2018

Wir wünschen einen fantastischen Sonntag und nehmen Sie zum Wochenende mit in eine Reihe verschiedener Gaststätten.  In die wohl einsamste Kneipe der Welt, in ein Restaurant mit Kinderverbot und in eine Shisha-Bar für Frauen.

Craft Cocktails Kreuzkölln geht im September in die zweite Runde, und vier Tage lang stehen in den beiden Berliner Stadtteilen handgemachte Produkte im Barmittelpunkt. Denn obwohl Berlin eine starke Barszene hat, mangelt es oft an Marketing, findet Veranstalter und MIXOLOGY-Autor Robert Schröter. Er erklärte uns: „Craft Cocktails Kreuzkölln funktioniert als Licht, um das die Motten herumflattern. Die Motten sind sowieso da und suchen, das Licht leuchtet ihnen einfach den Weg.“ Alle Informationen sowie die beteiligten Bars finden sich auf der Website. Bis wir uns vom 12. bis 15. September allerdings auf diesen Bar-Crawl begeben, widmen wir uns noch einigen Neuigkeiten.

Die wohl einsamste Bar der Welt

Ein Auswärtiger will jetzt die Kneipe des angeblich kleinsten Dorfs der Welt – Betoota im australischen Outback zählt rund 300 Einwohner – wiedereröffnen, berichtet die Rheinische Post, und zwar nach 21 Jahren. Die Beweggründe klingen nach den denkbar sinnvollsten, wenn man bedenkt, dass es um eine Bar geht. Es sei „ein Hafen im endlosen Meer aus Staub und Steinen. Eine Trutzburg gegen die Hitze und die Sandstürme. Ein Lädchen, das zweitens Getränke verkauft und erstens Geselligkeit, eine Beinahe-Garantie für eine gute Zeit. Ein Ort des Feierabends statt der sonst allgegenwärtigen Knochenarbeit. Wo viel getrunken wird, aber noch mehr getanzt und geflirtet, geblödelt und gelacht. Wo gefeiert wird, getrauert und geflucht, sich geschlagen und wieder vertragen, also: gelebt. An einem der lebensfeindlichsten Orte überhaupt.“ Na dann.

Restaurant mit Kinderverbot

Ein deutsches Restaurant hat es in die Washington Post geschafft. Nicht jedoch aufgrund des ausgefallenen Menüs oder der innovativen Getränkekarte, nein: In „Omas Küche“ auf Rügen sind ab 17 Uhr keine Gäste unter 14 Jahren mehr erlaubt. In den USA wurde an solchen Gastronomiekonzepten bisher oft starke Kritik geübt. Und auch Oma-Betreiber Rudolf Markl polarisiert. 

Der Inhaber erklärte in einem Interview mit dem Spiegel, dass er Kinder liebe, Eltern aber immer ignoranter geworden seien. „Manche geben ihre Verantwortung an unserer Tür ab. Unser Job ist es aber nicht, Kinder zu erziehen, sondern den Gästen eine gute Zeit mit leckeren Essen und Getränken zu bescheren.“ Und jene Gäste gäben vor Ort angeblich auch viel positive Rückmeldung in Bezug auf das kinderfreie Dinner.

Berlins erste Shisha-Bar nur für Frauen

Seit Kurzem gibt es in Berlin-Kreuzberg „Lady Hookah“ – die erste Shisha-Bar nur für Frauen. Nicht mal der Chef dürfe den Laden betreten, berichtet Die Welt. „Mit ihm spreche ich per Walkie-Talkie, wenn er draußen steht“, sagt eine Bartenderin der Zeitung. Der eröffnete die Bar Ende Juli, nachdem seine drei Schwestern sich oft darüber beschwert hatten, dass sie in vergleichbaren Lokalen oft „von Männern angegafft oder angemacht“ worden waren und einen Ort gesucht hatten, „an dem sie unter sich sein können“.

Mitarbeiter gesucht!

Personalmangel ist eines der Hauptprobleme der Gastronomie, damit sind die meisten Branchenkenner vertraut. Grund dafür sind stressige Arbeitszeiten und geringe Bezahlung. Auch der Chef eines Dresdner Hotels sucht ständig nach neuen Mitarbeitern, bekommt aber immer weniger Bewerbungen. Eine Reporterin der Wochenzeitung Die Zeit besuchte ihn und fand heraus, dass der Betrieb in seinem Ringhotel nur deshalb noch weiterlaufen kann, weil immer mehr Migranten dort arbeiten, etwa ein Viertel der Angestellten. 

„Viele Deutschen möchten es sich in einem Hotel gut gehen lassen, aber solche Jobs nicht mehr machen. Migranten wollen hier arbeiten und nehmen keinem Deutschen etwas weg“, sagte der Hotelier gegenüber der Zeitung. Das Ringhotel ist dabei keine Ausnahme, schreibt Die Zeit, und beruft sich auf den Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DeHoGa): „Mehr als dreißig Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der deutschen Gastronomie und Hotellerie sind Ausländer, so viele wie in keinem anderen Wirtschaftszweig.“ Everyone welcome!

Schreibe einen Kommentar

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.